von Jasch Zacharias
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder kam nur bis Remagen
Minister-Reise nach Berlin scheiterte am Wetter
Als engagierter Verfechter von E-Mobilität hatte Patrick Schnieder (CDU) zuletzt in Zeiten von Eis, Schnee und Rekordkälte einen sehr schweren Stand. So saß der Verkehrsminister der (noch) drittgrößten Volkswirtschaft der Welt, in Remagen auf einem vereisten Provinz-Bahnhof fest, während er in der Hauptstadt Berlin von Hunderten Unternehmern beim Tag der mittelständischen Bauwirtschaft sehnlichst erwartet wurde.
Dass die von ihm mitverantwortete Deutsche Bahn schon lange nicht mehr als zuverlässig gilt, so wie noch in den 1960er-Jahren, als die damalige Staatsbahn mit dem Slogan: „Alle reden vom Wetter. Wir nicht“ warb, gehört heutzutage zum Basiswissen der Allgemeinheit. Jedes Kind weiß schließlich: Die vier ärgsten Widersacher der Deutschen Bahn sind im Zeitalter CO2-freier E-Mobilität Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Dennoch stärkt das nicht gerade das Vertrauen der ohnehin schon zurzeit schwer gebeutelten deutschen Wirtschaft in die eigene Bahninfrastruktur, wenn selbst der Bundesverkehrsminister daran scheitert, binnen eines Tages schlappe 600 Kilometer auf der Schiene zurückzulegen.
Die Bauwirtschaft steht bereit, den passionierten Bergwanderer Schnieder dabei zu unterstützen, dass unter seiner Ägide die Mobilität hierzulande nicht auf den Stand einer deindustrialisierten Öko-Steppe oder gar ins Postkutschenzeitalter des Vormärz zurückfällt: E-Mobilität ist zwar mitunter gar nicht schlecht, zukunftsorientierte Technologieoffenheit aber besser. Wirtschaft und Beruftstätige haben zuverlässige Mobilität nicht nur verdient, sie sind auch darauf angewiesen.
Bild: Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU). ( Foto: Tobias Koch/ Pressefoto BMV)
von Jasch Zacharias
Erschienen in Ausgabe: Seite1| März 2026