Rückbau - von

164 Meter lange Brücke gesprengt

Max Wild mit Vorbereitung und Entsorgung beauftragt

Berkheim – Mitte September 2017 ist die Kreis­straßenbrücke zwischen Blaichach und Burgberg im Oberallgäu gesprengt worden. Um 19.30 Uhr ertönte das Sprengsignal. Kurz darauf sackte die 164 Meter lange Brücke, die über die Iller und die B 19 führte, in sich zusammen. Die Vollsperrung der unter der Überführung verlaufenden Bundesstraße 19 konnte nach Aufräumarbeiten der Firma Max Wild wie geplant am Samstagmorgen aufgehoben werden.

Für die Sprengung hatte die Firma Reisch Sprengtechnik 165 Kilogramm gelatineartigem Sprengstoff in Sprengpatronen eingesetzt. Diese waren mit etwa 500 Meter Zündschnur verbunden.

Sicherheit hat Priorität
Um die Staubwolken nach den Explosionen zu reduzieren, deckte man die Brücke mit 3.000 Quadratmeter Flies ab und legte Sprengschutzmatten auf der Straßenbrücke aus. Diese wiegen bis zu 950 kg und boten Schutz vor herumfliegenden Betonbruchstücken.

Auf der B 19 hatte das Max Wild-Abbruchteam Fallbetten aus Kies aufgeschüttet, die Schäden an der Bundestraße verhinderten und Erschütterungen eindämmten.

200 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, THW und DLRG hatten vor der Sprengung den Gefahrenbereich in einem Radius von 200 Meter um die Abbruchstelle abgesperrt. So wurde auch die B 19 zwischen Immenstadt und Sonthofen von Freitagabend 18 Uhr bis Samstagmorgen 6 Uhr vollgesperrt.

Einen extra ausgewiesenen Zuschauerbereich bei Ortwang, im sicheren Abstand zur Abbruchstelle, nutzten zahlreiche Schaulustige und feierten ihre „Sprengparty“.

Max Fus, Bauleiter beim Bauunternehmen Max Wild, sagte später: „Der ausgewiesene Zuschauerbereich hat super funktioniert. Wir hatten dadurch keine Probleme mit Personen im Gefahrenbereich. Es war eine beeindruckende Sprengung und das Team hat tolle Arbeit geleistet. Die gute Zusammenarbeit mit Auftraggeber, Behörden und allen beteiligten Firmen und Einsatzkräften hat das alles so möglich gemacht.“

Die Aufräumarbeiten begannen direkt nach der Sprengung. das Bauunternehmen Max Wild aus dem schwäbischen Berkheim räumte noch in der Nacht von Freitag auf Samstag die Iller sowie die B 19 mit sechs Baggern frei. Die Vollsperrung konnte dadurch um 6 Uhr am Samstagmorgen aufgehoben werden.

Der angefallene Betonbruch wurde innerhalb von zwei Wochen aufbereitet und abgefahren. Dann war auch das letzte Brückenteil der Illerbrücke verschwunden.

von

Erschienen in Ausgabe: Dezember 2017/Januar 2018 | Seite 26

Zurück