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Mit einer spektakulären Inszenierung feierte JCB die Premiere seiner neuen Produktreihe.   (Foto: Heiko Metzger)
Mit einer spektakulären Inszenierung feierte JCB die Premiere seiner neuen Produktreihe. (Foto: Heiko Metzger)

JCB drängt auf den Markt für Arbeitsbühnen

Britischer Baumaschinenkonzern hat neue, komplette Produktreihe aus der Taufe gehoben

DBU/Rocester (Großbritannien) – Der britische Baumaschinenkonzern JCB ist in ein neues Marktsegment vorgestoßen. Seit Februar bietet der familiengeführte Konzern aus dem mittelenglichen Rocester Scherenarbeitsbühnen. In einer groß angelegten Premierenshow stellte Konzernchef Lord Anthony Bamford die neue Produktreihe der Öffentlichkeit vor.

Die neuen Produkte waren ein gut gehütetes Geheimnis. Wie JCB mitteilte, hat das Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren „unter Geheimhaltung“ an der Entwicklung einer ganzen Reihe von elektrischen Scherenarbeitsbühnen gearbeitet. Speziell für Herstellung und Vermarktung der neuen Maschinen hat JCB die Geschäftsdivision JCB Access gegründet.

8-Milliarden-Dollar-Markt
Der britische Baumaschinenkonzern setzt große Erwartungen in sein neues Produktsegment. Konzernchef Bamford verwies mehrfach auf das große Marktvolumen des Segments: Acht Mrd. US-Dollar Umsatz fallen hier pro Jahr an, 130.000 Einheiten werden jährlich verkauft. „Dieser Markt für Zugangsausrüstung ist in der Tat global und bietet JCB enorme Wachstumschancen“, so JCB-Chef Bamford. Der Markt sei reif für einen neuen Anbieter, der rund um die Uhr branchenführenden Support bieten könne. Das habe das Unternehmen immer wieder in Gesprächen mit Kunden erfahren. Und tatsächlich kann JCB auf ein gutes Servicenetz zurückgreifen. Das Unternehmen kooperiert mit 770 Händlern. 2.200 Depots bilden ein sehr engmaschiges Servicenetz. „Einen solchen Service erwarten die Kunden weltweit“, so Bamford bei der Vorstellung der neuen Produktreihe.
Bei der Premierenfeier wurden den Gästen elf Modelle der Scherenarbeitsbühnen live präsentiert. Bis Jahresende sollen weitere Modelle folgen.
Die JCB-Access-Produkte seien an den Bedürfnissen von Mietunternehmen und unabhängigen Anbietern ausgerichtet, teilte JCB mit. Zunächst sollen die Maschinen in Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Nordamerika angeboten werden.

Zertifiziert und „zuverlässig“
Die JCB-Access-Produktreihe ist TÜV-zertifiziert. Auch die Vorgaben des US-amerikanischen Normungsinstituts ANSI und der kanadischen CSA werden erfüllt. „Kunden in dieser Branche steht mit dieser neuen Reihe jetzt eine höchst zuverlässige Produktalternative zur Verfügung, die nach einem höheren Standard gebaut und zertifiziert wurde. Wir freuen uns sehr, den uns vertrauten Kunden im Mietgeschäft diese Möglichkeit anbieten zu können“, so Lord Bamford.
Das Händlernetzwerk von JCB sei bereits für den Verkauf und den Service geschult, wie JCB mitteilte. Das Telematiksystem JCB LiveLink ist bei allen Auslegergeräten Serienstandard und wird für die Scherenhebebühnen als Option angeboten.

Technische Daten
Bis Ende 2017 werden zu den JCB Zugangsplattformen gehören:
• Neun elektrische und drei dieselbetriebene Scherenhebebühnen im Bereich zwischen 4,6 Meter und 13,8 Meter
• Fünf Gelenkausleger – vier dieselbetriebene und ein elektrischer – zwischen 14,9 Meter und 24,6 Meter
• Zehn dieselbetriebene Teleskopausleger zwischen 20,6 Meter und 41,6 Meter
Die Scherenhebebühnen wiegen zwischen 1.330 Kilogramm und 3.366 Kilogramm. Die Plattformen der beiden kleinsten Modelle (S1530e und S1930e) sind 1,64 Meter lang und 0,76 Meter breit. Die Plattformen aller größeren Modelle haben eine Länge von 2,5 Meter, ausgenommen die des größten Modells, des S4550E, mit einer Länge von 2,64 Meter. Die Nenntragfähigkeit der Maschinenkörbe liegt zwischen 227 Kilogramm und 550 Kilogramm.
Die elektrischen Scherenhebebühnen werden mit vier Batterien zu 6 V oder 12 V hydraulisch betrieben. Drei Diesel-Modelle werden später im Jahr 2017 eingeführt werden.
JCB wird im Jahr 2017 vier Gelenkausleger mit Plattformhöhen zwischen 14,9 Meter und 24,6 Meter vorstellen. Alle vier Modelle werden mit Vierradantrieb und Zweiradlenkung angeboten. Die Steigfähigkeit liegt bei 40 Prozent und die Höchstgeschwindigkeit im nicht ausgefahrenen Zustand bei sieben Kilometer pro Stunde.

Hydradig
Bereits 2016 ist JCB mit der Präsentation des komplett neuen Baggermodells Hydradig ein Clou gelungen, der seither branchenweit viel Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Erschienen in Ausgabe: März 2017 | Seite 22

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