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Geschäftsführung der Zeppelin GmbH: v.l. Peter Gerstmann, Michael Heidemann. Sitzend: Christian Dummler, Alexands Mebus.  (Foto: Zeppelin GmbH

Zeppelin: Bestes Ergebnis in der Konzerngeschichte

Umsatz und Ergebnis erreichen Rekordmarke im dritten Jahr in Folge

DBU/Garching -  Der Zeppelin-Konzern schließt das Geschäftsjahr 2019 mit dem höchsten Umsatz und höchsten Ergebnis in seiner 70-jährigen Geschichte ab. Mit einem Konzernumsatz von 3,1 Mrd. Euro (Vj. 2,9 Mrd. Euro) und einem Ergebnis vor Ertragssteuern von 134 Mio. Euro (Vj. 131 Mio. Euro) übertrifft der Konzern die Leistungszahlen des Vorjahres. Die Creditreform Rating AG hat die Kreditwürdigkeit des Unternehmens im Jahr 2019 in ihrer Beurteilung auf die Stufe „A“ angehoben. Das Gesamtinvestitionsvolumen für 2019 liegt bei 369 Mio. Euro und beinhaltet die Ausgaben für das anorganische Wachstum. Der Zeppelin Konzern geht für 2020 von einem drastischen Einschnitt und einer wesentlichen Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufgrund der Corona Pandemie aus.


„2019 war ein ausgesprochen erfolgreiches Jahr: höchster Umsatz, beste bauma und größte Akquisition in unserer Firmengeschichte. Das alles haben wir nur gemeinsam geschafft, dank der Einsatzbereitschaft und der hervorragenden Leistung unserer Mitarbeiter!“, kommentiert Peter Gerstmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Zeppelin GmbH. „Ich freue mich, diese erfolgreiche Arbeit nun auch mit unseren neuen Kolleginnen und Kollegen in Nordeuropa fortzusetzen“.


Christian Dummler, Geschäftsführer und CFO der Zeppelin GmbH, ergänzt: „Unsere Renditekennzahlen konnten im Kontext der sehr guten Entwicklung nochmals verbessert werden und die Konzernverschuldung bewegt sich auch nach den Akquisitionen auf einem sehr konservativen Niveau. Wir nutzten das sehr gute Kapitalmarktumfeld in 2019 um
unseren Finanzierung unter Berücksichtigung der Zukäufe langfristig zu sichern. Wir freuen uns sehr über das auf Bonität A angehobene Rating der Creditreform AG und bleiben damit für unsere Kunden ein grundsolider und verlässlicher Geschäftspartner.“


„Diese hervorragenden Ergebnisse sind der Beweis, dass der Zeppelin Konzern die richtige Strategie und vor allem die richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Bord hat. Ich wünsche mir, dass wir mit der Übernahme der zusätzlichen Vertriebs- und Servicegebiete in Nordeuropa und den zahlreichen Produkt- und Serviceneuerungen diesen Erfolgskurs auch 2020 unter den nun neuen Voraussetzungen fortsetzen werden.“, kommentiert Andreas Brand, Vorsitzender des Aufsichtsrats des Zeppelin Konzerns.


Erweiterung des Vertriebs- und Servicegebietes nach Nordeuropa
Mit Wirkung zum 31. Dezember 2019 hat der Zeppelin Konzern die Verantwortung für den Vertrieb und Service von Caterpillar Produkten in Dänemark, Grönland und Schweden übernommen. Zusätzlich ging der Service und Vertrieb von Motoren der Marke MaK in den Ländern Estland, Lettland, Litauen, Finnland sowie Island und den Färöer-Inseln auf Zeppelin über. Durch die Übernahme der Vertriebsaktivitäten in Nordeuropa ist Zeppelin somit zum Jahresende 2019 auf rund 10.000 Mitarbeiter gewachsen. Das Unternehmen sieht durch seine jahrzehntelange Erfahrung als Caterpillar Vertriebs- und Servicepartner und die logistischen Synergien langfristig Wachstumspotentiale durch eine erfolgreiche Bearbeitung der zusätzlichen Märkte. Die neue Einheit wurde als Strategische Geschäftseinheit „Baumaschinen Nordics“ in die bestehende Konzernstruktur eingefügt und wird durch Volker Poßögel, bis dato Leiter der Strategischen Geschäftseinheit Power Systems, geführt.


Entwicklung der Strategischen Geschäftseinheiten
Dank des insgesamt stabilen wirtschaftlichen Umfeldes und der guten Marktpositionierung konnten alle Strategischen Geschäftseinheiten (SGE) eine positive Entwicklung verzeichnen.
Die Strategische Geschäftseinheit Baumaschinen EU konnte ihre führende Position in all ihren Märkten noch einmal ausbauen und sowohl Umsatz als auch Ergebnis gegenüber dem Vorjahr steigern. Die positive Entwicklung wurde vom guten wirtschaftlichen Umfeld in der Bauindustrie und von den Verkaufserfolgen auf der Weltleitmesse für Baumaschinen, der bauma in München, getragen. Durch die weiter gestiegene Maschinenpopulation und –
auslastung in den Vertriebsgebieten der SGE konnten die Servicekapazitäten optimal eingesetzt und erfreuliche Zuwächse auch im Servicegeschäft erzielt werden.


