von Redaktion

„Künstliche Intelligenz soll Thema in Schulen sein“

Fachkräftemangel: Handwerk fordert mehr Investitionen in wirtschaftsorientierte Bildung

DBU/Berlin – „Der richtige Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) wird in einer künftigen Arbeitswelt voraussehbar zu den unabdingbaren Grundkenntnissen gehören. Deshalb sollten Kinder und Jugendliche dies bereits in der Schule lernen“. Das hat Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), anlässlich des „Zukunftsgesprächs“ mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im brandenburgischen Meseberg gefordert.

Die Potenziale von KI-Anwendungen für unternehmerische Wertschöpfung und deren Auswirkungen auf die Arbeitsprozesse sind Themenschwerpunkte des diesjährigen Meseberg-Treffens der Bundeskanzlerin mit Spitzenvertretern der Wirtschaftsverbände sowie der Gewerkschaften gewesen. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung werden KI-Anwendungen auch für Bauwirtschaft und Handwerk immer wichtiger.
„Unser Bildungssystem muss zügig darauf ausgerichtet werden, dass von Anfang an und über alle Bildungswege hinweg digitale Kompetenzen vermittelt werden. Dies schließt KI-Wissensvermittlung ein. Damit kann nicht früh genug begonnen werden“, sagte Wollseifer. Nur dann ließen sich die Chancen dieser Anwendungen in der Arbeitswelt von morgen nutzen. KI-Anwendungen werden nach Einschätzung des ZDH-Präsidenten Gesellschaft und Unternehmenswelt in verschiedenen Bereichen teils vor massive Umbrüche stellen. Auf diese Veränderungen und auf die damit einhergehenden notwendigen Anpassungsprozesse - auch im Bereich der Weiterbildung - müssten sich die Unternehmen frühzeitig vorbereiten, unterstützt von der Politik.
Mit Blick auf den bereits jetzt akuten Mangel an Fachkräften fordert Wollseifer, auch in der Ausbildung künftig konsequent wirtschaftsorientierte KI-Nutzungskompetenzen zu vermitteln. Das sichere die Basis von Innovationen in den Unternehmen und Betrieben. „Und für viele Jugendliche dürfte dies eine Riesenmotivation für eine duale Ausbildung sein“, so der ZDH-Präsident.
Wollseifer dringt darauf, die berufliche Ausbildung durch gezielte Investitionen in den Bildungssektor bundesweit zu stärken, um sie auf der Höhe der aktuellen Technologien zu halten. Gerade das Handwerk biete ideale Voraussetzungen einer Verknüpfung von Tradition und Innovation, weil es sich seit jeher dadurch auszeichnet, bestehende Berufsbilder und Weiterbildungsinhalte permanent fortzuentwickeln und neu zu strukturieren.

von Redaktion

Erschienen in Ausgabe: Seite 4| September 2019

Zurück