. Jasch Zacharias

Uwe Nostitz, Verhandlungsführer der Arbeitgeber und Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe.  (Foto: ZDB)
Uwe Nostitz, Verhandlungsführer der Arbeitgeber und Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe ist optimistisch. (Foto: ZDB)

Schlichtung im Bau-Tarifstreit auf 2. September vertagt

Streit um Wegegeld und höheren Lohn dauert an - Arbeitgeber-Verhandlungsched Uwe Nostiz optimistisch

DBU/ Berlin - Die Schlichtung der Tarifverhandlungen für die mehr als 850.000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe ist nach mehr als 20-stündigen Gesprächen in Berlinh ohne Einigung vertagt worden. Nach dem Schlichtungsabkommen muss das Schlichtungsverfahren innerhalb von 14 Tagen bis zum 8. September abgeschlossen sein. Die nächste Verhandlungsrunde soll am 2. September 2020 in Kassel stattfinden.


 Mit dem Schlichter Rainer Schlegel, Präsident des Bundessozialgerichts, zu klärende umstrittene Punkte  sind weiterhin die unterschiedliche Bewertung der in den Bautarifverträgen bereits bestehenden Regelungen zur Wegezeitvergütung sowie eine
grundsätzlich unterschiedliche Einschätzung der wirtschaftlichen Lage der Bauwirtschaft.


„Wir haben über viele Punkte ausführlich diskutiert und uns auch in manchen Fragen angenähert. Aber wir haben noch kein endgültiges Ergebnis erzielt. Wir sind allerdings optimistisch, dass uns das bis Anfang September gelingen wird, zumal der Schlichter sehr strukturiert agierte,“ so Uwe Nostitz, Verhandlungsführer der Arbeitgeber und Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB).

Jutta Beeke, Vizepräsidentin des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie ergänzte: „Wir können die zukünftige Entwicklung unserer Branche nur schwer einschätzen, daher konnten wir uns nicht auf die hohe Entgeltforderung der Gewerkschaft einlassen und streben weiter ein maßvolles Ergebnis an.“

IG Bau besteht weiter auf Wegegeld

Die IG Bau fordert nach wie vor  6,8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 230 Euro, soweie ein gesondertes Wegegeld für die Beschäftigten auf baustellen. Die Arbeitgeber sehen dafür auch wegen der Corona-Krise keinen Spielraum.

Die Schlichtung hat am 26. August begonnen, nachdem  zuvor bereits drei Runden der Tarifverhandlungen ohne Ergebnis verlaufen waren.

. Jasch Zacharias

Erschienen in Ausgabe: online

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