von Redaktion
Rohbau von 124 Meter hohem Wolkenkratzer in zwölf Monaten abgeschlossen
Tower an der Europa-Allee macht Bankenmetropole um eine Silhouette reicher
Mit dem Europa-Allee-Tower ist Frankfurt am Main um eine Hochhaus-Silhouette reicher. Den Rohbau des 124 hohen Wolkenkratzers hat das Bauunternehmen Lupp mit Doka-Schalung in nur zwölf Monaten abschließen können.
Für den Kern des Gebäudes ist eine Zwitterlösung konzipiert worden. „Wir haben zwar klassisch die Wände vorausgebaut“, erinnert sich Lupp-Oberpolier Michael Bellon. „Aber wir kamen mit den Decken so schnell nach, dass wir von den Decken aus alle Nachlaufarbeiten schnell hinterherziehen konnten“, erläutert er. Ihm zufolge hat das so gut funktioniert, dass ein Wochentakt pro Geschoss geschafft werden konnte.
Ohne Nachlaufbühnen ausgeführt
Dafür setzte man auf die leichte Kletterschalung „Xclimb 60“, die ohne Nachlaufbühnen ausgeführt wurde, da man mit dem Deckenschalungssystem „DokaXdek“ direkt nachziehen konnte. Bei der Kletterlösung selbst probierte Bellon mit seinen Mitarbeitern etwas zum ersten Mal: Die vormontierte Kletterschalung „Xclimb 60“ wurde mit neu entwickelten Klappbühnen und einklappbarer Spindel angeliefert und direkt vom Lkw ans Gebäude montiert. Damit sparte das Bauunternehmen Lager- beziehungsweise Vormontageplatz.
„Eine weitere Besonderheit, die wir in Deutschland so auch noch nie hatten, war das Führen des Klettersystems in nur einem Schub statt zwei“, erzählt Doka-Projektmanager Marius Lenartz. Damit gelang es, das System sehr schlank zu halten. „Möglich war das nur, weil uns Lupp und insbesondere Michael Bellon hier ihr Vertrauen geschenkt hatten“, erinnert sich Lenartz. Bellons Hinweise zur Lösung waren essenziell für das Gelingen, so der Doka-Experte: „Das zeugt von der gegenseitigen Wertschätzung.“
Verbindungsbrücke (Foto: Doka) bringt Besucher aufs Messegelände Frankfurt
Neben dem Hochhaus erstellten beide Unternehmen in unmittelbarer Nähe eine Verbindungsbrücke. Sie bringt künftig Besucher einfacher auf das angrenzende Messegelände. Komplexe 3D-Stützen mit höchsten Sichtbeton-Anforderungen prägen ihr Aussehen.
Besonders die dreiarmige Ausführung mit unterschiedlichen Neigungen und exakt definierten Anschlussflächen war technisch anspruchsvoll. Um die sieben Meter Gesamthöhe, „Armlängen“ bis zu achteinhalb Metern und unterschiedliche Neigungen materialsparend verwirklichen zu können, entschlossen sich Lupp und Doka, jeden Arm einzeln zu schalen. Per 3D-Planung wurde die passgenaue Schalung ermittelt und mittels Spindelstreben auf rechtwinklige „Top 50“-Gesperre gesetzt. Beides wurde vorgefertigt und vor Ort zusammengefügt. Durch die segmentierte Bauweise ließen sich die Einheiten einfach einheben und schnell montieren.
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