von Redaktion
Zwei Nutzfahrzeuge sind Exempel für Wandel im Trailerbau
Kögel stellt auf der IAA Transportation 2026 den Cool Liteshell und e-optimierten Light Plus vor
Unter dem Motto „We deliver your success” zeigt die Kögel Trailer GmbH auf der IAA Transportation 2026 zwei Fahrzeuge, die exemplarisch für den Wandel im Trailerbau stehen: der Kögel Cool Liteshell und der e-optimierte Kögel Light Plus. Dahinter steht ein Entwicklungsansatz, der den Trailer nicht mehr isoliert betrachtet, sondern als Teil des gesamten Transportsystems.
Kögel Cool Liteshell ist um 700 Kilogramm leichter
Beim mehrfach preisgekrönten Kögel Cool Liteshell beginnt die Effizienz beim Fahrzeuggewicht. Die Gewichtsreduzierung wird durch die Liteshell-Paneele erzielt, die in den Seitenwänden und im Dach des Auflegers verbaut sind und keine herkömmliche Stahl-Deckschicht aufweisen. Nicht zuletzt dadurch ist der Kögel Cool Liteshell um rund 700 Kilogramm leichter als das bisherige Kühlfahrzeug. Das geringere Leergewicht schafft Spielraum für mehr Nutzlast und reduziert gleichzeitig den Energiebedarf im Betrieb. So können 0,30 Liter Kraftstoff pro gefahrenen 100 Kilometern gespart und die Emissionen um 0,8 Gramm CO₂/Kilometer reduziert werden. Bei vollständiger Ausnutzung der zusätzlichen Nutzlast kann rechnerisch rund etwa jede 32. Fahrt eingespart werden.
Der Kögel Cool Liteshell zeigt damit einen Zusammenhang, der für den Straßengüterverkehr zunehmend an Bedeutung gewinnt: Fahrzeuggewicht, Nutzlast, Kraftstoffverbrauch und CO₂-Ausstoß sind unmittelbar miteinander verbunden.
Kögel Light Plus: Wenn der Auflieger zum e-LKW passt
Bei dem mit dem ITA-Award 2027 in der Kategorie „Chassis“ ausgezeichneten e-optimierten Kögel Light Plus überträgt das Unternehmen dieses Prinzip auf den elektrischen Schwerlastverkehr. Denn elektrische Zugmaschinen verändern durch das zusätzliche Batteriegewicht die Gewichtsverteilung des gesamten Fahrzeugzuges.
Die EU-Regelungen ermöglichen für emissionsfreie Zugmaschinen unter bestimmten Voraussetzungen ein höheres zulässiges Zuggesamtgewicht von bis zu 42 Tonnen. Die zulässigen Achslasten bleiben jedoch bestehen. Gerade die Antriebsachse der Zugmaschine kann dadurch zum limitierenden Faktor für die tatsächliche Nutzlast werden. Der e-optimierte Kögel Light Plus setzt deshalb nicht allein auf geringes Eigengewicht. Entscheidend ist die Verteilung der Lasten. Dafür wurde sein Radstand vom Königszapfen bis zur ersten Trailerachse um rund 300 Millimeter verkürzt. Die veränderte Geometrie verlagert die Lastverteilung innerhalb des Fahrzeugzugs und entlastet damit die Antriebsachse.
Mit einem Standardtrailer liegt die maximale Nutzlast bei gleichmäßiger Ausladung eines e-LKW bei rund 20 Tonnen. Mit dem e-optimierten Chassis können – abhängig vom Typ der eingesetzten e-Zugmaschine – bis zu 4 Tonnen mehr Nutzlast realisiert werden.
Efficiency Engineering: Der gesamte Transport zählt
Beide Fahrzeuge repräsentieren einen erweiterten Entwicklungsansatz bei Kögel: Efficiency Engineering. Im Mittelpunkt steht dabei nicht mehr allein die Optimierung einzelner Trailerkomponenten. Entscheidend ist vielmehr das Zusammenspiel von Zugmaschine, Trailer, Ladung und den jeweiligen Einsatzbedingungen.
Beim Cool Liteshell st das Fahrzeuggewicht der zentrale Hebel. Beim e-optimierten Light Plus geht es vor allem um die Abstimmung des Trailers auf die Gewichtsverteilung einer elektrischen Fahrzeugkombination. Für Transportunternehmen rückt damit eine andere Größe in den Mittelpunkt: nicht die technische Eigenschaft des einzelnen Fahrzeugs, sondern die Effizienz des gesamten Transports.
Dieser Ansatz wird auf weitere Fahrzeuge der LIGHT-Familie übertragen. Ende 2026 wird der Kögel Mega Light in e-optimierter Ausführung verfügbar sein. Weitere Modelle der Light-Familie sollen folgen.
Vom Trailer zum Teil eines Partnernetzwerks
Parallel zur technischen Entwicklung verändert Kögel auch die Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette. Aus der klassischen Folge Kögel – Trailer – Kunde entsteht ein Partnernetzwerk, das unterschiedliche Kompetenzen für einen effizienteren Transport zusammenführt. Dazu zählen neben Technologie und Digitalisierung auch Serviceangebote sowie die Abstimmung mit Herstellern von Zugmaschinen. Aus Sicht von Kögel wird der Trailer damit zunehmend zum Baustein eines komplexeren Transportsystems. Der klassische Ansatz „Trailer vom Hersteller zum Kunden“ wird um ein Netzwerk aus Fahrzeugherstellern, Technologiepartnern und Serviceanbietern erweitert.
Bild: Der Kögel Cool Litheshell: Fahrzeuggewicht, Nutzlast, Kraftstoffverbrauch und CO₂-Ausstoß sind Pluspunkte. (Foto: Kögel)
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