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von Redaktion
Deutschlands Wirtschaft kommt auch 2026 und 2027 kaum aus dem Knick
Inflation soll sowohl im laufenden als auch im nächsten Jahr nur knapp unter drei Prozent liegen
Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute sehen die deutsche Konjunktur erwarten für das laufende Jahr nur eine moderate Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von 0,6 Prozent und für 2027 von 0,9 Prozent. Das berichtet das IFO-Institut am 1. April. Nach einem mehrjährigen Abschwung gebe es zwar eine Erholungsphase, „Der Energiepreisschock im Zuge des Nahost-Krieges trifft die Erholung hart", sagt Timo Wollmershäuser, Konjunkturchef des ifo Instituts: "Gleichzeitig stützt aber die expansive Fiskalpolitik die Binnenwirtschaft und verhindert ein stärkeres Abrutschen.“
Die kräftige Ausweitung der Neuverschuldung für Verteidigung, Infrastruktur und Klimaschutz stütze insbesondere Unternehmen der Verteidigungsindustrie und des Tiefbaus. Insgesamt entwickele sich die Industrie dennoch wenig dynamisch, da deren Auslandsgeschäfte angesichts weiter abnehmender Wettbewerbsfähigkeit, hoher geopolitischer Unsicherheit und fortbestehender handelspolitischer Belastungen kaum zunehmen.
Mittelfristig rechnen die Institute damit, dass das Wachstum des Produktionspotenzials in Deutschland von derzeit 0,2 Prozent bis zum Ende des Jahrzehnts vollständig zum Erliegen kommt. Neben dem demografiebedingten Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter trägt dazu nach Einschätzung der Institute die sinkende Arbeitszeit je Erwerbstätigen bei.
Die Inflationsrate wird nach Einschätzung der Institute im laufenden Jahr auf durchschnittlich 2,8 Prozent ansteigen, im Jahr 2027 auf 2,9 Prozent.
von Redaktion