von Redaktion
Sanierung mit seriell vorgefertigten Elementen aus Holz
Mehrere Wohngebäude modernisiert die Holzunion an der Düsseldorfer Corellistraße
In der Düsseldorfer Corellistraße saniert die Holzunion insgesamt drei viergeschossige und ein sechsgeschossiges Wohngebäude aus den 1960er-Jahren. Die Arbeiten erfolgen mit seriell vorgefertigten Elementen aus Holz.
Baubeginn an der Corellistraße war bereits 2024
Bei einem der Gebäuderiegel ist die Modernisierung bereits 2024 abgeschlossen worden. In diesem Jahr sind zwei weitere dran. Der Letzte der Mehrgeschosser wird dann 2026 aufgewertet. Gemein ist allen Gebäuden, dass ihre Sanierung mit erfolgt.
Die Modernisierung umfasst optische und energetische Verbesserungen. Die seriell vorgefertigten Elemente aus Holz sind an der eingesetzt worden. Betroffen sind mehr als 100 Mieterhaushalte, die ihre Wohnungen auch während der Ausführung der baulichen Maßnahmen wie üblich nutzen können, ohne umquartiert werden zu müssen.
Serielle Sanierung liefert passgenaue Lösungen
„Serielle Sanierung bedeutet aus unserer Sicht sehr viel mehr als Standardisierung mit vorgefertigten Holzelementen – sie umfasst passgenaue Lösungen für komplexe Bestandsbedingungen, die von Objekt zu Objekt, von Baustelle zu Baustelle höchst unterschiedlich ausfallen können“, sagt Dipl.-Ing. Heiko Seen, Geschäftsführer der HU-Holzunion GmbH. Ergänzend verweist er auf den architektonischen Anspruch: „Die Qualität der eingesetzten Materialien und die Passgenauigkeit der Ausführung zum jeweiligen Zweck spielen am Bau immer eine Rolle", so Seen. Deshalb baue die Holzunion mit dem nachwachsenden Werkstoff. "Er bietet uns maximale Gestaltungsfreiheit und vielfältigste Konstruktionsmöglichkeiten“, betont der Firmenchef.
Wirtschaftliche Lösung und architektonischer Anspruch
Mit der seriellen Sanierung der Düsseldorfer Wohnblöcke will die Holzunion zeigen, wie wirtschaftliche Lösungen und architektonischer Anspruch Hand in Hand gehen können. Ein zentrales Gestaltungselement bildet die moderne Holzfassade,. Das Erdgeschoss wurde verklinkert, was für eine klare architektonische Gliederung der Fassade sorgt und jedem der modernisierten Gebäude ein frisches, zeitgemäßes Erscheinungsbild verleiht.
Die bestehende Haustechnik in den Wohneinheiten bleibt von den Sanierungsmaßnahmen unberührt – das spart Zeit und Kosten. „Es geht nicht darum, um jeden Preis möglichst viel zu machen", hebt Seen hervor. Vielmehr gelte es, gezielt das zu optimieren, was tatsächlich erforderlich ist und daher Priorität besitzt.
Ergänzt wird die Sanierung durch einen neuen außenliegenden Sonnenschutz, der sich über Funkschalter bedienen lässt. Die Elektrozuleitung verläuft über die Außenwände, so dass keine Eingriffe in die Innenräume nötig sind.
Heiko Seen: Bereits die Planung erwies sich als komplex
Alles in allem schafft die Holzunion in Urdenbach eine Wohnqualität, die sich dauerhaft wirtschaftlich rechnen soll. „Schon die Planung der seriellen Sanierung dieser vier Wohngebäude war eine komplexe Aufgabe", erinnert sich der HU-Geschäftsführer. Mit einem durchdachten Konzept, technischer Expertise und besonderem Koordinationsgeschick in der Beschaffung und Umsetzung habe man alles erfolgreich gemeistert, so HEiko Seen rückblickend.
Generell favorisiert die Holzunion die Just-in-Time-Montage, was Lärm, Staub und Bauzeit minimiert und sich grundsätzlich als großer Vorteil bei Arbeiten an Gebäuden in bewohntem Zustand erweist. Durch frühzeitige Einbindung aller Beteiligten, umsichtige Kommunikation und transparente Abläufe sowohl im Büro als auch auf der Baustelle lassen sich Belastungen für Mieter auf ein unvermeidliches Minimum beschränken. Der Bauablauf gestaltet sich auf dieser Basis zumeist reibungslos.
3D-Lasertechnologie lieferte Daten für BIM-Modell
Vor Beginn der Bauarbeiten ist der Gebäudebestand mit 3D-Laserscantechnologie millimetergenau erfasst und in ein BIM-kompatibles Modell übertragen worden. Dadurch gelang eine kollisionsfreie und an den Bestand angepasste Planung. Mögliche Konflikte konnten frühzeitig erkannt und ausgeräumt werden. „Fehler, die zu Verzögerungen im Bauablauf oder gar zu Baustopps führen, kann und will sich heute niemand mehr leisten“, betont Seen: Die Holzunion entwickelt ihm zufolge Projekte ganzheitlich und orientiert sich dabei an den Anforderungen der Gebäudeklasse 4 beziehungsweise 5. Die Planung erfüllt regelmäßig alle Kriterien eines projektspezifischen Schall-, Brand- und Wärmeschutzes.
Die Fassadenelemente werden bereits im Werk mit integrierten Fenstern und Sonnenschutz ausgestattet. Das sichert ein überdurchschnittlich hohes Maß an Qualität bis ins Detail. Wettergeschützte industrielle Fertigung von Bauteilen in geschlossenen Hallen minimiert zudem die Fehlerquote. Die passgenaue Ausführung verkürzt die Bauzeiten und ermöglicht im Anschluss auf der Baustelle eine besonders schnelle, zeitsparende Montage.
Spezielle Winkel an der Stahlbetondecke fangen Fassaden-Elemente ab
Die vorgefertigten Elemente werden bei den Düsseldorfer Wohnblöcken über spezielle Winkel an der Stahlbetondecke des Kellergeschosses statisch sicher abgefangen. Was funktionsfähig ist - etwa die Verklinkerung des Sockels - bleibt anteilig erhalten und wird ins neu konzipierte Erscheinungsbild übernommen. Die serielle Sanierung der Loggien mit vorgefertigten Elementen erspart Eingriffe in die Bestandsfassade. Schadstoffbelastete Altbauteile werden zurückgebaut und fachgerecht entsorgt.
Arcangelo Corelli war ein berühmter Tonschöpfer
Die Corellistraße mit den von der HU sanierten Gebäuderiegeln liegt im Stadtteil Urdenbach. Das Viertel gehört zu den verkehrsberuhigten Wohngegenden der Landeshauptstadt. Sie ist benannt nach dem italienischen Musiker und Komponisten Arcangelo Corelli, dessen künstlerisches Wirken maßgeblich zur Verfeinerung der Musiksprache des 17. Jahrhunderts beitrug und eine gesteigerte Wertschätzung von Instrumentalmusik im Barockzeitalter begründete.
Foto: HU Holzunion
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