von Christian Schönberg
Messe rückt drei Tage lang den Arbeitsschutz in den Blickpunkt
Neue Auffanggurt-Generation, die ab 2027 auf dem Markt ist
Die Sicherheit bei der Arbeit und die Vorbeugung gegen Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz spielen die Hauptrolle bei der Messe „Arbeitsschutz Aktuell“ in Stuttgart. Geöffnet ist sie vom 20. bis 22. Oktober. Zuletzt zählten die Veranstalter 9.000 Besucher.
Seinerzeit konnten die Veranstalter hochzufrieden sein. Die Gästezahl 2024 toppte die der Vorveranstaltung um 30 Prozent. Auch in diesem Jahr wird fachlich viel geboten. Rund 250 Aussteller sorgen ebenso dafür wie Fachkongresse. Wichtig für den Veranstalter Hinte Media ist die Weiterentwicklung des Formats. In diesem Jahr finden die Besucher unter anderem erstmals den Bereich „Live Experience Area (LEA) Büro“ vor. Dabei geht es um Fragen, die auch Bauunternehmer bewegen, wenn sie, wie heutzutage üblich, viel vor dem Schreibtisch respektive Rechner sitzen müssen.
Lösungen für ergonomisches Arbeiten
Die LEA Büro zeigt daher Lösungen für ergonomisches Arbeiten, Bewegungsförderung und Belastungsreduktion im Alltag. Besucher erleben zudem Ansätze zur Prävention, Resilienzförderung und nachhaltigen Gesundheitskultur, um psychischen Belastungen vorzubeugen. Besonders zeitgemäß geht die LEA Büro auch auf hybride Arbeitsplätze ein – also solche, bei denen die Mitarbeiter nicht an festen Plätzen und dennoch im Büro ihrer Beschäftigung nachgehen
Neu sind ab 20. Oktober auch die sogenannten „Safety Trails“. Auf diesen Sicherheitsschienen hangeln sich die Messegäste auf vier Routen zu den Hauptthemen: die Digitalisierung der „Smart Safety“, die innovativen Angebote der „Next Generation“, der Arbeitsbekleidung sowie persönlichen Schutzausrüstung und den Lösungen in Hochrisiko-Bereichen. Die Routenvariante funktioniert über das Smartphone: Und so funktioniert es: „QR-Code auf dem eigenen Badge scannen, Hallenplan aufs Handy laden und loslaufen“, umschreibt Hinte Media die Routenfunktion.
Vorbeugung gegen Lebensgefahr durch Hängetrauma
Hochrisikobereiche deckt unter anderem Zarges ab. Der Hersteller von Steigtechnik und Höhenzugangssicherungen präsentiert Gurte, Verbindungsmittel, Anschlagpunkte sowie Lösungen zur Rettung verunfallter Personen.
Dabei kümmert er sich vor allem um den Schutz vor einem sogenannten Hängetrauma: Verharren Personen in den Seilen hängend über einen längeren Zeitraum, kann das tödlich enden. Die Auffanggurte von Zarges verfügen dagegen über die Möglichkeit, nach einem Sturz in eine aufrechte Position zu gelangen.
Neu auf der „Arbeitsschutz Aktuell“ zu sehen sind Muster der überarbeiteten Auffanggurt-Generation, die 2027 erscheinen soll. Sie ist auf mehr Tragekomfort, verbesserte Ergonomie und intuitive Anwendung ausgelegt. Farbcodierte Ösen erleichtern die Orientierung beim Anlegen. Neu entwickelte Aluminium-Verschlüsse, eine abnehmbare Beinpolsterung und ein Fallindikator ergänzen die Ausstattung.
Abseil- und Retungsgerät Liberex+
Ebenfalls präsentiert wird am Zarges-Messestand das Abseil- und Rettungsgerät „Liberex+“. Es dient der Selbst- und Fremdrettung aus Notsituationen in der Höhe. Gemeinsam bilden die Lösungen der „Fall Protection“-Reihe ein Rettungskonzept von der Absturzprävention über den Zugang bis zur Rettung im Ernstfall.
Auch Milwaukee will bei der „Arbeitsschutz Aktuell“ seine Sicherheitsangebote zeigen. Jüngst konnte der Hersteller vermelden, dass er mit seinem „Bolt 200“ den ersten Platz von 38 durch das Virginia Tech Helmet Lab getesteten Helmen belegte.
Der Kopfschutz kombiniert eine widerstandsfähige Lexan-Außenhülle mit einer energieabsorbierenden Schauminnenschale. Letztere verteilt die Aufprallenergie unabhängig vom Aufprallort über den gesamten Kopf. Das brachte ihm die Höchstbewertung ein: Er bietet Schutz auch bei Belastungen, die über einen ausschließlich vertikalen Aufprall auf die Helmoberseite hinausgehen.
Foto: HAILO-Werk Rudolf Loh GmbH & Co. KG - der Steiggeräte-Hersteller nimmt als Aussteller regelmäßig bei der Arbeitsschutz Aktuell teil.
von Christian Schönberg