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von Redaktion
Universität Teesside will CO2-freien Beton in großem Stil produzieren
Nachfrage nach kohlenstoffarmen Alternativ-Baustoffen steigt rasant
Die Teesside-Universität in Middlesbrough ist eine Forschungspartnerschaft mit dem walisischen Ressourcenmanagement-Unternehmen Dauson Environmental Group (DEG) eingegangen. Die Zusammenarbeit soll das Potenzial haben, die Landschaft für nachhaltige Baumaterialien und kohlenstoffarme Infrastruktur in ganz Großbritannien neu zu gestalten, wie es in einer Mitteilung von Ende November heißt.
Untersucht werden soll, wie Bauabfälle in Zement- und Betonprodukten verwertet werden können.
Substitution von Zement in großen Mengen geplant
Nach Angaben der Europäischen Kommission und aktuellen globalen Studien werden jährlich mehr als 4,1 Milliarden Tonnen Zement produziert, was unter Berücksichtigung der Auswirkungen über den gesamten Lebenszyklus zu CO₂-Emissionen von über 3,3 Milliarden Tonnen führt. Marktschätzungen zufolge hatte der Zementmarkt im Jahr 2024 einen Wert von 506 Milliarden US-Dollar und wird bis 2032 voraussichtlich 686 Milliarden US-Dollar erreichen, was die Nachfrage nach kohlenstoffarmen Alternativen verstärkt. Diese Nachfrage schafft einen dringenden Bedarf an der Entwicklung nachhaltiger, hochwertiger Alternativen für Beton, die den BS EN450-Normen (eine britische und europäische Norm, die die Anforderungen an Flugasche als Betonzusatzstoff definiert) entsprechen und erhebliche CO₂-Einsparungen ermöglichen.
In Zusammenarbeit mit der Middlesbrougher Hochschule will die DEG Bauabfälle für extrem kohlenstoffarme Zusatzzementmaterialien (SCMs) und Betonprodukte für ihr Vorhaben nutzen. Dadurch soll gleichzeitig der Wert eines ansonsten unerwünschten Produkts gesteigert, die Notwendigkeit von Deponien verringert und die Reduzierung der Treibhausgas-Ausstoßes unterstützt werden.
Dr. Sina Rezaei Gomari: "Einklang mit umfassenden Nachhaltigkeitszielen"
"Diese Initiative steigert nicht nur den Wert von Industrieabfällen", sagt Teesside-Professorin Dr. Sina Rezaei Gomari: "Sie steht auch im Einklang mit umfassenderen Nachhaltigkeitszielen." Durch den Einsatz fortschrittlicher, energieeffizienter Technologien will die Hochschule neue Maßstäbe für die Abfallverwertung und skalierbare Lösungen mit einem Potenzial, das weit über DEG hinausgeht, schaffen, ergänzt sie.
von Redaktion