von Jasch Zacharias
Mehr Wohnungsbau geht nur mit weniger Bevormundung vom Staat
Kommentar von Jasch Zacharias zu drohender Rückkehr einer Baukrise
Kaum hat es erste Anzeichen für eine Erholung gegeben, droht dem Wohnungsbau der nächste Absturz. Dabei werden die negativen Folgen der Kombination aus Inflation, zu hohen Energiepreisen und einem sich mit einer Flut bürokratischer Auflagen in viel zu viele Belange der Bauwirtschaft einmischenden Staates erst in den nächsten Monaten wohl richtig durchschlagen.
Dass die Zahl fertig gestellter Wohnungen in diesem Jahr noch weiter auf unter 200.000 rutschen soll – müsste der Bundespolitik eigentlich wie die Sirene eines Bombenalarms in den Ohren tönen. Weder die Ampel, noch bisher die neue CDU-SPD-Koalition haben offensichtlich bislang Erfolg damit gehabt, Investoren, Unternehmer und private Bauherren – allesamt meist wirtschaftlich denkende Menschen – zu mehr Wohnungsbau zu überreden. Dabei bringen Experten,wie gerade beim Wohnungsbautag 2026, stets erneut genügend überzeugende Argumete und Fakten vor, warum das so ist. Bauen in Deutschland ist für die meisten inzwischen schlicht zu teuer. Und das wird sich kaum ändern, solange die Energiekosten nicht entscheidend sinken und der Staat seine Ausgaben nicht strukturell besser in den Griff bekommt.
Staats-und Verwaltunsapparat ist im Selbsterhaltungsmodus
Der aufgeblähte und immer teurer werdende Staats- und Verwaltungsapparat ist längst in einem Selbsterhaltungs-Autopilotmodus. Statt überflüssige Ausgaben und Auflagen herunterzufahren, werden immer wieder neue erfunden. So erwägen die beiden SPD-Bundesminister für Finanzen und Bauen nun tatsächlich auch noch die Gründung einer staatlichen Bundesbaugesellschaft. Aus Sicht von Bauunternehmern ist das ein absolutes No-Go!. Denn damit wird privat wirtschaftenden Mittelständlern, die ohnehin am stärksten unter der Steuer- und Bürokratielast leiden, eine staatlich kontrollierte Konkurrenz vor die Nase gesetzt, die günstigere Preise anbieten soll, ohne marktwirtschaftlichen Limits zu unterliegen. Die Defizite würde dann der Bund (Steuerzahler) ausgleichen. Man kann die SPD nur warnen, diesen planwirtschaftlichen Unsinn, der den Wohnungsbau schwächt statt stärkt, weiterzuverfolgen!
(Foto: Pixabay)
von Jasch Zacharias
Erschienen in Ausgabe: Mai 2026 | Seite02