von Redaktion
Hessen und Thüringen rücken auf der Autobahn näher zusammen
Mit der Freigabe von neun Kilometern auf A 44 zwischen Sontra-Ost und Wommener Dreieck ist Meilenstein erreicht
Mit der feierlichen Verkehrsfreigabe des gut neun Kilometer langen Abschnitts in Nordhessen ist die A44 um ein weiteres wichtiges Stück gewachsen. Das von der DEGES im Auftrag der Autobahn GmbH umgesetzte Projekt stärkt die Anbindung zwischen Hessen und Thüringen und steigert die Leistungsfähigkeit des Autobahnnetzes durch die neue Verbindung mit der A4.
Die Autobahn GmbH hat eine weitere wichtige Lücke geschlossen. Der nun fertiggestellte Abschnitt erstreckt sich von der Anschlussstelle Sontra-Ost bis zum neu errichteten Wommener Dreieck bei Herleshausen. Damit ist eine leistungsfähige Direktanbindung an die A 4 entstanden, die die Attraktivität des Autobahnnetzes in der Mitte Deutschlands und darüber hinaus steigert.Der neue Abschnitt der A 44 ist Bestandteil des transeuropäischen Verkehrswegenetzes (TEN) und des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit (VDE) Nr. 15.
A 44 zwischen Hessen und Thüringen: Tunnel Alberberg ist das Hezstück
Der erste offizielle Spatenstich für die Bauarbeiten am neuen Autobahnabschnitt fand bereits im August 2017 statt. Um die Trasse durch die Mittelgebirgslandschaft zu führen, wurden zahlreiche Ingenieurbauwerke errichtet. Das Herzstück des Abschnitts ist der Tunnel Alberberg. Er ist etwa 468 Meter lang und besteht aus zwei getrennten Röhren. Für den Ausbruch wurden rund 230.000 Tonnen Gestein entfernt. Außerdem wurden drei markante Talbrücken fertiggestellt. Neben der neuen Anschlussstelle Sontra-Ost bildet das ebenfalls neu entstandene Wommener Dreieck einen wichtigen Verknüpfungspunkt zur A 4 Richtung Eisenach.
An dem Freigabe-Termin nahmen Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Kaweh Mansoori, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, Dirk Brandenburger, Geschäftsfür Technik der Autobahn GmbH des Bundes, sowie Andreas Irngartinger, Technischer Geschäftsführer der DEGES, teil. Im Rahmen der Einweihung betonten die Vertreter aus Politik, der Autobahn GmbH und der DEGES die Relevanz des Neubaus:
Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr: „Die Straße ist und bleibt mit Abstand weiterhin der Verkehrsträger Nr. 1. Das Ziel der Bundesregierung ist es, die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur in Deutschland zu erhalten und weiter zu verbessern, um Regionen und Wirtschaftsräume in Deutschland noch besser zu verbinden. Der Neubau der A 44 ist ein gutes Beispiel dafür, Regionen näher zusammenzubringen. So wird mit der A 44 die Infrastruktur zwischen Hessen und Thüringen weiter zusammenwachsen. Die Eröffnung des Autobahnabschnitts von Sontra-Ost bis zum Wommener Dreieck ist daher ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Vollendung dieser wichtigen Verbindung zwischen Kassel und Eisenach. Der Bund investiert in den jetzt freigegebenen neun Kilometer langen Abschnitt rund 290 Millionen Euro. Das ist gut investiertes Geld.“
Kaweh Mansoori (SPD), Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Wohnen, Verkehr und den ländlichen Raum: „Mit dem nächsten fertiggestellten Abschnitt der A 44 erschließen wir eine weitere Region in Hessen und binden sie an die überregionale Infrastruktur an. Die verkehrliche Wirkung der A 44 wird sofort für alle Menschen deutlich spürbar sein: Die bessere Erschließung durch den neuen Autobahnabschnitt trägt entscheidend dazu bei, das regionale Straßennetz deutlich zu entlasten. Auf diese Weise profitieren alle: Anwohnerinnen und Anwohner ebenso wie die Nutzerinnen und Nutzer der A 44.“
Dirk Brandenburger, Geschäftsführer Technik der Autobahn GmbH: „Der neue Abschnitt zeigt eindrucksvoll, welche ingenieurtechnische Präzision und organisatorische Leistungsfähigkeit hinter einem Projekt wie der A 44 stehen. Die Kombination aus Tunnelbau, anspruchsvollen Talbrücken, einer neuen Anschlussstelle und einem neuen Autobahndreieck stellt höchste Anforderungen an Planung, Logistik und Bauausführung. Mit dem Wommener Dreieck ist eine Verbindung zur A 4 entstanden, die das Autobahnnetz über die Region hinaus noch leistungsfähiger macht. Solche Bauwerke entstehen nur durch das Zusammenspiel vieler spezialisierter Teams, die über Jahre hinweg konzentriert und zuverlässig gearbeitet haben. Ihnen gilt mein besonderer Dank.“
Andreas Irngartinger, Technischer Geschäftsführer der DEGES: „Mit dem nächsten fertiggestellten Abschnitt der A 44 erschließen wir eine weitere Region in Hessen und binden sie an die überregionale Infrastruktur an. Die verkehrliche Wirkung der A 44 wird sofort für alle Menschen deutlich spürbar sein: Die bessere Erschließung durch den neuen Autobahnabschnitt trägt entscheidend dazu bei, das regionale Straßennetz deutlich zu entlasten. Auf diese Weise profitieren alle: Anwohnerinnen und Anwohner ebenso wie die Nutzerinnen und Nutzer der A 44.“
Bild: Verkehrsfreigabe auf A44: v.l.n.r.: Andreas Irngartinger, Technischer Geschäftsführer der DEGES, Kaweh Mansoori, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Wohnen, Verkehr und den ländlichen Raum, Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, MdB Wilhelm Gebhard, Dirk Brandenburger, Geschäftsführer Technik der Autobahn GmbH des Bundes und Cord Lüesse, Direktor der Niederlassung Nordwest der Autobahn GmbH; (Foto: DEGES )
von Redaktion
Erschienen in Ausgabe: online