Bilanz - . Heiko Metzger

Führungsspitze der Konzern-Holding Zeppelin GmbH: Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung Michael Heidemann (li.), Vorsitzender der Geschäftsführung Peter Gerstmann (Mitte) und Geschäftsführer und CFO Christian Dummler (re.).    (Foto: DBU/Ralf Emminger)
Führungsspitze der Konzern-Holding Zeppelin GmbH: Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung Michael Heidemann (li.), Vorsitzender der Geschäftsführung Peter Gerstmann (Mitte) und Geschäftsführer und CFO Christian Dummler (re.). (Foto: DBU/Ralf Emminger)

Zeppelin Baumaschinen verbucht fünften Umsatzrekord in Folge

Gesamtkonzern steigert operatives Jahresergebnis auf 93,5 Millionen Euro

DBU/Berlin – Die Zeppelin Baumaschinen GmbH setzt ihre Rekordserie fort. Das Unternehmen mit Sitz in Garching bei München hat zum fünften Mal in Folge einen neuen Unternehmensrekord beim Jahresumsatz erzielt. Wie die Zeppelin Baumaschinen GmbH unserer Redaktion mitteilte, erwirtschaftete das Unternehmen 2017 einen Umsatz von 1,05 Milliarden Euro. Damit ist das Garchinger Unternehmen die umsatzstärkste Gesellschaft des Zeppelin-Konzerns (Zeppelin GmbH).

Zwischen Januar und Dezember 2017 hat die Zeppelin Baumaschinen GmbH 4.718 neue Maschinen und 3.537 Gebrauchtmaschinen ausgeliefert. Die Zahl der verkauften Maschinen liege jedoch noch höher, teilte ein Unternehmenssprecher dem BAUUNTERNEHMER mit. Verkaufte, doch noch nicht ausgelieferte Maschinen werden dem Auftragsbestand zugerechnet. Dieser lag, bezogen auf den Gesamtkonzern, zum Stichtag Ende 2017 mit 704 Millionen Euro deutlich über dem selbst gesetzten Ziel von 532 Millionen Euro.
Auch außerhalb Deutschlands lief der Baumaschinen-Handel des Zeppelin-Konzern besser als im Vorjahr. Wie die Unternehmensgruppe auf einer Pressekonferenz im April mitteilte, hat die strategische Geschäftseinheit (SGE) Baumaschinen EU im vergangenen Jahr mit 1,308 Milliarden Euro rund 8,5 Prozent mehr Umsatz einfahren als 2016. In dieser SGE hat der Zeppelin-Konzern sein Baumaschinen-Vertriebsgeschäft in Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn zusammengefasst. 47,5 Prozent des Konzern-Umsatzes 2017 erwirtschaftete diese SGE, die im Jahresschnitt 2.687 Mitarbeiter beschäftigte.

„Leichte Erholung“
Die SGE Baumaschinen CIS bündelt die Handelsaktivitäten des Zeppelin-Konzerns in Russland, Weißrussland, der Ukraine, Armenien und in den zentralasiatischen Republiken Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan (CIS = Commonwealth of Independent States; Gemeinschaft unabhängiger Staaten, GUS). Dieser Markt war in den vergangenen Jahren das „Sorgenkind“ des Konzerns. Zwischen 2013 und 2016 sank der erzielte Jahresumsatz um rund 47 Prozent auf 299 Millionen Euro, was stark politischen Gründen geschuldet war. Jedoch hätten diese Märkte im vergangenen Jahr eine „leichte Erholung“ gezeigt, schreibt Zeppelin. Der Jahresumsatz der SGE stieg um 43,8 Prozent auf 430 Millionen Euro. Der Konzern erhöhte die Zahl seiner Beschäftigten in diesem Geschäftsbereich binnen Jahresfrist um 68 Personen auf 1.673 Mitarbeiter – bleibt damit aber noch immer deutlich unter dem Beschäftigtenniveau aus 2014, als 1.810 Personen in der SGE Baumaschinen CIS tätig waren.
Zur „leichten Erholung“ trugen nach Zeppelin-Angaben unter anderem mehrere Großaufträge bei. So schloss der Zeppelin-Konzern 2017 in Armenien den größten Einzelauftrag seiner Firmengeschichte ab: Zur Erschließung und für den Betrieb einer Goldmine 170 Kilometer südöstlich der armenischen Hauptstadt Jerewan hat ein Kunde Bergbaumaschinen und -ausrüstung im Gesamtwert von 65 Millionen US-Dollar geordert (siehe DER BAUUNTERNEHMER Ausgabe Februar 2017).

Mietgeschäft schließt 2017 mit Rekordergebnis ab
Nicht nur im Handel, sondern auch im Vermietungsgeschäft mit Baumaschinen, -geräten und -ausrüstung verzeichnete Zeppelin 2017 ein Umsatzwachstum und erreichte ein neues Allzeithoch. Die SGE Rental erzielte im vergangenen Jahr 410 Millionen Euro Umsatz, rund 12,9 Prozent mehr als 2016. Der Anteil am Konzern-Gesamtumsatz beträgt 14,9 Prozent. Die SGE Rental ist in Deutschland, Österreich, Tschechien sowie der Slowakei aktiv und beschäftigte im abgelaufenen Jahr durchschnittlich 1.336 Mitarbeiter, 100 Personen mehr als 2016.

Konzern steigert operatives Ergebnis um fast neun Prozent
Der Zeppelin-Gesamtkonzern setzte im Berichtsjahr 2,75 Milliarden Euro um und erzielte somit einen Umsatzstieg von 16,5 Prozent. Das operative Konzernergebnis stieg gegenüber 2016 um rund 8,8 Prozent auf 93,5 Millionen Euro. Zum Wachstum trugen auch die Geschäftsbereiche bei, die nicht im Bereich Baumaschinen tätig sind. So verbuchte die SGE Power Systems, in der vorrangig das Motorenvertriebs- und -Servicegeschäft des Konzerns gebündelt ist, einen Jahresumsatz von rund 351 Millionen. Euro, was im Vergleich zum Wert aus 2016 ein Plus von 14,3 Prozent bedeutet.
Noch deutlicher fiel das Umsatzplus der SGE Anlagenbau aus, die 326 Millionen Euro umsetzte, rund 24,4 Prozent mehr als 2016.

Gute Baukonjunktur sorgt für positive Geschäftserwartungen
Der Zeppelin-Konzern erwartet für das laufende Jahr weiterhin „gute Markt- und Absatzchancen für Baumaschinen in Deutschland“. Als Grund für die Einschätzung nannte die Konzern-Spitze eine „anhaltend gute Baukonjunktur“, die sich auf eine „hohe Investitionstätigkeit in der Infrastruktur“ sowie auf „eine Wohnbautätigkeit auf unverändert hohem Niveau“ stütze.“

. Heiko Metzger

Erschienen in Ausgabe: Mai 2018| Seite 2

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