. Christian Schönberg

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Hydrema präsentiert seine Erfolgsmaschinen

An seinem Standort Fehrbellin bei Berlin hat das Unternehmen seine Produkte bei einer Hersteller-Messe präsentiert – zusammen mit Partnern

DBU/Fehrbellin – Wer etwas zu zeigen hat, versteckt es nicht. Hydrema präsentiert seine Fahrzeuge in den dänischen Standorten deshalb Jahr für Jahr bei Hausausstellungen im Hauptsitz von Stövring – und Tausende kommen. Jetzt gibt es solch eine Werksschau auch in Deutschland. Den Anfang machte im März der Standort Fehrbellin, am 26. Juni soll es die Präsentation am Produktionsstandort in Weimar geben.

Das Hydrema-Fahrhzeug ist mit einer OilQuick-Sicherung und einem Engcon-Wechsler bestückt.

„Wir sehen das als Herstellermesse“, sagt Deutschlands Hydrema-Vertriebsleiter Martin Werthenbach. Das hat ganz praktische Konsequenzen – so wenn demonstriert wird, wie der kleine MX18 ein Acht-Tonnen-Gewicht hochhievt als wäre es ein Spielzeug. Oder wenn die Besucher im Dumper Platz nehmen und mit dem 18 Tonnen schweren Dreiachser auf spektakuläre Art und Weise durch eine tiefe Grube pflügen können.

Es geht beim Hersteller-Gedanken auch darum, andere Produzenten mit ins Boot zu holen. So waren aus ganz Deutschland Kooperationspartner ins Ruppiner Land gekommen: der Sicherheitstechniker OilQuick aus dem schwäbischen Steindorf, der Maschinenbauspezialist Michaelis aus Breddorf bei Bremen, die Anbaugeräte-Hersteller Pladdet aus den Niederlanden und Allu Deutschland sowie Engcon Germany aus Wertheim und HS Schoch aus Coswig/Anhalt – „alles Anbaugerätehersteller, die für unsere Bagger interessant sind“, so Werthenbach.


OilQuick konnte da beispielsweise seine Vorrichtung präsentieren, die erst im vergangenen Jahr bei der Messe Bauma von der Berufsgenossenschaft Bau prämiert worden ist. Die Sicherung wirkt dann, wenn der Baggerführer unaufmerksam ist, sei es, weil er abgelenkt ist oder schon nach mehreren Arbeitsstunden-Routine an Aufmerksamkeit verloren hat. Dann kann es passieren, dass der Bolzen im Schnellwechselsystem nicht richtig sitzt. Die bleischwere Baggerschaufel pardauzt wie ein schwerer Stein zur Erde.

In einem Einspielfilm am Stand wurde anschaulich demonstriert, was mit einer Schubkarre passiert: Sie wird zusammengefaltet als wäre sie aus Pappe. Laut OilQuick-Geschäftsführer Franz Josef Schauer hat die Firma sechs lange Jahre an dieser Lösung getüftelt: „Sie ist geeignet für Schnellwechsler aller Größen.“ Auch das habe die BG Bau dazu bewogen, das Patent zu fördern.


Auch Hydrema bleibt ja niemals auf der Stelle stehen. Erst im vorigen Jahr ist bei der Bauma eine Neuheit vorgestellt worden, die auch in Fehrbellin über die mit aufgewühlten Hügeln und eingegrabenen Löchern gespickte Wiese rollte, als wäre es ein Leichtes: der Mini-Truck 707G der 707er-Serie. Wie ein kleines Raumschiff auf Rädern wirkt er angesichts der nach allen vier Seiten rundblickoffenen Kabine. Diese Kabinen-Konstruktion erhöht ebenso wie die Ausrichtung des Fahrerhauses nach vorn die Sicherheit des Bedieners. Davon konnte sich jeder, der Lust hatte, aufzusitzen, ein lebensechtes Bild machen.


Hydrema hat auch alles dafür getan, dass sich die Ausstellungsteilnehmer und Besucher wohlfühlen – mal ganz abgesehen von den aufregenden Dumper-Fahrten. Wer Kinder mitgebracht hatte, konnte sie auf die Hüpfburg schicken. Herzhafte und gesunde Leckereien vom Buffet, Bratwurst vom Grill und Getränke-Angebot standen zum Zugreifen bereit.


Die Handys wurden gezückt, als Martin Werthenbach das Mikrofon in die Hand nahm und die Demonstration des Mini-Baggers MX 18 ankündigte. Er ist eines der ganz großen Zugpferde von Hydrema. Immer wieder, so Werthenbach, stellen Beobachter verwundert fest, „dass der Mini-Bagger gleichzeitig so kompakt wirkt und sich doch so kräftig machen kann wie ein ganz Großer“. Das zeigte er unter anderem mit dem Heben des Acht-Tonnen-Würfels. Aber auch die spielerisch einfach aussehende Bewegung für den Aushub der Erde wurde von den Besuchern aufmerksam beobachtet.


Den Vorteil des Hydrema-Mini-Baggers macht ohne hin so schnell keiner nach: Weil die Auslieger-Konstruktion so ausgeklügelt ist, dass er nicht, wie andere Vergleichsbagger, mit einem langen Heck ausgestattet werden muss, können die Hydrema-Fahrzeuge der MX-Serie auch in engsten Straßenverhältnissen wendig und sicher ihre Arbeit verrichten. Wer’s nicht glaubt: Am 26. Juni bietet sich die Chance, sich in Weimar ein Bild davon zu machen. Auch dort geht es beim Herstellertag schon am Vormittag los – am Standort an der Kromsdorfer Straße. 

. Christian Schönberg

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