von Redaktion

Wohnungsbau: "Aufschwung nimmt weiter Fahrt auf"

Zahl der Baugenehmigungen ist im November um 12,5 Prozent gestiegen - Baugewerbe warnt vor Euphorie

Gute Nachrichten aus Wiesbaden: Die Zahl der Baugenehmigungen ist im November im Vergleich zum Vorjahresmonat nach neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamts um12,5 Prozent gestiegen. Dabei stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen im Neubau um 12,4 Prozent oder 1 800 auf 16 300. Die Zahl genehmigter Wohnungen, die durch den Umbau bestehender Gebäude entstehen, stieg um 12,6 Prozent oder 400 auf 3 800.

Die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen für die Baugenehmigungen  kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB): „Das sind gute Nachrichten. Der zarte Aufschwung der vergangenen Monate nimmt weiter Fahrt auf. Wir warnen aber eindringlich davor, sich von den Zahlen blenden zu lassen: Noch immer klafft eine riesige Lücke zwischen Genehmigungen und Bedarf im Land. In diesem Jahr werden voraussichtlich nur 225.000 Wohnungen fertiggestellt – angesichts des massiven Wohnungsbedarfs ist das dramatisch wenig. Wir dürfen uns an den Wohnungsmangel nicht gewöhnen."  
 

Wohnungsbau: "EH-55-Plus-Förderung ist wichtiger Schritt"

 
Pakleppa weist daraufhin. dass  für einen nachhaltigen Aufschwung im Wohnungsbau sich die Rahmenbedingunen für die Bauwirtschaft weiterhin verbessern müssen.  "Die neue EH 55-Plus-Förderung ist ein wichtiger Schritt. Aber: Bauherren brauchen verlässliche Perspektiven, keine jährlichen Förderprogramme mit unsicherem Ausgang. Wer heute plant, muss wissen, dass die Unterstützung auch übermorgen noch steht. Deshalb muss die EH 55-Plus-Förderung verstetigt und die Beschränkung auf den Bauüberhang aufgehoben werden. Nur mit langfristig angelegten Rahmenbedingungen verwandeln wir die Stabilisierung in einen echten Wohnungsbauschwung.“  
 

 

Wohnungsbau: Aufwärtstrend bei Ein- und Mehrfamilienhäusern hält an

Im Zeitraum von Januar bis November 2025 wurde  in Deutschland der Bau von 215 500 Wohnungen in neuen sowie bereits bestehenden Gebäuden genehmigt. Das waren 11,3 Prozent oder 21 900 Wohnungen mehr als von Januar bis November 2024, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit-

In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis November 2025 insgesamt 175 200 Wohnungen genehmigt, das waren 13,9 Prozent oder 21 400 Neubauwohnungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 17,0 Prozent  (+5 900) auf 40 700. Bei den Zweifamilienhäusern nahm die Zahl genehmigter Wohnungen um 1,6 Prozent (-200) auf 11 500 ab. In Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart, genehmigten die Bauaufsichtsbehörden 114 800 Neubauwohnungen. Das war einen Anstieg um 13,5 Prozent (+13 700) gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Zahl der genehmigten Wohnungen in Wohnheimen stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 32,9 Prozent (+2 000) auf 8 200 Wohnungen.

In neuen Nichtwohngebäuden wurden von Januar bis November 2025 insgesamt 3 500 Wohnungen (-15,7 Prozent; -700) genehmigt. Hierunter fallen zum Beispiel Hausmeisterwohnungen in Schulgebäuden oder Wohnungen in Innenstadtlagen über Gewerbeflächen.

Als Umbaumaßnahme in bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden wurden von Januar bis November 2025 insgesamt 36 800 Wohnungen genehmigt, das waren 3,1 Prozent oder 1 100 Wohnungen mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2024.

Bild: Felix Pakleppa (Foto: ZDB)

 
 
 
 

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Erschienen in Ausgabe: online

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