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Der neue 10-Tonnen-Mobilbagger EW100 von Wacker Neuson erreicht Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 40 Kilometern pro Stunde. (Foto: Wacker Neuson)
Der neue 10-Tonnen-Mobilbagger EW100 von Wacker Neuson erreicht Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 40 Kilometern pro Stunde. (Foto: Wacker Neuson)

Schnell und effizient

Der neue 10-Tonnen-Mobilbagger EW100 von Wacker Neuson

München (Bayern) – Große Flexibilität, hohe Effizienz und der unkomplizierte Transport auf der eigenen Achse machen Mobilbagger in Bauunternehmen und Kommunen so beliebt. Der neue 10-Tonnen-Mobilbagger EW100 von Wacker Neuson kann sich bei diesen Eigenschaften und durch seine Leistungswerte besonders hervortun.

Der EW100 ist nach Angaben des Herstellers der schnellste Mobilbagger seiner Klasse – mit einer maximalen Geschwindigkeit von 40 km/h. Der 117 PS-Dieselmotor, der bereits die Motornorm Tier IVi erfüllt, sorgt für eine hohe Arbeitsleistung.
Kraftstoff-Einsparungen von bis zu 20 Prozent werden durch ein optimiertes Hydrauliksystem und den neuen Betriebsmodus ECO erzielt. Im ECO-Modus wird die Drehzahl reduziert und die Pumpenleistung angepasst – das sorgt für besonders verbrauchsarmes Arbeiten.

Wacker Neuson kennzeichnet besonders umweltfreundliche und effiziente Produktlösungen mit einem eigenen ECO-Siegel, das auch der neue Mobilbagger EW100 trägt. Neben dem ECO-Modus können Anwender auch auf LOW umschalten, für langsames und besonders feinfühliges Arbeiten, oder den Power Modus HI für maximale Pumpenleistung und kraftvolles Arbeiten auswählen.
Der EW100 ist serienmäßig mit Verstellausleger für eine hohe Beweglichkeit des Arms ausgestattet. Für den Bagger gibt es zwei Löffelstielvarianten – so kann mit Verstellausleger ein langer Löffelstiel gewählt werden.
Bessere Bedienerfreundlichkeit wird dank eines Fahrpedals – sowohl für die Straßenfahrt als auch den Arbeitsbetrieb – erreicht. Das Pedal ist wie beim Auto rechts angeordnet.
Ein Display gibt dem Fahrer einen schnellen Überblick über den Betriebszustand. Neu ist auch das Jog Dial System: Über einen Dreh-Drück-Knopf wird das Menü ganz einfach und intuitiv mit einer Hand bedient.

Viele Funktionen sind zudem über den Joystick zu bedienen, darunter ein Tempomat für die optimale Geschwindigkeit, etwa für die Langsamfahrt mit diversen Anbaugeräten wie einer Kehrmaschine, oder eine Feststelltaste für den Dauerbetrieb eines Hydraulikhammers.
Durch die vielfältigen Möglichkeiten den Joystick zu belegen, kann der Fahrer viele Funktionen bedienen, ohne die Hände vom Joystick nehmen zu müssen. Doch nicht nur die Bedienung, auch die Wartung des EW100 ist einfach und anwenderfreundlich. Der bewährte Wartungszugang mit dem seitlich angebrachten Motor, einer großen und weit öffnenden Motorhaube und der kippbaren Kabine wird durch ein neues Wartungsdiagnosetool ergänzt, das Fehlercodes direkt auf einem Tablet anzeigt. Fahrer profitieren zudem von den optimierten Ergonomie- und Sicher­heitsstandards des Mobilbaggers. In der Kabine sorgt ein Farbschema der Kippschalter für eine leichtere Orien­tierung und trägt dazu bei, Fehler zu vermeiden.
Um eine ungewollte Bewegung der Maschine oder Ausrüstung während oder unmittelbar nach dem Startvorgang zu verhindern, muss zum Starten des Dieselmotors der linke Steuerhebelträger hochgeklappt werden. Für mehr Sicherheit sorgt darüber hinaus die optionale Rückfahrkamera.
Ein sicherer und stabiler Stand wird durch die Abstützoptionen mit Planierschild hinten und Pratzen vorne oder Pratzen hinten und vorne auch in schwierigem Gelände erreicht. Die drei Lenkarten Einfachlenkung, Allradlenkung und Hundegang sorgen für eine größere Beweglichkeit des Mobilbaggers: In der Einfachlenkung kann sich der Mobilbagger beispielsweise im Straßenverkehr bewegen, die All­radlenkung ermöglicht einen extrem kleinen Wendekreis und der Hundegang hilft beim parallelen Versetzen des Baggers, zum Beispiel um an eine Wand heranzufahren.

 

Interview mit Andreas Gstöttenbauer, Leiter Produktmanagement Wacker Neuson Linz GmbH

 

Der BauUnternehmer (DBU): Der EW100 zeichnet sich durch hohe Geschwindigkeit und große Flexibilität aus. Für welche Einsätze wurde die Maschine entwickelt? Welche Zielgruppe will Wacker Neuson mit der Maschine erreichen?
Andreas Gstöttenbauer: Mobilbagger kommen vielfach bei Unternehmen im Hoch-, Tief- und Kabelbau zum Einsatz, aber auch bei größeren Galabau-Betrieben und in Kommunen.
Der EW100 ist in vielfacher Hinsicht ein Vorreiter: Die Kabinenausstattung und die Bedienung sind schon fast auf Automobilniveau, der Bagger ist zudem auf dem neuesten Stand der Technik mit einem minimierten Kraftstoffverbrauch und Einsparungen von bis zu 20 Prozent durch ein optimiertes Hydrauliksystem und den neuen Betriebsmodus ECO.
Gerade im innerstädtischen Bereich können die Mobilbagger von Wacker Neuson ihre Vorteile ausspielen: sie sind schnell, kompakt und wendig und bringen eine sehr gute Hubkraft mit. Unsere Kunden schätzen, dass sie den Bagger bei Bedarf ohne LKW-Transport schnell und unkompliziert auf eine andere Baustelle umsetzen können. Hier kann die 40km/h-Variante des EW100 besonders punkten, die den EW100 zum schnellsten Mobilbagger seiner Klasse macht.

