von Redaktion
Serielle Fertigung von Ziegelmodulen aufgenommen
Leipfinger-Bader setzt auf eine Hybridbauweise mit Betonbodenplatten, massiven Ziegelwänden und einer tragenden Holzdecke
Schlüsselfertige Ziegelmodule in Serie – das produziert der Hersteller Leipfinger-Bader erstmals seit Herbst in seinem neuen Werksstandort Pfeffenhausen unweit des Hauptsitzes Vatersdorf (Niederbayern).
Die Module eignen sich für die Errichtung von Büro- und Gewerbebauten sowie Wohnheimen beispielweise für Studenten, Auszubildende oder Saisonarbeitskräfte. Darüber hinaus können sie die Grundlage für Ergänzungsbauten etwa zur Erweiterung von Seniorenheimen bilden. Leipfinger-Bader will die in Pfeffenhausen hergestellten Bausysteme auch international als „Ziegelmodule“ – mit großen Lettern – vermarkten.
Die ersten gefertigten Module verfügen über eine Grundfläche von 27 Quadratmetern, sind jedoch individuell nach Projektanforderung anpassbar. Dank des verwendeten Außenmauerziegels „Coriso W08“ in einer Wandstärke von 36,5 Zentimetern erreichen sie die Effizienzhausstufe 40 der KfW mit Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) – und das ohne zusätzliche Dämmung.
Förderung nach KfW-Programm 296 möglich
Diese Eigenschaften ermöglichen den Zugang zu staatlichen Förderungen, beispielsweise zu Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Dazu gehört beispielsweise ein Förderkredit „Klimafreundlicher Neubau im Niedrigpreissegment – Wohngebäude“ (KfW-Programm 296), der besonders attraktive Zinsbedingungen für Neubau und Erstkauf von klimafreundlichen und flächeneffizienten Wohngebäuden bietet.
Leipfinger-Bader setzt auf eine Hybridbauweise mit Betonbodenplatten, massiven Ziegelwänden und einer tragenden Holzdecke. Die Innenflächen sind dabei werkseitig verputzt. Jede Modul-Einheit wird komplett mit Bad, Elektroinstallation und Bodenaufbau ausgeliefert. Der Estrichziegel von Leipfinger-Bader bietet dabei als belastbarer, feuchtigkeitsunempfindlicher keramischer Trockenestrich eine solide Basis für sämtliche Arten von Bodenbelägen wie beispielsweise Recyclingkunststoff – optisch wie Fliesen, funktional und nachhaltig zugleich. Dank langlebiger Materialien und durchdachter Konstruktionen eignen sich die Küchen auch für stark beanspruchte Umgebungen. Das Heizkonzept richtet sich nach den Vorgaben des Auftraggebers.
Aus zwei Modulen wird mit Durchbruch eine Wohneinheit
Bei den ersten beiden Projekten werden jeweils zwei Module zu einer Wohneinheit zusammengefügt. Dies geschieht durch einen Mauerdurchbruch mit Verbindungstür. Ein Modul beherbergt dabei Bad und Küche, ein weiteres dient als Schlafraum und wird seitens des Bauherrn mit Möbeln ausgestattet.
Durch die flexible Modulbauweise sind individuelle Grundriss-Lösungen problemlos möglich. Zudem kann jedes Wohnbauvorhaben aufgrund der massiven Ziegelbauweise nach Bedarf problemlos umgenutzt werden – zum Beispiel von der Mitarbeiterunterkunft zum Büroraum oder klein- und größerteiligem Mietobjekt.
Foto: Leipfinger-Bader
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