Baumaschinen-Spezial - . Redaktion

Als mittelständiger Produzent von qualitätssicheren Baustoffen, industriellen Zuschlagstoffen, etwa für Beton und Asphalt, und Düngemitteln, arbeitet die Großtagebau Kamsdorf GmbH in Thüringen, Deutschland, im Tagebau mit zwei Liebherr-Radladern L 576.  (Foto: Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH)
Als mittelständiger Produzent von qualitätssicheren Baustoffen, industriellen Zuschlagstoffen, etwa für Beton und Asphalt, und Düngemitteln, arbeitet die Großtagebau Kamsdorf GmbH in Thüringen, Deutschland, im Tagebau mit zwei Liebherr-Radladern L 576. (Foto: Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH)

Maßgeschneiderte Optionen, geringer Kraftstoffverbrauch

Beim L 542 können Kunden zwischen Parallel-Kinematik und Z-Kinematik wählen

Bischofshofen – Mit den Radladern L 542 und L 576 hat Liebherr im April auf der Intermat in Paris je einen Vertreter seiner mittleren und großen Radlader-Baureihe gezeigt. Der leistungsstarke L 576 benötigt bei gleichen Bedingungen bis zu 25 Prozent weniger Kraftstoff als Maschinen anderer Hersteller, wie die Großtagebau Kamsdorf GmbH, ein langjähriger Liebherr-Kunde, bestätigt.

Der L 576 verfügt über ein ausgewogenes Verhältnis von Einsatzgewicht und Kipplast. Damit steigt die Umschlagleistung pro Betriebsstunde und die Produktivität beim Einsatz nimmt zu. Liebherr zeigte den Radlader auf der Messe mit Z-Kinematik und einer 5,0-Kubikmeter-Rückverladeschaufel in HD-Ausführung, die sich besonders für das Laden und Umschlagen von schwerem Schüttgut eignet.

Als weiteres Exponat präsentierte der Hersteller den Allround-Radlader L 542 mit Parallel-Kinematik, einer 3,5-Kubikmeter-Hochkippschaufel und dem hydraulischen Schnellwechselsystem Likufix. Diese Ausführung eignet sich besonders für Einsätze im Industriebereich, etwa in der Recycling-Branche. Leis­tungsstarke Dieselmotoren der Stufe IIIB / Tier 4i treiben den L 576 (205 Kilowatt / 279 PS) und den L 542 (120 Kilowatt / 163 PS) an.

Beim Einbau der Motoren haben die Konstrukteure eine intelligente Lösung entwickelt: Liebherr verbaut die Motoren im Heck der Maschinen – beim L 542 quer, beim L 576 längs mit nach hinten zeigender Ausgangswelle.
Bei dieser kompakten Bauweise wirken Dieselmotor und Verstellpumpen als natürliches Gegengewicht. Der Schwerpunkt verlagert sich in das Heck der Maschine. Liebherr kann auf zusätzlichen Ballast verzichten und bei niedrigerem Einsatzgewicht höhere Kipplasten erzielen.

Die Kipplast des auf der INTERMAT 2015 gezeigten L 576 beträgt bei einem Einsatzgewicht von 24.575 Kilogramm beachtliche 17.230 Kilogramm. Der 15.600 Kilogramm schwere L 542 hat eine Kipplast von 8.560 Kilogramm.
Unternehmer profitieren von diesem ausgewogenen Verhältnis von Einsatzgewicht und Kipplast, denn die Umschlagleistung pro Betriebsstunde steigt. Die Produktivität im Einsatz nimmt zu.
Außerdem bewirkt die Einbaulage des Dieselmotors, dass sämtliche Wartungspunkte hervorragend erreichbar sind. Durch die kompakte Bauweise kann der Fahrer die Maschine besser überblicken.

Der hohe Fensteranteil der Komfortkabinen trägt ebenfalls zur besseren Rundumsicht bei und erhöht damit die Sicherheit im Einsatzbereich des Radladers. Die Komfortkabinen bieten ein angenehmes und modernes Arbeitsumfeld. Der Fahrer kann produktiv arbeiten, denn Anzeigen, Bedienelemente, der komfortable Fahrersitz und der Liebherr-Bedienungshebel bilden eine ergonomische Einheit. Mit dem Liebherr-Bedienungshebel lassen sich alle Arbeits- und Fahrfunktionen der Maschine präzise mit nur einer Hand ausführen. Darüber hinaus reduzieren spezielle Kabinenlagerungen Lärmbelastung und Vibrationen im Inneren der Kabine.

Effiziente Antriebstechnik
Wie alle Liebherr-Radlader wird der L 576 hydrostatisch angetrieben. Liebherr-Radlader verbrauchen bei gleichen Arbeitsbedingungen pro Betriebsstunde bis zu 25 Prozent weniger Kraftstoff. Die hydraulische Bremswirkung des Antriebs reduziert den Bremsverschleiß auf ein Minimum. Die stufenlose Zugkraftregulierung verringert die Abnutzung der Reifen um bis zu 25 Prozent. Der hydrostatische Fahrantrieb hilft Unternehmern, Betriebs- und Wartungskosten zu senken.

Das von Liebherr entwickelte System der Liebherr Power Efficiency (LPE) senkt den Kraftstoffverbrauch zudem. LPE sorgt dafür, dass sämtliche Arbeits- und Antriebsprozesse der Maschine ideal ineinandergreifen.

Das System erzielt den größtmöglichen Wirkungsgrad aller Komponenten, indem es proaktiv in die Motorsteuerung eingreift, die Motordrehzahl optimiert und den Schwenkwinkel der Hydraulikpumpe anpasst. Dadurch erhöhen sich Umschlagleistung und Wirtschaftlichkeit – die Effizienz im Einsatz steigert sich.

. Redaktion

Erschienen in Ausgabe: Juli 2015 | Seite 17

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