von Redaktion
Kabelzug für SuedOstLink startet fünf Monate früher als geplant
SuedOstLink liefert Windstrom nach Bayern - Bedeutendes Projekt der Energiewende
Die Energiewende rollt weiter: Auf der Baustelle des SuedOstLink geht es mit großen Schritten voran. Der Abschnitt A1, den der Porr Verkehrswegebau im Auftrag von 50Hertz realisiert, umfasst 29,6 Kilometer als Erdkabeltrasse.
Die ersten vier Sektionen, Nummer 12 bis 15, sind bereits fertiggestellt. Deshalb konnte der Kabelzug seit Oktober erfolgen. Das waren fünf Monate früher als geplant.
Eine weitere Sektion wurde bereits an den Auftragnehmer übergeben, und bis März sollen zwei zusätzliche Sektionen folgen. Zeitgleich laufen die Oberbodenarbeiten in weiteren Bereichen. Bis Jahresende waren zudem 12 von 20 Horizontalbohrungen (HDD) sowie beide Rohrvortriebe abgeschlossen.
Kabelzug, Tiefbau- und Oberbodenarbeiten laufen parallel ab
„Derzeit laufen Kabelzug, Tiefbau- und Oberbodenarbeiten parallel", berichtet Porr-Niederlassungsleiter Dirk Lohne. Laut ihm besteht die größte Herausforderung darin, alle Abläufe optimal zu koordinieren. Neben der komplexen Koordination haben das nasse Wetter und die Frostnächte mit teils ausgiebigen Schneefall die Logistik und den Erdbau erschwert. Hinzu kommen strenge naturschutzrechtliche Vorgaben. Sie erfordern eine präzise Terminplanung . Die Zeit bis zum Frühjahr wird daher intensiv genutzt, um besonders sensible Bereiche fertigzustellen.
Die Arbeiten erfolgen nach der Lean-Construction-Methode in getakteter Bauweise, um maximale Effizienz zu gewährleisten. Für die Unterquerung von Straßen und Gewässern sind externe Spezialunternehmen im Einsatz.
Windstrom soll spätestens ab kommendem Jahr bis nach Landshut fließen
Zudem setzt Porr auf ein eigenes Bodenmanagement-Konzept, das Bodenabtrag, Aufbereitung und Wiedereinbau umfasst. Unterstützung kommt von der pde bei Terminplanung, Montageplanung und Dokumentenmanagement sowie vom Porr Ingenieurbau bei HSE-Themen. Die kommenden Monate sollen ganz im Zeichen weiterer Kabelzüge und der Fertigstellung der Tiefbauarbeiten stehen.
Der SuedOstLink ist eine geplante Hochspannungs-Gleichstom-Übergangsleitung. Sie wird überwiegend mit Erdkabeln erstellt. Sie erstreckt sich nach der Inbetriebnahme über 540 Kilometer. Verbunden werden mit SuedOstLink Windstromgebiete des Nordostens der Bundesrepublik mit Industriestandorten in Bayern, so die Übergangsleitung bis Landshut führt. Fließen wird der Strom voraussichtlich 2027. Da er regenerativ erzeugt wird, gilt SuedOstLink als bedeutendes Projekt der Energiewende weg von fossilen Energieträgern.
Foto: Porr SE
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