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von Redaktion

Architektenverein: Hitler-Bunker sollte als Dokumentationszentrum erhalten bleiben

Historisches Bauwerk soll einem Neubauvorhaben für Wohnungen und Büros weichen

Der historisch bedeutende Haupt-Bunker der ehemaligen Neuen Reichskanzlei soll einem Neubauvorhaben mit Wohnungen und Büros weichen. Der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg (AIV) warnt eindringlich vor dem drohenden Abriss an der Berliner Voßstraße. Der weitgehend erhaltene Westteil des Bunkers ist das letzte bauliche Zeugnis der einstigen Machtzentrale des nationalsozialistischen Regimes.

Der AIV fordert, das Bauwerk in eine Dokumentationsstätte über das ehemalige NS-Regierungsviertel umzuwandeln. Damit ließe sich eine wesentliche Lücke in der Berliner Erinnerungslandschaft schließen.

Einst von Albert Speer geplant

An der Voßstraße befand sich einst die von Albert Speer geplante Neue Reichskanzlei. Der 1939 eröffnete, rund 420 Meter lange Gebäudekomplex war Amtssitz Adolf Hitlers und bildete das Zentrum des nationalsozialistischen Regierungsviertels. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Neue Reichskanzlei weitgehend abgetragen.

Erhalten blieb jedoch ein großer Teil ihres Haupt-Bunkers. Der historische Ort steht unmittelbar für den Zusammenbruch der NS-Diktatur. Hier entstand im Mai 1945 auch die bekannte, später nachgestellte Aufnahme des letzten Berliner Kampfkommandanten General Helmuth Weidling beim Verlassen des Bunkers. Das Bild ging um die Welt und wurde zu einem Symbol für das Ende der nationalsozialistischen Herrschaft in Berlin.

Prof. Dr. Harald Bodenschatz: "Abbruch wäre falsches Zeichen"

„Es geht nicht darum, die bauliche Entwicklung an diesem Standort zu verhindern; es geht darum, sie mit der historischen Verantwortung Berlins in Einklang zu bringen“, betont AIV-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Harald Bodenschatz. „Gerade die Verbindung von zeitgemäßer Stadtentwicklung und einem authentischen Erinnerungsort könnte beispielhaft zeigen, wie Berlin mit den schwierigen Zeugnissen seiner Geschichte umgeht.“

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