von Jasch Zacharias

Windkraft: Höher als der Eiffelturm, abgrundtief hässlich
Brandenburg wird höchste Anlage aus Stahl und beton der Welt gebaut – Berlin kann nachziehen
Im brandenburgischen Schipkau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) wird zurzeit das höchste Windkraftwerk der Welt gebaut. 300 Meter misst das Monster aus Stahl und Beton. Es ist damit höher als der Eiffelturm und wird in Deutschland überhaupt nur noch vom Fernsehturm in Berlin überragt. Allerdings hat das riesige Bauwerk einen kleinen Nachteil: Es ist mitnichten annähernd so schön anzuschauen wie die beiden Touristen-Attraktionen. Weder das aus bis zu 4.000 Tonnen Beton bestehende Fundament noch die Rotoren mit einem Durchmesser von etwa 140 Metern haben das Potenzial, Ausflügler und Naturfreunde in die (ehemalige) Niederlausitzer Braunkohleregion locken.
Doch ist das überhaupt wichtig? Schaut man sich die Luftbilder des zurzeit noch fast 7.000 Seelen zählenden Städtchens Schipkau an, ist schnell klar: Hier wird sich wohl kaum noch jemand – außer den üblichen Vogelfreunden – daran stören, wenn das dort bereits bestehende ohnehin die Landschaft verschandelnde Windpark-Feld noch um einen weiteren hässlichen Mega-Windradmast ergänzt wird.
Wo bereits traditionell im Tagebau jahrzehntelang Braunkohle abgebaut wurde, wird eben jetzt Windenergie erzeugt – da kann nicht mehr viel Landschaft zerstört werden...
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Bild: Wo Windräder stehen, fühlen sich weder Vögel und Wildtiere noch Touristen wohl (Foto: Pixabay)
von Jasch Zacharias
Erschienen in Ausgabe: September2025| Seite01