von Redaktion
VDBUM-Förderpreis 2026: Dynapac, abaut und Bauhaus-Uni Weimar stechen heraus
Rekordbeteiligung beim 13. VDBUM-Förderpreis
Die Dynapac GmbH, die abaut GmbH und die Bauhaus-Universität Weimar sind die Gewinner des VDBUM-Förderpreises 2026. Der Verband der Baubranche, Umwelt-und Maschinentechnik hat den renommierten Branchenpreis am 11. Februar im Rahmen seines 54. Großseminars im Kongresszentrum Sauerland Stern in Willingen vergeben.
Dass der deutsche Erfindergeist lahmt, wie häufig behauptet wird, kann die Jury des VDBUM-Förderpreises nicht im Geringsten bestätigen. 53 Bewerbungen und damit mehr als je zuvor, waren für die aktuelle Ausgabe zu bewerten. Und nicht nur die Masse stimmte, sondern auch die Klasse, wie VDBUM-Vorstand Prof. Jan Scholten erklärte, der die Verleihung des begehrten Branchenpreises moderierte.
Mit dem Förderpreis sollen innovative Ideen und Projekte gefördert und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Vergeben wird er in den drei Kategorien „Innovationen aus der Praxis“, „Entwicklungen aus der Industrie“ sowie „Projekte aus Hochschulen und Universitäten“. Die Expertenjury bewertet die Beiträge nach den Hauptkriterien Innovation, Sicherheit/Ergonomie/Umwelt, Wirtschaftlichkeit, technischer Anspruch und Praxisrelevanz. In zwei Kategorien trennten den Gewinner und den Viertplatzierten in der Jurybewertung nur Dezimalstellen, was aufzeigt, auf welch hohem Niveau die Einreichungen lagen.
VDBUM-Förderpreis 2026 würdigt Entwicklung elektrischer Maschine
Gewinner der Kategorie „Entwicklungen aus der Industrie“ wurde der Elektro-Großfertiger SD25 80C e der Dynapac GmbH, vertreten durch Marten Buse. „Hier wurde nicht ein konventioneller durch einen alternativen Antrieb ersetzt, sondern es handelt sich um die konsequente Entwicklung einer elektrischen Maschine“, sagte Prof. Jan Scholten. Der zweite Platz ging an die Hamm AG, der dritte Platz an die Manitou Deutschland GmbH.
In der Kategorie „Projekte aus Universitäten und Hochschulen“ gingen punktgleich zwei zweite Plätze an die TU Darmstadt und die TU Dresden. „Road2Go: GST digital“, eine Masterarbeit von Claudia Föllmer von der Bauhaus-Universität Weimar gewann die Kategorie. Sie hat eine praxisorientierte Digitalisierungsroadmap zur Vereinfachung von Genehmigungsprozessen für Großraum-und Schwertransporte entwickelt. „GST-Genehmigungen to go – das wäre schön, bei über 400.000 jährlich auszustellenden Transportgenehmigungen“, so Prof. Jan Scholten. In Vertretung von Claudia Föllmer Prof. Dr.-Ing. Jürgen Melzner von der Bauhaus-Universität den Preis entgegen.
VDBUM-Förderpreis 2026: Das Publikum entscheidet
Zum inzwischen dritten Mal hatte die Jury in der Kategorie „Innovationen aus der Praxis“ keinen Sieger gekürt, sondern drei Beiträge nominiert. In einem exakt dreiminütigen Kurzvortrag hatten die Nominierten nun jeweils Gelegenheit, den 910 Gästen der Abendgala – auch dies ein Rekordwert – ihre Innovationen und deren Praxisrelevanz vorzustellen.
Sebastian Kaluza von der abaut GmbH präsentierte „die nächste Generation der Telematik", Roland Dostler von der Adam Hörnig Baugesellschaft mbH & Co. KG erläuterte das „Verschub-Monitoring-System“, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Überwachen der Pfeilerkopfauslenkung und Überbaulage im Neu-und Rückbau von Brücken. Tobias Schroth von der Leonhard Weiss GmbH & Co. KG beschrieb das „Greifersystem Bahntunnel“, eine Eigenentwicklung, durch die eine Trennwand in einem Eisenbahntunnel realisiert wurde, um Fledermäuse zu schützen, die sich dort angesiedelt hatten.
Die Führungskräfte der Baubranche, Umwelt-und Maschinentechnik“ machten per eVoting-Abstimmungsgerät gern von ihremMitspracherecht Gebrauch und wählten „die nächste Generation der Telematik“ mit 40,34 % zum Siegerbeitrag, das „Greifersystem Bahntunnel erreichte den zweiten Rang, Drittplatzierter wurde das Verschub-Monitoring-System. Prof. Jan Scholten zeichnete alle Gewinner gemeinsam mit VDBUM-Präsident Dirk Bennje und Vizepräsident Marco Fecke aus.
Noch bis zum Ende des 54. VDBUM Großseminars werden alle 53 Einreichungen in der Förderpreis-Galerie auf Roll-Ups präsentiert. Viele Besucher nutzten an den ersten beiden Veranstaltungstagen die Gelegenheit, sich ein Bild von der Innovationskraft der Branche zu machen. Das Verbandsmagazin VDBUM INFO stellt die Gewinnerbeiträge und weitere spannende Einreichungen ab der kommenden Ausgabe vor.
Die Einreichungen werden auch auf der Verbands-Website und den social media-Kanälen veröffentlicht. Auch hat sich das Coreum in Stockstadt erneut bereit erklärt, die Siegerbeiträge ein Jahr lang einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Den Stellenwert des VDBUM-Förderpreises hatte Verbands-Präsident Dirk Bennje, der bis 2025 Mitglied der Fachjury war, schon im Vorfeld des diesjährigen Großseminars auf den Punkt gebracht: „Ich verfolge durchaus mit Stolz, dass vielen Unternehmen, die wir für ihre Entwicklungen ausgezeichnet hatten, wenig später der Durchbruch gelingt. Wir scheinen also einen guten Riecher für Innovationen zu haben.“ Prof. Jan Scholten berichtete, dass es in der Geschichte des Förderpreises 396 Einreichungen gegeben hat. „Dies ist der Beweis für viele kluge Köpfe in der Branche.“
Ab sofort können innovative Ideen aus Praxis, Industrie und Forschung für den 14. VDBUM Förderpreis eingereicht werden. Die Gewinner der drei Kategorien erhalten jeweils ein Preisgeld von 2.500 Euro. Lohnend ist die Teilnahme aber vor allem, da die Wettbewerbsbeiträge auf dem 55. VDBUM Großseminar im Februar 2027, wo die Sieger gekürt werden von zahlreichen Führungspersönlichkeiten der Branche wahrgenommen und darüber hinaus über mehrere Kanäle veröffentlicht werden. Die Bewerbungsunterlagen finden Interessierte auf der VDBUM-Website.
Bild: Die drei Erstplatzierten des VDBUM Förderpreises - Marten Buse (3.v.l., Dynapac), Prof. Dr.-Ing. Jürgen Melzner (3.v.r., Bauhaus-Universität Weimar in Vertretung von Claudia Föllmer) und Sebastian Kaluza (2.v.r., abaut GmbH) mit VDBUM Präsident Dirk Bennje (l.), seinem Stellvertreter Marco Fecke (r.) und Vorstand Prof. Jan Scholten (2.v.l.).
(Foto: VDBUM)
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