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von Redaktion
Engpass im Rhein wird beseitigt
Planfeststellungsverfahren hat begonnen - Betroffener Rheinabschnitt zwischen Budenheium und Sankt Goar
Der Bund plant eine Engpassbeseitigung im Rhein. Betroffen ist ein Abschnitt des Stroms zwischen Budenheim und St. Goar (Rheinland-Pfalz). Dort steht Schiffen bei niedrigem Wasserstand nur eine Fahrrinne von 1,90 Metern zur Verfügung. Ober- und unterhalt liegt sie dagegen mit 2,10 Metern deutlich tiefer. Künftig sollen es auch im besagten Rhein-Abschnitt 2,10 Meter sein.
Tiefenengstellen wie dort sorgen laut dem Bundesverkehrsministerium dafür, dass die Lademöglichkeit von Wasserfahrzeugen deutlich limitiert ist. Die Beseitigung des Flaschenhalses könne mithin die gesamt Frachtschifffahrt voranbringen. "Pro Schiff können 200 bis 250 Tonnen mehr Ladung transportiert werden", so Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder.
Die Maßnahme sieht das Kabinettsmitglied der CDU damit als "ein Schlüsselprojekt für die künftige Leistungsfähigkeit der Wasserstraße" an. Er erhofft sich zudem, unmittelbare Auswirkungen für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.
Bis zur baulichen Umsetzung ist es aber noch ein weiter Weg. Derzeit hat das Planfeststellungsverfahren begonnen. Zuvor hat es einen umfassender Konsultationsprozess sowie intensive Untersuchungen und Planungen gegeben. Daran waren unter anderem die Bundesanstalten für Wasserbau beziehungsweise für Gewässerkunde sowie Fachbüros beteiligt.
Das Gesamtvorhaben gliedert sich in drei Teilabschnitte. Die Planfeststellungsverfahren für die Teilabschnitte 1 und 2 starten zu einem späteren Zeitpunkt.
von Redaktion