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Bausoftwarehersteller Nemetschek (Foto: Nemetschek)

Integrated Design soll Kooperation bei Bauprojekten revolutionieren

Nemetschek kündigt Paradigmenwechsel in der Bauindustrie an

DBU/ Berlin - Die Nemetschek Group, einer der führenden Anbieter von Software für die Baubranche hat eine Workflow-Lösung der nächsten Generation angekündigt."Integrtated Design" stelle einen Paradigmenwechsel für die Baubranche dar. Architekten, Statiker und MEP-Ingenieure (Haustechniker) können damit in agilen Teams zusammenarbeiten.

Produktivität soll gesteigert werden

Aktuellen Studien zufolge ist die Produktivität der Bauindustrie in den letzten 20 Jahren jährlich um nur ein Prozent gestiegen. Infolgedessen liegt die Branche weit hinter anderen Sektoren zurück. Darüber hinaus kommt es bei der Mehrheit der Projekte zu Kosten- und/oder Zeitüberschreitungen. Die geringen Produktivitätssteigerungen und die Ineffizienzen liegen zum Teil an der losen Verbindung zwischen den verschiedenen Disziplinen, die meist getrennt an ihrem eigenen Datensatz arbeiten. Im Planungsprozess eines Gebäudes werden derzeit 30 Prozent der Zeit für die Koordination zwischen Architekten, Tragwerks- und MEP-Ingenieuren, Energieexperten und anderen am Bau beteiligten aufgewendet.

"Wir müssen die traditionellen Prozesse unserer Industrie in Frage stellen, um sie zu verbessern. Unsere Vision ist es, Design- und Planungsexperten dabei zu unterstützen, sich von einer nicht synchronisierten Arbeitsweise in Silos zu agilen, interdisziplinären Teams weiterzuentwickeln, in denen sie alle wesentlichen Projektinformationen in Echtzeit austauschen können", sagte Viktor Várkonyi, Chief Division Officer der Planning & Design Division und Mitglied des Vorstands der Nemetschek Group, bei der digitalen Veranstaltung Building Together in München. "Anstatt beispielsweise die Kollisionserkennung zu perfektionieren, sollten wir Prozesse entwickeln, die solche Kollisionen vermeiden. Unsere Technologie wird es unseren Kunden ermöglichen, den Großteil ihrer wertvollen Zeit für den kreativen Designprozess zu verwenden.“

Unter der Leitung von Graphisoft, Risa und Scia   waren zahlreiche Marken der Nemetschek Group an der Entwicklung dieser multidisziplinären Teamarbeitsumgebung beteiligt. "Unser Konzernansatz, den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen und offene Standards und Interoperabilität voranzutreiben, ist die Grundlage für diese Innovation", erklärte Viktor Várkonyi.

"Mit diesem neuen integrierten Ansatz können Architekten, Bauingenieure und MEP-Ingenieure gemeinsam an Planungsprozessen arbeiten, und zwar in einer funktionsübergreifenden, interaktiven und kooperativen Weise", erklärte Huw Roberts, CEO von Graphisoft. "Es ist spannend zu sehen, wie die Marken der Nemetschek Group ihre Kräfte bei der Entwicklung dieses Tools der nächsten Generation gebündelt haben".

Mit der BIM-Arbeitsmethode als gemeinsamer Datenbank arbeiten alle Disziplinen an ihren eigenen Aufgaben und Parametersätzen in einem zentralen Modell. "Modellduplizierung sollte der Vergangenheit angehören", sagte Amber Freund, CEO von RISA. "Architekten und Ingenieure können integriert und multidisziplinär zusammenarbeiten. Dadurch können sie schnelle Entscheidungen präsentieren, die sich auf die Kundenbedürfnisse konzentrieren", fügte Hilde Sevens, CEO von SDcia, hinzu.

"Der integrierte Workflow für den Planungsprozess wird die Art und Weise, wie Architekten und Ingenieure zusammenarbeiten, erheblich verändern", so Viktor Várkonyi. "Das Ergebnis werden großartige Gebäude sein, die innerhalb des Zeit- und Kostenrahmens fertiggestellt werden - ein Novum für die Baubranche".

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Erschienen in Ausgabe: online

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