von Redaktion

Sorge um Erhalt der kommunalen Abwassernetze

Veröffentlichtes "Branchenbild 2025" benennt die drei Grundsäulen der kommunalen Leitungsinfrastruktur

Mit dem „Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft 2025“ sind drei Grundpfeiler für die künftige Entwicklung bei der unterirdischen Leitungsinfrastruktur in den Blickpunkt gerückt worden: Widerstandsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit.

Schwerpunkt ist dabei die Sicherung des kommunalen Anlagevermögens der Wasserwirtschaft. In Deutschlands Städten und Gemeinden stellt die unterirdische Entwässerungsinfrastruktur – mit einem Wiederbeschaffungswert von rund 746 Milliarden Euro – den bedeutendsten kommunalen Sachwert dar. Um diesen gigantischen Infrastrukturwert generationenübergreifend zu sichern, bedürfe es Werkstoffen, die auf maximale Nutzungsdauer bei gleichzeitiger Erfüllung von Nachhaltigkeitsparametern ausgelegt sind.

FBS: "Beständigkeit von über 100 Jahren"

Der Bundesfachverband Betonkanalsysteme FBS nahm dieses Grundverständnis zum Anlass, um auf die Vorzüge seiner Lösungen aufmerksam zu machen. "Betonkanalsysteme ermöglichen durch ihre nachgewiesene Beständigkeit von über 100 Jahren und ihre Recyclebarkeit die erforderliche ökonomische Nachhaltigkeit und tragen aufgrund ihrer Wirtschaftlichkeit zu einem langfristigen Substanzerhalt bei", heißt es in einer Mitteilung von Mitte Januar.

"Das 'Branchenbild' macht deutlich, dass die Abwasserentsorgung ein Bestandteil der kritischen Infrastruktur und damit für die Sicherheit in unseren Kommunen relevant ist“, erklärt FBS-Geschäftsführer Markus Lanzerath. Der FBS verstehe sich als fachkundiger Begleiter der Branche. "Unser Ziel ist es, den Betreibern von Entwässerungsnetzen Lösungen aufzuzeigen, die den Anforderungen an die Entsorgungssicherheit und den Werterhalt im Spannungsfeld von Daseinsvorsorge und ökologischer sowie ökonomischer Nachhaltigkeit gerecht werden", teilte Lanzerath mit. Beton könne dabei seine Vorteile ausspielen und mit seinen Eigenschaften überzeugen, ist er sich sicher.

Lanzerath: Massive Bauweisen mit systemimmanenten Vorteilen

Die im 'Branchenbild' geforderte Anpassung der Entwässerungsnetze an Extremwetterereignisse erfordert eine Infrastruktur, die aktuellen und zukünftigen Einwirkungen sicher standhält. Massive Bauweisen aus Beton bieten laut Lanzerath systemimmanente Vorteile: Lagestabilität, Auftriebssicherheit und statische Robustheit gelten als entscheidende technische Voraussetzungen, um die Funktionsfähigkeit der Netze bei Starkregen oder Hochwasser sicherzustellen. Mit dem Werkstoff Beton gehe flexible Gestaltung jeglicher Bauteilgeometrien einher. Zudem bieten die Betriebe ein breites Produktportfolio mit Fokus auf Regenwassermanagement an. Das seien wesentliche Systembestandteile moderner Konzepte zur Klimafolgenanpassung.

Das "Branchenbild 2025" unterstreicht zudem die Bedeutung der Herstellerverantwortung. Dort setzen dem Verband zufolge die Betonkanalsysteme bereits bei der Herstellung an: "Über fast alle Nennweiten hinweg weisen sie einen vorteilhaften CO2-Fußabdruck auf und unterstützen so von Grund auf die ökologischen Nachhaltigkeitsziele der Branche, heißt es dort. Ergänzt werde das durch die 100-prozentige stoffliche Recyclingfähigkeit von Betonbauteilen. Hinzu kämen regionale Wertschöpfungsketten, so dass die Mitgliedsunternehmen des FBS eine technisch fundierte Antwort auf die Forderung nach einer konsequenten Kreislaufwirtschaft anbieten können.

Foto: Pixabay/yomotojo

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