von Redaktion
Höchster Kindergarten Hessens mit Wabenform-Steinen errichtet
Beim Errichten selbst kommt der sogenannten Kimmschicht eine besondere Bedeutung zu
Hessens höchster Kindergarten ist im Taunus entstanden. 72 Kinder werden dort unweit des Großen Feldbergs betreut. Was sie nicht wissen: Die Wände, zwischen denen sie spielen und lernen, bestehen aus besonderem Mauerwerk.
Die Albert Weil AG aus Limburg hat ihn mit dem Wabenstein des Herstellers KLB aus Andernach errichtet – erstmals in der Unternehmensgeschichte.
Füllung aus einem rein mineralischem Schaum
Der Mauerstein mit der namengebenden Wabe erfüllt mit seiner bionisch inspirierten Geometrie und einer Füllung aus einem rein mineralischem Schaum hohe Wärmedämm-, Schallschutz- und Brandschutzwerte (DBU berichtete). Bei ihm handelt es sich um einen Planstein.
Steine dieser Art sind millimetergenau zugeschliffen worden – plangeschliffen, wie der Fachmann sagt. Der Vorteil: Der Fugenanteil ist nicht hoch. Damit ist das Mauerwerk besser gedämmt. Bei KLB hat ein Planstein eine äußerst geringe Höhentoleranz von maximal einem Millimeter. Das gilt auch für den Wabenstein beim Kitabau im Taunus.
Kindergarten entstand in Schmitten-Oberreifenberg
Beim Kindergarten-Bau in Schmitten-Oberreifenberg nutzte das Limburger Bauunternehmen den KLB-Wabenstein für die Errichtung der hochwärmedämmenden Außenwände: „Unser Haus achtet sehr auf Qualität“, sagt Polier Ralf Haas. Seinem Empfinden nach ist der neue Wabenstein sehr gut für die Aufgaben geeignet. „Vom Gewicht her ist er optimal und lässt sich auf der Baustelle einfach verarbeiten“, erklärt er. Als besonderen Vorteil sieht er auch an, dass sich die Steine sägen lassen, ohne dass die mineralische Schaumfüllung herausfällt oder rieselt.
Beim Errichten selbst kommt der sogenannten Kimmschicht eine besondere Bedeutung zu: Sie ist die unterste Schicht beim Mauern und dient dem Höhenausgleich. Dafür werden die Leichtbetonsteine je nach Anforderung in ein maximal drei Zentimeter dickes vollflächiges Bett aus Normal- oder Leichtmörtel gesetzt.
Genaues Einmessen, Ausrichten und exaktes Anlagen wichtig
Zum lot- und waagerechten Ausrichten der ersten Schicht im Mörtelbett sind Gummihammer, Wasserwaage oder Lasermessgerät unverzichtbares Werkzeug für die Mauerarbeiten. Denn jeder Maurer weiß: Genaues Einmessen, Ausrichten und exaktes Anlegen der Steine von Ecke zu Ecke erspart späteren Ärger. Nachträgliche Korrekturen sind nicht mehr möglich. Vor dem Weiterbau muss die Kimmschicht ausreichend erhärtet sein. Ebenso sind Türöffnungen, Wandanbindungen und Ähnliches vorab auf der Boden- beziehungsweise Deckenplatte zu markieren.
Ist die Kimmschicht angelegt, folgt das eigentliche Aufmauern. Für plangeschliffene KLB-Steine steht dafür ein speziell entwickelter Mörtel zur Verfügung. Diesen Dünnbettmörtel liefert der Hersteller als Werktrockenmörtel. Die Albert-Weil-Fachleute rühren ihn mit einem Quirleinsatz an. Dazu gibt KLB ihnen per Sackaufschrift und Verarbeitungshinweisen die richtige Methodik in die Hand.
Steine gleiten von oben in die Verzahnung ab
Die Dünnbettmörtelschicht wird mit einem Mörtelschlitten gleichmäßig auf die gesamte Länge der ersten Steinschicht aufgebracht. Die Zahnleiste des Schlittens ist speziell auf den Mörtel und die Dicke des Auftrages abgestimmt. Danach werden die Plansteine in Reihenverlegung knirsch auf das Dünnbettmörtelbett versetzt. Die Steine sind dabei nicht auf dem Dünnbettmörtel in die Verzahnung zu schieben, sondern sollen von oben in die Verzahnung herabgleiten. Dieser mit Nut- und Feder-Flachverzahnung versehene Stoßfugenbereich der plan-geschliffenen Steine bleibt dabei unvermörtelt.
Foto (oben): KLB Klimaleichtblock
Foto: KLB Klimaleichtblock
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