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Hochhaus-Ensemble wird neues „Eingangstor“ im Münchner Osten

In bayerisch-blauweiß: Blue Tower und White Tower

Weißenhorn – Das Hochhausensemble der Bavaria Towers ist das neue „Eingangstor“ im Münchner Osten – verkehrsgünstig gelegen an der A94 zwischen Messegelände und Stadtmitte. Ein Peri-Projektteam unterstützte die wirtschaftliche und sichere Bauausführung mit einer umfassenden Schalungs- und Gerüstlösung.

Der 72 Meter hohe Blue Tower und der 54 Meter hohe White Tower sind Teil des Ende 2017 im Rohbau fertiggestellten Gebäudeensembles mit insgesamt vier modernen Hochhäusern, einem Hotel- und drei Bürotürmen. Die sogenannten Bavaria Towers sind Münchens repräsentatives Großprojekt am Bogenhausener Tor, dem Schnittpunkt zweier Verkehrsachsen von Osten in Richtung Stadtzentrum. Markant sind die fünfeckigen Gebäudestrukturen mit abgerundeten Ecken und den oberen Pultdachabschlüssen sowie die transparenten Fassadengestaltungen.

Umfassende Schalungs- und Gerüstlösung
Die 18 Obergeschosse des Blue Towers sind als Büroflächen ausgewiesen, der 15-stöckige White Tower wird als Hotelturm mit 345 Zimmern genutzt. Beide Türme mit gemeinsam 40.000 Quadratmeter Geschossfläche wachsen auf 11.000 Quadratmeter Grundstücksfläche empor. Inklusive dreier Tiefgaragenebenen waren in kürzester Bauzeit über 60.000 Quadratmeter Deckenfläche in Ortbetonbauweise herzustellen. Zu berücksichtigen waren hierbei das beengte Baustellen­areal sowie die komplizierten Kerngrundrisse mit spitzwinkligen und abgerundeten Ecken.

Peri unterstützte den raschen, wirtschaftlichen Herstellungsprozess mit einer umfassenden Komplettlösung: Schalungs- und Gerüstplanung, Just-in-time-Materialbereitstellung, Sonderschalungsbau und Baustellensupport. Vor Ort unterstützte ein Peri-Projektkoordinator die Baustellenverantwortlichen von Porr Deutschland. In enger Abstimmung konnte dadurch eine Einsatzoptimierung erreicht werden, die eine strikte Einhaltung des Materialbedarfs im Rahmen der Ausschreibung ermöglichte.

Wand-, Stützen- und Deckenschalung aus einer Hand
Die bis zu 50 Zentimeter starken Geschossdecken aller Etagen wurden ohne Systemwechsel mithilfe großflächiger Variodeck-Deckentische und der Multiflex-Träger-Deckenschalung geschalt, ergänzt durch projektspezifisch konzipierte Ecktische für die runden Eckbereiche.

Die Randtische mit den systemintegrierten Sicherheitskomponenten dienten zugleich als Arbeitsbühne, zusätzliche Absturzsicherungen waren dadurch entbehrlich. PEP-Stahl-Deckenstützen fungierten als stabiles Tragsystem unter der Schalung sowie zur notwendigen Durchstützung. Große Unterstützungshöhen sowie teilweise bis zu 1,95 Meter Deckenstärke wurden mithilfe des Peri UP-Traggerüstsystems realisiert.

Beim Schalen der Stahlbetonwände wurde die Maximo-Rahmenschalung eingesetzt. Mithilfe der einseitig bedienbaren MX-Ankertechnik und dem bewährten BFD-Richtschloss für alle Elementverbindungen ließen sich wertvolle Zeit- und Kostenvorteile erzielen.
Für die vorgegebenen Ausrundungen bei den Gebäudekernen wurden projektspezifisch gefertigte Eckelemente mit den Maximo-Elementen kombiniert. Runde Wände wurden mit der Rundflex geschalt, runde Stahlbetonstützen ließen sich mit der SRS-Stahlrundsäulenschalung wirtschaftlich und in hoher Qualität herstellen. Auch bei den teils großen Stützenhöhen ermöglichten entsprechende Betonierplattformen und integrierte Leiteraufstiege sicheres und dadurch auch effizientes Arbeiten.

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Erschienen in Ausgabe: April 2018 | Seite 34

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