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Trainig on the job: Christoph Winkler (l.) mit Bauleitung und Polier. (Foto: Porr)

Porr-Unternehmensgruppe nutzt die Vorteile von Bauen 4.0

Operativer Bauprozess erfolgreich digitalisiert

DBU/Wien – Mit einer Bauleistung von knapp 5 Milliarden Euro zählt die Porr-Unternehmensgruppe zu den führenden Bauunternehmen Europas. Als innovatives Unternehmen setzt sich die Gruppe aktiv mit dem Thema Prozessoptimierung im Tief- und Straßenbau auseinander und begann Strategien zur Digitalisierung gezielt zu entwickeln.

Die Ziele sind klar vorgegeben: Bei Porr soll konzernweit eine einheitliche Informationsbasis zwischen allen Prozessbeteiligten geschaffen werden, um Bauen 4.0 innerhalb der Unternehmensgruppe umzusetzen. Durch die neue Arbeitsweise wird die Bauzeit verkürzt, die Termintreue erhöht und gleichzeitig die Qualität gesteigert.

Gesamte Logistik vereinfacht
Nach einer intensiven Pilotphase verschiedenster Softwarelösungen entschied sich die Porr Unternehmensgruppe für die Softwarelösung BPO der Firma Volz Consulting GmbH. BPO steht für die Bauprozessoptimierung und deckt sämtliche Gewerke des Infrastrukturbaus ab. Derzeit werden bereits die beiden Teilmodule BPO Asphalt und BPO Beton bei der Porr Bau GmbH, Porr Oevermann GmbH und der ÖBA GmbH intensiv genutzt. Dr. Christoph Winkler, ­Projektleiter Innovation, schätzt ein: „BPO Asphalt und BPO Beton sind Tools, mit denen die gesamte Logistik von Infrastrukturprojekten, im Sinne des Lean-Ge­dankens, wesentlich vereinfacht wird.“ Bei der Porr Bau GmbH und der Porr Oevermann GmbH konnten seit der Einführung von BPO Asphalt bereits zahlreiche Projekte mit der Softwarelösung erfolgreich durchgeführt werden. Die Sys­temeinführung erfolgt im Rahmen von Pilotprojekten und ohne Mehraufwand.

Den Projektbeteiligten wie Bauleiter, Einbaumeister aber auch den Subunternehmern hilft BPO Zeit zu sparen und die Koordination des Einsatzes noch effizienter durchzuführen. Die komplette Logistik kann gemäß der Einbaugeschwindigkeit des Fertigers geplant werden, um Stillstände und Unebenheiten im Straßenbau zu vermeiden.

Rückstände kompensieren
Notwendige Planungsunterlagen wie die seitens des Auftraggebers geforderten Einbau- und Logistik­konzepte können auf Knopfdruck und ohne Mehraufwand erstellt werden. Aber auch während der Bauausführung gibt es zahlreiche Vorteile durch Bauen 4.0. Durch die Vernetzung von Mischanlage, Lkw-Logistik und Baustelle kann ein Soll-Ist-Vergleich in Echtzeit erfolgen. Es ist immer klar ersichtlich, ob der Baufortschritt etwas schneller oder langsamer abläuft als geplant. Im Falle von Verzögerungen können rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden, mit dem Ziel den Rückstand zu kompensieren.
Für die Einbaukolonne ergeben sich klare Vorteile. Ein Polier fasst dies zusammen: „Mit BPO zeigt sich eine Verbesserung in der Kommunikation zwischen allen Beteiligten und es wird einfacher anhand der Liefersituation die ­richtigen Entscheidungen zu treffen.“

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Erschienen in Ausgabe: Seite 17| Februar 2019

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