Abbruch - . Redaktion

Für die Entkernung und Teilsanierung m Schweriner Schloss orderte die Hagemann GmbH beim Volvo-Mietpark von Swecon smartrent einen Raupenbagger EC220D mit Abbruch-Sortiergreifer.  (Foto: Swecon Baumaschinen GmbH)
Für die Entkernung und Teilsanierung m Schweriner Schloss orderte die Hagemann GmbH beim Volvo-Mietpark von Swecon smartrent einen Raupenbagger EC220D mit Abbruch-Sortiergreifer. (Foto: Swecon Baumaschinen GmbH)

Zum Abriss freigegeben

Abbruch und Rückbau mit Volvo-Mietbagger von Swecon smartrent

Ratingen – Spezialisiert auf Abriss- und Rückbauarbeiten kennt sich die 1992 gegründete Hagemann GmbH mit Wandsägen, Seilsägen, Kernbohren, Fugenschneiden sowie dem Komplettabbruch bestens aus. Das Unternehmen mit Stammsitz in Kölpinsee auf Usedom schreckt auch vor Spezialaufgaben nicht zurück.

So gehört etwa die Sanierung von Gebäuden mit KMF- (künstlichen Mineralfasern) oder teerhaltigen Produkten stets zum Aufgabenbereich. Selbst vor asbestverseuchten Häusern, Wohnblöcken und Industrieanlagen macht Hagemann nicht Halt und saniert fachgerecht bis zur besenreinen Übergabe.

Zahlreiche Projekte in ganz Meck­lenburg-Vorpommern und über die Landesgrenzen hinaus zeugen von der Leistungsfähigkeit und dem technischen Know-how des Familienbetriebs. Ob Umbau eines Seniorenheims in Fürstenwalde, eines Studentenwohnheims in Dresden, einer Grundschule in Ostfriesland oder der fachgerechte Rückbau des Klinikums in Schwedt/Oder – immer hält Hagemann eine wichtige Aktie daran und glänzt durch Zuverlässigkeit und Termintreue.

„Unser Spezialgebiet ist der selektive, krangeführte Rückbau von Wohnhäusern. Auf diesem Sektor sind wir in Mecklenburg-Vorpommern einer der führenden Anbieter und inzwischen sogar deutschlandweit gefragt“, versichert Geschäftsführer Olaf Hagemann.
Was in einer kleinen Garage begann, hat sich dank des enormen Nachholbedarfs im ostdeutschen Bau- und Sanierungsbereich zu einem finanzstarken Unternehmen mit fünf Standorten und etwa 45 Mitarbeitern entwickelt.

Ein bedeutender Schritt war 2008 die Eröffnung der Außenstelle im Rostocker Überseehafen, die Bruder Jens-Peter Hagemann leitet. Der zentral im Bundesland gelegene Stützpunkt brachte einen enormen Standortvorteil und eröffnete ein noch größeres Einzugsgebiet. Einen weiteren Impuls lieferte das 2013 etablierte Büro in der Landeshauptstadt Schwerin.
„Nicht allein dadurch haben wir den Zuschlag für die Entkernung und Teilsanierung des ehemaligen „Goldenen Saals“ und letztmalig 1972 zum Festsaal umgebauten Trakts im Schweriner Schloss erhalten. Hier soll nun der neue Plenarsaal entstehen, in dem der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern spätestens 2017 einziehen will“, erklärt der Schweriner Niederlassungsleiter Frank Eisenkolb.

26 Mio. Euro investiert das Land für den neuen, repräsentativen Sitzungssaal. Die Hagemann GmbH hatte den Auftrag, innerhalb von fünf Monaten die Empore aus 250 Tonnen Stahlbeton mit Hilfe von Seil- und Wandsägeverfahren zu zerstückeln und die zersägten Einzelteile aus dem Saal zu schaffen. Bis Ende 2015 mussten alle Rohbauarbeiten einschließlich des Einbaus eines neuen Fahrstuhls abgeschlossen sein.

Für derlei Arbeiten und für den selektiven Rückbau von Wohnblöc­ken oder Gewerbebauten kann Hagemann auf die so genannte Dia­mant-Technik für den Schicht-für-Schicht-Rückbau sowie auf weitere Hochleistungstechnik zurückgreifen. Dazu zählen etwa die Seilsägen mit bis zu 20 Metern pro Sekunde Umlaufgeschwindigkeit des Seils oder der Abbruchroboter Brokk 90 für Stemmarbeiten. Letzterer verrichtet besonders bei Abbrüchen auf engstem Raum mit geringer Bewegungsfreiheit wertvolle Dienste.
Das geräuscharme Leichtgewicht wiegt 930 Kilogramm, kann dank Raupenkette aus Gummi auf fast allen Stahlbetondecken fahren und wird mit Kraftstrom betrieben. Seine Betonzange besitzt ein Öffnungsmaß von 320 Millimetern und liefert eine Brechkraft von 30 Tonnen.
Ein Volvo-Raupenbagger des Typs EC240C, zwei Mobilbagger, Minibagger, Radlader sowie rund 20 Kleintransporter für Werkzeuge und Kleingerätschaften ergänzen den Fuhr- und Maschinenpark der Usedomer.
Für den Abrissauftrag in Hagenow brauchte Hagemann zusätzliche Verstärkung. Dort waren Dimensionen gefragt, die der Volvo-Mietpark von Swecon smartrent in Form eines Raupenbaggers EC220D mit Abbruch-Sortiergreifer parat hielt. Ihm stellten sich drei alte Panzerhallen einer Bundeswehrkaserne entgegen, die es dem Erdboden gleichzumachen gilt. Im Anschluss musste Hagemann noch ein fünfstöckiges Bürogebäude auf dem Gelände entkernen und abreißen. Rund eine halbe Million Euro lässt sich der Bund den Abriss und die Entsorgung des Baumaterials und der verbauten Schadstoffe wie Asbest, Mineralwolle und Teerpappen kosten.

Wo gewaltige Kräfte sinnvoll walten
Die aus Betonplatten, Blechtüren und Stahlgerippe bestehenden Panzergaragenreihen hatten der geballten Kraft des 22 Tonnen schweren und 174 PS starken Baggers kaum etwas entgegenzusetzen. Wie Streichhölzer knickte der Greifarm mit knapp zehn Metern Reichweite die Stahlkonstruktion der Dächer zusammen und ließ den Uralt-Beton zerbersten. Zum Schutz des Fahrers befand sich ein stabiles Abbruchgitter vor der Frontscheibe der Baggerkabine.

Hagemann-Maschinist Marco Krause hatte für den ihm überlassenen Schützling samt Satelliten­überwachungssystem CareTrack viel Lob übrig. „Super“ lautet die Kurzform und beschreibt den Eindruck, den die feinfühlige Steuerung über die bedienfreundliche Konsole, die einfache Handhabung, das angenehme Raumklima und der leise Lauf des Motors bei ihm hinterlassen haben, um nur einige der erwähnten Vorzüge aufzuzählen.

„Wir haben mit den Volvo-Maschinen bei Abbrucharbeiten die besten Erfahrungen gemacht. Zuverlässigkeit, Betriebskosten und Service haben uns überzeugt. Das Gesamtpaket stimmt einfach“, sagt Frank Eisenkolb. Nicht zuletzt deshalb bestellt Olaf Hagemann immer wieder Volvo-Mietbagger bei Swecon smartrent für seine häufig parallel laufenden Großprojekte.

. Redaktion

Erschienen in Ausgabe: Februar 2016 | Seite 20

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