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Lieferengpässe gefährden Bautätigkeit

Bauwirtschaft: Auf Baustellen fehlen, Holz, Rohre, Kunststoffe, Kupfer, Folien und Dämmstoffe

Die mangelnde Verfügbarkeit von vielen Baustoffen erschwert zunehmend die Arbeit auf den Baustellen in Deutschland. Dabei sind immer mehr Gewerke betroffen.  Das Problem umfasst etliche Baumaterialien: Holz für den Bau von  Dachstühlen ist kaum noch lieferbar, Rohre für Fundamente fehlen, Kunststoffe und Kupfer für Kabel und Rohre sind Mangelware. Folien, und Dämmstoffe  sind nicht vorhanden, auch für Tragwerkskonstruktionen im Stahlbau bestehen bereits Engpässe. 

 

 Nachbauer fordert eine Verlängerung der erleichterten Kurzarbeitertgeld-Anträge bis 31. Dezember

"Wir müssen davon ausgehen, dass sich die Materialversorgung in den nächsten Wochen leider nicht normalisieren wird. Es wird daher vermehrt zu Behinderungen im Baustellenbetrieb kommen. Eine zunehmende Anzahl unserer Unternehmen erwartet, Kurzarbeit anmelden zu müssen,“ sagte der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, Marcus Nachbauer, und hat sich mit diesen eindringlichen Worten direkt an die Bundesregierung gewandt. Er fordert daher von der Bundesregierung eine Verlängerung der Erleichterungen zur Beantragung von Kurzarbeitergeld bis zum 31. Dezember 2021 für alle Betriebe.

Stoffpreisgleitklauseln sollen bei Aufträgen im öffentlichen Bau berücksichtigt werden

Für den öffentlichen Bau schlägt Nachbauer die Berücksichtigung von Stoffpreisgleitklauseln bei neuen Aufträgen vor. „Weitere Preissteigerungen, aber auch -senkungen besonders betroffener Baustoffe können über eine derartige Regelung für beide Vertragspartner angemessen ausgeglichen werden,“ so Nachbauer. Darüber hinaus sollten die öffentlichen Auftraggeber auf Sanktionen bei Verzögerungen aufgrund von Lieferengpässen verzichten.

Nachbauer versprach allerdings auch, dass die 370.000 Unternehmen des deutschen Bau- und Ausbauhandwerks alles in ihrer Macht Stehende dafür tun werden, um den Baustellenbetrieb aufrechtzuerhalten. „In einem gemeinsamen Gespräch mit der Bundesregierung, den Baustoffherstellern, und dem Fachhandel könnten wir die aktuelle Lage wie auch mögliche Lösungswege gemeinsam diskutieren und vereinbaren,“ so der Vorschlag Nachbauers.

Für Dachstuhlarbeiten ist Holz ein unverzichtbarer Baustoff (Foto: Tim Rieckmann/Flickr)

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Erschienen in Ausgabe: online

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