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Maschinenpark muss Qualitätsstandards erfüllen

Betrieb nach Arbeitsschutzmanagementsystem zertifiziert

Garching bei München – „Die Gesundheit unserer Mitarbeiter ist unser höchstes Gut.“ Damit werben viele Unternehmen auf dem Papier. Doch im Fall von Zumbusch Garten- und Landschaftsbau aus dem nordrhein-westfälischen Beelen folgen Worten Taten. Denn der Betrieb ist als einer der wenigen seiner Zunft nach dem Arbeitsschutzmanagementsystem (AMS) zertifiziert. Damit reagierte die Firma auf ihren Auftraggeber RWE, der das von seinen Lieferanten einfordert. Dass deshalb auch der Maschinenpark neueste Umweltstandards erfüllen muss, zeigt die jüngste Investition in einen neuen Cat-Mobilbagger M316F, der auf EU-Stufe IV basiert.
„Auch Kommunen überlegen derzeit, Baumaschinen nicht mehr in die Stadt zu lassen, wenn ihre Abgastechnik nicht der neuesten Technik entspricht. Darum haben wir schon mal vorsorglich reagiert“, erklärt Inhaber Marc Zumbusch. Es ist das erste Modell der neuen Mobilbaggergeneration, das direkt nach der bauma von Zeppelin ausgeliefert wurde.

Dass sich hier ein langer Atem und Hartnäckigkeit lohnen, hat Alf Fischer, Verkaufsrepräsentant der Niederlassung Hamm, bewiesen. Viele Jahre kam er nicht mit einem Auftrag zum Zug, doch 2015 konnte er dann Inhaber Marc Zumbusch überzeugen – erst mit einem Radlader 907H2. Ein Jahr später mit einem weiteren. Dann kamen zwei Minibagger, wie ein 305.5ECR und ein 301.7D, hinzu. Dieser Tage hielt ein Cat-Mobilbagger M316F Einzug, der für Straßen- und Tiefbauarbeiten vorgesehen ist. „Cat war mir natürlich immer ein Begriff. Die Marke steht für Qualität“, so der Geschäftsführer, doch überzeugt hat ihn letztlich der Service.

Als er kurzfristig einen neuen Zwei-Tonnen-Bagger brauchte, konnte dieser schnell geliefert werden. Qualität der eingesetzten Technik geht einher mit den auszuführenden Arbeiten – diese wie erwartet abzuliefern, funktioniert nur, wenn die Technik mit der Entwicklung Schritt hält.
Das gilt für Marc Zumbusch auch beim Thema Maschinensteuerung. „Wir sind gerade dabei, uns zu informieren, wie wir hier einsteigen können. Denn unser Baggerfahrer ist bei den Arbeiten häufig auf sich allein gestellt und muss selbstständig arbeiten. Da könnte 2D-Steuerung ihn unterstützen.“ Zum anderen verbindet er es mit der aktuellen Ausrüstung: „Wo auch immer möglich, wollen wir unsere Mitarbeiter entlasten. Denn wir müssen heute alle länger arbeiten.“

Das ist der Grund, warum ein hydraulischer Schnellwechsler eingesetzt wird, um die Vielzahl der Anbaugeräte, wie Grabenräumlöffel, Zweischalen- und Sortiergreifer sowie Hammer, die vom Vorgänger mit übernommen wurden, schnell und komfortabel tauschen zu können.
Falls es die Technik hergibt, soll sie das Personal schonen. So wird auch mit einer Pflasterverlegezange gearbeitet. „Mitarbeiter dürfen gerne ihre Vorschläge einbringen, welche Maschinen eingesetzt werden sollen. Neuen Ideen gegenüber sind wir immer aufgeschlossen. Schließlich muss das Personal damit arbeiten und ich kann es da nur unterstützen. Das ist gut für das Betriebsklima. Nur wenn ein Gerät bei den Mitarbeitern ankommt, wird es auch gekauft“, erklärt Zumbusch.
Insgesamt beschäftigt der Familienbetrieb rund 50 Mitarbeiter sowie vier Auszubildende. Weiterbildungen sind für alle Pflicht.„Nur so können wir langfristig am Markt bestehen und uns den steigenden Anforderungen stellen“, so der Firmeninhaber. Der Straßen- und Tiefbau macht 40 Prozent aus – der gleiche Anteil entfällt auf den GaLaBau und der Rest auf die Grünflächenpflege.
Die Firma, deren Ursprung bis ins Jahr 1925 zurückreicht, betreibt auch einen eigenen Baustoffhandel. Eine weitere Besonderheit: „Wir bieten einen Garten auch zum Festpreis an“, erklärt Zumbusch. Derzeit hat er es mit einer starken Nachfrage nach hochwertig gestalteten Grünanlagen im privaten Bereich zu tun.

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Erschienen in Ausgabe: Juli 2016 | Seite 14

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