Strassenbau - von

Sicher über die Berliner Avus

Verkehrssicherung für das „Kleeblatt Zehlendorf“

Berlin – Im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz wird das zwischen 1938 und 1941 erbaute Brückenbauwerk der Anschlussstelle Zehlendorf aufgrund seines schlechten baulichen Zustands in zwei Hauptbauphasen komplett abgebrochen und neu gebaut. Für die fachgerechte Verkehrssicherung während der Bauarbeiten sorgt das Kompetenz-Center für Baustellen- und Verkehrssicherung von Zeppelin Rental in Berlin-Siemens­stadt.

Das zu Baubeginn im September vorigen Jahres 75 Jahre alte Brückenbauwerk Zehlendorf ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Südwesten von Berlin. Es überführt die Potsdamer Chaussee (Bundesstraße B 1) über eine der wohl bekanntesten Straßen Deutschlands – die Avus (Automobil-Verkehrs- und Übungsstraße).

Letztere wurde 1921 als die erste ausschließliche Autostraße Europas eröffnet und ist heute Teil der Bundesautobahn A 115, die eine der wichtigsten überregio­nalen Verkehrsanbindungen für den Wirtschafts- und Individualverkehr von und nach Berlin darstellt. Die in Form eines Kleeblatts ausgebildete Anschlussstelle Zehlendorf mit dem dazugehörigen Kreuzungsbauwerk ist einschließlich der Zu- und Abfahrten verkehrlich hoch belastet.

Um zu gewährleisten, dass der Verkehr auch während der Bauarbeiten weiter fließt, setzt das ausführende Bauunternehmen auf die Baustellen- und Verkehrssicherung von Zeppelin Rental.

Das in Berlin-Siemensstadt ansässige Kompetenz-Center erstellte zunächst auf Basis der Unterlagen eines Ingenieurbüros einen detaillierten Verkehrsführungs- und Verkehrszeichenplan für die gesamte Baumaßnahme und verantwortet nun dessen Umsetzung.

Der Neubau der Brücke erfolgt in mehreren Abschnitten. In der ersten Hauptphase, die gerade in vollem Gange ist, wird der nördliche Teil der bestehenden Brücke zurückgebaut und das neue Teilbauwerk über die A 115 errichtet. Währenddessen sorgt Zeppelin Rental für die Überführung der B 1 in beiden Fahrtrichtungen über die südlichen Bestandsbauwerke.
In der zweiten Hauptbauphase werden analog zur ersten Phase die südlichen Bestandsteilbauwerke zurückgebaut und der Verkehr der Potsdamer Chaussee wird über die neu errichtete nördliche Brückenhälfte geführt.

Damit die A 115 auch während der Bauzeit in beiden Richtungen zweistreifig befahrbar bleibt und gleichzeitig Platz für die Bauarbeiten geschaffen werden konnte, wurde die Fahrbahnbreite mithilfe von gelber Markierungsfolie reduziert. Die dadurch für Bauarbeiten freigewordene Fläche, wurde von Zeppelin Rental im Brückenbereich zusätzlich durch Betonleitwände von der Fahrbahn getrennt, um die Sicherheit der Autofahrer sowie der Bauarbeiter zu gewährleis­ten. LED-Tafeln vor und nach der Brücke machen Verkehrsteilnehmer zudem auf die nahende Baustellenausfahrt aufmerksam und sorgen für sichere Fahrt.

Insgesamt wird Zeppelin Rental im Laufe der Bauarbeiten 16.000 Meter Fahrbahnmarkierungs­folie aufbringen und hunderte Meter Betonleitwände, zahlreiche Verkehrszeichen, Hinweisschilder und mobile Lichtsignalanlagen installieren. Eine eigens durch Zeppelin Rental produzierte Hinweistafel informiert Verkehrsteilnehmer über die Eckdaten des Bauprojekts. Das Kompetenz-Center für Baustellen- und Verkehrssicherung führt während der gesamten Bauzeit, die Anfang 2019 enden soll, tägliche Kontrollfahrten durch, um den Zustand der Sicherungsmaßnahmen zu überprüfen.

Neben der reinen Verkehrssicherung der Baustelle kümmert sich Zeppelin Rental auch um die Reduktion zusätzlicher Gefahrenquellen.
Um Auffahrunfälle zu vermeiden, wurde eine mobile LED-Stauwarnanlage installiert. Diese misst das Verkehrsaufkommen an zwei separaten Punkten vor der Baustelle und steuert vollautomatisch die Anzeige der Symbole „Staugefahr“ und „Stau“, damit Autofahrer frühzeitig vor einem nahen Stauende gewarnt werden und dementsprechend reagieren können. Während die Akkus, die die Stauwarnanlage mit Energie versorgen derzeit noch alle zehn Tage gewechselt werden müssen, wird sich der Wartungsaufwand durch die baldige Installation von Solarmodulen deutlich verringern.

Eine besondere Herausforderung stellt der teilweise sehr enge Zeitrahmen dar, der für die Ausführung der Verkehrssicherungsmaßnahmen zur Verfügung steht. Für den Abriss der Bestandsbrückenteile und den Einbau der neuen Teilbauwerke werden in beiden Bauphasen je zwei Vollsperrungen der A 115 an Wochenenden erforderlich.

Damit das ausführende Bauunternehmen zügig mit den entsprechenden Arbeiten beginnen kann, müssen die Vollsperrungen jeweils an einem Freitagabend ab 22 Uhr schnellstmöglich errichtet werden. Sobald dann an dem jeweils darauffolgenden Montagmorgen die Abbruch- beziehungsweise Einbauarbeiten abgeschlossen sind, wird unverzüglich die neue Verkehrsführung eingerichtet. Erst dann kann der Verkehr endlich wieder weiter rollen.

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Erschienen in Ausgabe: Mai 2017 | Seite 21

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