Die Strategische Geschäftseinheit Baumaschinen CIS konnte im Geschäftsjahr 2019 Umsatz und Ergebnis ausbauen. Die systematische Weiterentwicklung des Ersatzteil- und Kundendienstgeschäftes brachte deutliche Zuwächse zum Vorjahreswert. Das Geschäft mit Bergbaumaschinen in den Ländern der Region hat sich wieder erholt und trug wesentlich zu einer positiven Umsatzentwicklung und einem hohen Auftragsbestand bei.
Alle relevanten Märkte der Strategischen Geschäftseinheit Rental – Deutschland, Österreich, die Tschechische Republik sowie die Slowakische Republik – verzeichneten Wachstum. Die SGE profitierte von diesem Wachstum überproportional und konnte erstmals die Umsatzmarke von 500 Millionen Euro überschreiten. Durch den Erwerb der Luther Gruppe hat Zeppelin seine Kompetenz in der Verkehrssicherung und Verkehrstechnik nochmals deutlich gestärkt. Die Integration der bereits 2018 akquirierten Baustellen-Verkehrs-Technik GmbH wurde erfolgreich abgeschlossen.


Zum Ergebnis der Strategischen Geschäftseinheit Power Systems leisteten die Auslandsgesellschaften 2019 einen besonderen Beitrag. So konnten in Weißrussland und der Tschechischen Republik besondere Auftragserfolge im Neumotorenvertrieb realisiert werden. Der Ausbau des Servicevertriebs führte wiederum zu einer Steigerung des Umsatzes. Die weiterhin hohe Nachfrage nach alternativen Antrieben auf Hybrid- und LNG Basis für Fähren, Kreuzfahrt- und Spezialschiffe sicherte wichtige Aufträge und zukünftige Umsätze aus Wartungsverträgen. Erstmals konnte eine größere Anzahl von Systemen zur Ballastwasserbehandlung in Schiffen im Markt platziert werden. Auch im Segment Strom- und Wärmeerzeugung, Großanlagen für Data Center und Blockheizkraftwerke (BHKWs) blieb die Nachfrage auf einem hohen Niveau und führte zum Gewinn von verschiedenen Großaufträgen.
In der Strategischen Geschäftseinheit Anlagenbau wirkten sich erschwerte globale wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen sowie die sich abkühlende Konjunktur im Chemiebereich und die Unsicherheiten in der Automobilindustrie dämpfend auf das Geschäft in einzelnen Segmenten und Regionen aus. Trotz geringerer Umsatzerlöse konnte eine Verbesserung der Ertragskraft erreicht werden. Darüber hinaus ist es gelungen, den Auftragseingang im Geschäftsjahr 2019 mit verschiedenen Großprojekten im Bereich der Anlagen zur Kunststoffherstellung nochmals zu steigern.

Digitalisierung
Um alle Strategischen Geschäftseinheiten gezielt bei Innovationen und Digitalisierung zu unterstützen, wurde das Strategisches Management Center „Zeppelin Digit“ aufgebaut. In einer Querschnittsfunktion werden hier die Aktivitäten der Bereiche IT, Innovation, Digitalisierung und die bisherige Strategische Geschäftseinheit Z Lab zusammengeführt. Die Gesellschaft Z Lab GmbH wird auch künftig als Bereich von Zeppelin Digit digitale Geschäftsmodelle für die Bauwirtschaft und Industrie entwickeln.


Das digitale Angebot für die Kunden wurde auch 2019 weiter ausgebaut. Das reicht von der Einführung einer neuer Software zum Flottenmanagement bis hin zur breiten Markteinführung der Produkte zamics, klickrent und klickcheck, mit welchen unsere Kunden in der Bauwirtschaft ihre internen Prozesse vereinfachen oder auf einer unabhängigen Plattform Maschinen und Geräte mieten und vermieten können.


Ausblick Geschäftsjahr 2020
Für 2020 wird die prognostizierte Belebung der Weltwirtschaft nicht eintreten. Neben den anhaltenden Handelsstreitigkeiten und Sanktionen sowie der Unsicherheiten bezüglich der Modalitäten des Brexit hat die Corona-Pandemie die Weltwirtschaft in eine weitreichende Krise gestürzt, deren Auswirkungen derzeit noch nicht absehbar sind. Der massive Verfall des Ölpreises und die Auseinandersetzung zwischen Russland und Saudi-Arabien treffen zudem unsere Kernmärkte. Trotz der schwierigen Geschäftsaussichten sieht der Zeppelin Konzern Chancen für das aktuelle Geschäftsjahr. Die stabile Baukonjunktur und die zusätzlichen Investitionen in die öffentliche Infrastruktur in Deutschland könnten die erwarteten Umsatz- und Ertragsrückgänge durch die Corona-Pandemie und die Ölpreiskrise dämpfen.


Zeppelin wird sich in den bestehenden Geschäftsbereichen auf den Erhalt der marktführenden Position konzentrieren und das Servicegeschäft weiter ausbauen. In Nordeuropa wird sich der Konzern ganz auf die Integration der neuen Gesellschaften und Vertriebsgebiete fokussieren, die zukünftig weiteres Umsatzwachstum ermöglichen werden, auch wenn auf der Ergebnisseite zunächst von gewissen Belastungsfaktoren durch die Integration auszugehen ist. Neben dem Ausbau und der Stärkung des bestehenden Portfolios an Maschinen und Serviceleistungen stehen der Aufbau des Geschäfts mit Vermietung von Kompaktmaschinen, Baugeräten und Fördertechnik und die Erweiterung des Standort-Netzes im Mittelpunkt.


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Erschienen in Ausgabe: online

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