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Der Neubau des Sport- und Freizeitbads am Brauhausberg entsteht in zentraler Lage unweit des Hauptbahnhofs.  (Foto: Cemex Deutschland / Armin Okulla)
Der Neubau des Sport- und Freizeitbads am Brauhausberg entsteht in zentraler Lage unweit des Hauptbahnhofs. (Foto: Cemex Deutschland / Armin Okulla)

Schwimmbad-Neubau in Potsdam

Betonqualität im Technikgeschoss

Rüdersdorf – Die Brandenburger Landeshauptstadt investiert in den Schwimmsport: Der Neubau des Sport- und Freizeitbads am Brauhausberg entsteht auf einem Grundstück von zirka 18.000 Quadratmeter in zentraler Lage unweit des Hauptbahnhofs. Über eine Bauzeit von etwa zwei Jahren wächst hier ein Gebäudekomplex mit 19.300 Quadratmetern Bruttogeschossfläche und einem Bruttorauminhalt von 113.600 Kubikmetern. Das Schwimmbad am Brauhausberg ist zurzeit eine der größten Baustellen in Potsdam.

Die Firmengruppe um die Glass GmbH Bauunternehmung führt das Projekt im Rohbau aus. Mit der Betonversorgung der Großbaustelle hat sie die Cemex Deutschland AG betraut. Zwischen dem Frühjahr 2015 und dem Frühjahr 2016 produziert das Transportbetonwerk Potsdam mehr als 17.000 Kubikmeter Beton mit erhöhtem Wassereindringwiderstand bis zu einer Güte von C45/55 für die Fundamente, Innen- und Außenwände, Decken, Stützen, Unterzüge und Wasserbecken.
„Allein für die Herstellung der Bodenplatte hat die Baustelle 5.250 Kubikmeter WU-Beton abgerufen. Den Einbau hat unsere Betonförderung mit Großmastpumpen bis M52 unterstützt“, erklärte Torsten Schiller vom Key Account Management der Cemex Deutschland AG. „Die betontechnologischen Ansprüche sind außergewöhnlich hoch. Dabei werden die konstruktiv und baustofftechnisch schwierigsten Bauteile den Augen der Badegäste verborgen bleiben: Im Technikgeschoss unterhalb des Schwimmbads liegen große Rohwasserspeicher, die einen Teil der Wassermenge der Schwimmbecken bereithalten, aufbereiten und säubern werden. Diese Wasserbehälter im Tiefgeschoss bestehen aus einem Beton der Druckfestigkeitsklasse C35/45 und der Expositionsklasse XF2 XF3 XD2.
„Um hier allen Anforderungen des Bauherren gerecht zu werden, war bei der Einstellung des Betons viel Fingerspitzengefühl nötig“, meint Jörg Hölzgen, Leiter der Cemex-Betonprüfstelle Potsdam. „Die Rissbreitenbegrenzung war anspruchsvoll. Zum Teil waren bei der Oberflächenqualität ebenso hohe Standards zu erfüllen wie bei Sichtflächen. Doch zugleich hatten wir es aufgrund der konstruktiven Durchbildung im Grunde mit einem Massenbeton zu tun, auch wenn die Bauteile nur etwa 40 Zentimeter stark waren. Gefordert war eine Betonkonsistenz im oberen F4-Bereich, denn die Bauteile waren extrem stark bewehrt. Wir haben den für die Expositionsklasse erlaubten Mindestzementgehalt von 270 Kilogramm eingesetzt. Im Rahmen unserer Eigenüberwachung wurde dieser Beton besonders intensiv begutachtet.“
Um die Zwangsspannungen so gering wie möglich zu halten, kam ein Hochofenzement mit niedriger Hydratationswärmeentwicklung aus dem Werk Eisenhüttenstadt der Cemex Zement GmbH zum Einsatz. Mit Hilfe von Zusatzmitteln der Cemex Admixtures GmbH stellten die Transportbetonspezialisten die benötigte Konsistenz zielgenau ein.

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Erschienen in Ausgabe: August 2016 | Seite 9

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