DBU: Der Mobilbagger ist mit dem ECO-Siegel gekennzeichnet. Welche Kriterien zieht Wacker Neuson zur Vergabe des ECO-Siegels heran? Welche Maschinen des Konzerns haben das Siegel erhalten?
Gstöttenbauer: Mit dem ECO-Siegel macht Wacker Neuson auf Produkte und Lösungen aufmerksam, die in puncto Wirtschaftlichkeit (ECOnomy) und Umweltschutz (ECOlogy) zeigen, wie hervorragend beide Anforderungen unter einen Hut zu bringen sind und dem Kunden echten Nutzen stiften.

Der EW100 wurde mit dem ECO-Siegel ausgezeichnet, da durch den neuen Motor (Tier IVi) und ein optimiertes Hydrauliksystem im Betriebsmodus ECO ein minimierter Kraftstoffverbrauch mit Einsparungen von bis zu 20 Prozent erzielt werden kann.
Im ECO-Modus wird die Drehzahl reduziert und die Pumpenleistung angepasst; gleichzeitig kann die Motorleistung um bis zu 15 Prozent gesteigert werden – das sorgt für besonders verbrauchsarmes Arbeiten und ist ein Plus für die Umwelt und den Geldbeutel.
Energieeffizienz, Umweltschutz und Fortschrittsdenken stehen bei Wacker Neuson übrigens schon lange auf der Agenda. Das zeigen einige bewährte Lösungen. Der eigens von Wacker Neuson entwickelte WM 80-Motor beispielsweise unterschreitet alle aktuellen und für die Zukunft bekannten Emissionsgrenzwerte deutlich. Zweitaktstampfer und Benzinhämmer sind mit dem WM 80-Motor ausgestattet.
Der Zweitaktstampfer von Wacker Neuson ist der Benzinstampfer mit den geringsten Gesamtemissionen am Markt. So haben Kunden bereits heute die Sicherheit, mit einem zukunftsfähigen System zu arbeiten und gleichzeitig den Bediener vor Emissionen zu schützen. Dafür gibt es das ECO-Siegel. Ebenso für den Benzinhammer EH 100, der durch seine Abbruchleistung mit 100 Joule Einzelschlagenergie an die Kraft von vergleichbaren Lufthämmern mit Kompressoren herankommt, aber eine deutlich wirtschaftlichere und umweltfreundlichere Alternative ist. So können über die Gerätelaufzeit CO2-Einsparungen von bis zu 1,2 Tonnen und bis zu 5.500 Euro geringere Treibstoffkosten erreicht werden.
Ebenfalls ein ECO-Produkt: der Wacker Neuson Bagger 803 dual power. Mit der Option dual power kann an den Minibagger zusätzlich zum Standard-Dieselmotor das externe elektro-hydraulische Antriebsaggregat HPU8 angeschlossen werden. Durch das Aggregat wird der Bagger rein elektrisch und vollkommen emissionsfrei betrieben. Unternehmer verfügen mit dem 803 dual power über eine Maschine, die die Eigenschaften eines konventionellen Dieselbaggers mitbringt, gleichzeitig bei Bedarf aber auch ein Sondergerät für emissionsfreies Arbeiten ersetzt. Das spart Kosten, sorgt für eine höhere Maschinenauslastung und erweitert die Einsatzmöglichkeiten des Minibaggers deutlich. Zudem wurde das Überlastschutzsystem Vertical Lift System für Teleskoplader mit dem ECO-Siegel ausgezeichnet.

DBU: Der EW100 verfügt über drei Lenkungsarten – Einfachlenkung, Allradlenkung, Hundegang. Wie kann der Fahrer zwischen den verschiedenen Lenkungsarten wechseln? Wie funktioniert der Hundegang, mit dem sich die Maschine parallel versetzen lässt?
Gstöttenbauer: Die drei Lenkarten Einfachlenkung, Allradlenkung und Hundegang sorgen für eine größere Beweglichkeit des Mobilbaggers und maximale Sicherheit. Die Lenkart wird über einen Kippschalter eingestellt, der die jeweilige Reifenstellung als Symbol zeigt. In der Einfachlenkung kann sich der Mobilbagger beispielsweise im Straßenverkehr bewegen (im Schnellgang muss aus Sicherheitsgründen die Vorderachslenkung eingestellt werden), die Allradlenkung ermöglicht einen extrem kleinen Wendekreis und der Hundegang hilft beim parallelen Versetzen des Baggers, zum Beispiel um an eine Wand heranzufahren.
Bei der Hundeganglenkung werden die Vorderräder und die Hinterräder in die gleiche Richtung gedreht. Das ermöglicht das parallele fahren in eine Richtung. Die Lenkung ist auch für beengte Verhältnisse ideal, denn der Bagger kann zentimetergenau an ein Objekt heranfahren und auch auf engstem Raum manövrieren. Mit dieser Lenkart können aber auch Anbaugeräte versetzt zur Fahrtrichtung des Mobilbaggers eingesetzt werden.
Herr Gstöttenbauer, ich bedanke mich für das Gespräch.

Das Interview führte DBU-Redakteur Heiko Metzger.

 

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