Ausland - von

Porr zieht in Polen Millionenauftrag an Land

97 Millionen Euro für die Modernisierung einer Eisenbahnlinie in Süd-Polen

Wien/Warschau – Im September Woche haben die Porr S.A. und PKP PLK S.A einen Vertrag über die Modernisierung der Eisenbahnlinie E30 auf dem Abschnitt Kędzierzyn Koźle–Opole Zachodnie unterzeichnet. Die Porr wurde mit der Planung und Durchführung der Bauarbeiten beauftragt. Nach Fertigstellung wird die maximal zulässige Geschwindigkeit zum Teil mehr als verdoppelt und die Kapazität der Strecke deutlich verbessert. Das Auftragsvolumen beträgt rund 97 Millionen Euro (412 Millionen polnische Zloty).
Auf der 40 Kilometer langen Strecke zwischen Kędzierzyn Koźle und Opole ist die Eisenbahn das beliebteste öffentliche Verkehrsmittel in der Region. Die geplante Modernisierung leistet einen wichtigen Beitrag für die regionale Mobilität: Die maximal zulässige Geschwindigkeit wird von aktuell 60 bis maximal 100 Stundenkilometer auf bis zu 160 Stundenkilometer erhöht, wodurch die Streckenkapazität für den Personen- und Güterverkehr deutlich gesteigert werden kann.
„Bei der Vergabe des Auftrags waren vor allem zwei Kriterien ausschlaggebend: natürlich der Preis, aber dieses Mal auch die technologische Lösung. Die Gleissperrzeiten müssen möglichst gering gehalten werden. Unser polnisches Bahnbau-Team, das schon wiederholt mit seiner Expertise punktete, hat auf eine mechanische Erneuerung des Oberbaus mit speziellen Gleisbaumaschinen gesetzt. Das hat unseren Auftraggeber – neben unserem attraktiven Preisangebot - letztlich überzeugt“, zeigt sich Porr-CEO Karl-Heinz Strauss erfreut über den Erfolg seiner Mannschaft.
Im Zuge dieses Projekts wird die Porr 91 Kilometer Gleisoberbau einschließlich Oberleitungsanlagen sowie 112 Weichen austauschen. Darüber hinaus werden 49 Ingenieurbauobjekte – insgesamt neun Brücken, fünf Überführungen, drei Unterführungen und 32 Durchlässe – und 22 Bahnübergänge umgebaut. Zusätzlich sind die Modernisierung der Leit-und Sicherungstechnik und die Instandsetzung von 15 Stellwerken geplant. Auch der Komfort für die Fahrgäste in den Bahnhöfen wird verbessert. Neue Bahnsteige mit einer Höhe von 55 cm und 76 cm sind geplant, was den Einstieg in die Züge wesentlich erleichtert. Die Bahnsteige werden zudem mit neuen Überdachungen, Bänken und neuer Beleuchtung ausgestattet.

von

Erschienen in Ausgabe: Oktober 2017 | Seite 2

Zurück