. Jasch Zacharias

Sophia Thomalla ist Gesellschafterin der Firma Schüttflix in Ostwestfalen. (Foto: Schüttflix)

Sophia Thomalla fährt jetzt Schüttgut aus

TV-Star investiert als Bauunternehmerin in Startup Schüttflix – 50 Prozent Wachstum im Monat

DBU/Berlin  – Von ihren Fans wird TV-Star Sophia Thomalla („Genial daneben“) gern in Sexy-Posen auf Hochglanzfotos wahrgenommen. Auf ihrer Instagram-Seite sammelt sie dabei Hunderte anerkennende Kommentare der Marke „Du heißes Gerät“ und „Zum Angraben“. Seit Kurzem räkelt sich die langbeinige 30-Jährige nun als Kalender-Model in Schüttgut. Quasi in ihrem eigenen. Denn Sophia Thomalla ist jetzt Bauunternehmerin, Gesellschafterin der Firma Schüttflix aus Gütersloh in Ostwestfalen.

Das erst im Jahr 2018 gegründete Start-up verbindet Baustoffproduzenten und Spediteure per Online-Plattform mit potenziellen Kunden der Bauwirtschaft. Konkret geht es vorwiegend um die Bestellung, Lieferung und Abholung von Schüttgut. Unter anderem Sand, Kies, Schotter. Sophia Thomalla scheint da genau in die richtige Kiste gestiegen zu sein. Denn das Geschäft könnte kaum besser laufen. „Ich bin mit echten Kerlen groß geworden. Harte ehrliche Arbeit zahlt sich immer aus – den Satz habe ich oft gehört. Und er stimmt!“, sagt die gern provokant auftretende und vielseitige Tochter der Schauspielerin Simone Thomalla (54).

Schüttflix ist die erste und bislang einzige Online-Plattform ihrer Art. Schon zehn Monate nach der Gründung hat Schüttflix nach eigenen Angaben einen Umsatz von mehr als einer Million Euro erwirtschaftet. Mehr als 50.000 Tonnen Material sind transportiert worden. Der Umsatz steigt laut Unternehmensangaben von Monat zu Monat um durchschnittlich mehr als 50 Prozent. Die Idee für Schüttflix hatte Christian Hülsewig, der davor bei Microsoft und der Bertelsmann-Tochter Arvato beschäftigt war. Gemeinsam mit dem, Gütersloher Bauunternehmer Thomas Hagedorn meldete Hülsewig die neue Firma an.
Bereits jetzt habe das Start-up 420 Partnerfirmen. Bis Ende 2020 solle per App deutschlandweit geliefert werden. Ehrgeiziges Ziel ist es, das Amazon der Schüttgut-Branche zu werden, gibt Hagedorn selbstbewusst an.

Und das kann gut gelingen. Denn das Prinzip ist einfach, die Anwendung der App noch einfacher: Ein Bauunternehmer braucht Schotter und registriert sich. Die App zeigt ihm die besten Schotterlieferanten in seiner Umgebung an, kalkuliert Zeit, Kilometer und gibt Beispiele für die Gesamtkosten. Dann werden Lieferzeit und Abladeort festgezurrt. Und wenn die Lieferung unterwegs ist, können die Kunden sie auf der App verfolgen.

Der Spaß kommt für Sophia Thomalla und ihre Fans dabei kaum zu kurz. Denn die Firma braucht keine fremden Fotomodelle mehr für Werbeshootings. Für den Schüttflix-Kalender liefert die Chefin selbst ab. Wohl nicht zum letzten Mal. Die erste Auflage mit den lasziven Fotos der in Berlin geborenen Brünetten ist bei Erscheinen dieser „Der BauUnternehmer“-Ausgabe jedenfalls mit großer Wahrscheinlichkeit bereits vergriffen.

. Jasch Zacharias

Erschienen in Ausgabe: Februar 2020 | Seite01

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