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Der Diepholzer Landrat Cord Bockhop (r.) und VDBUM-Präsident Peter Guttenberger bei der Grundsteinlegung.  (Foto: VDBUM/Spoo)

Grundstein für neue VDBUM-Zentrale in Stuhr gelegt

Im Neubau haben die 13 Mitarbeiter doppelt soviel Platz wie bisher

DBU/ Berlin - Für eine neue VDBUM-Zentrale  ist im niedersächsischen Stuhr bei Bremen  jetzt der Grundstein gelegt worden. Bereits im Juli sollen insgesamt 17 Mitarbeiter in den Neubau einziehen können. Mit etwa 800 Quadratmetern wird für sie doppelt so viel Platz sein als zuvor.

  In den vergangenen Monaten mussten die Mitarbeiter des Verbandes der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik (VDBUM) am Standort Stuhr ziemlich zusammenrücken, denn im August waren Bagger angerollt und hatten einen Teil des Gebäudes abgerissen. In den restlichen zur Verfügung stehenden Räumen des 1985 bezogenen Verwaltungsgebäudes war es danach viel zu eng geworden. Nun musste schnell Ersartz her. Der Verband, der inzwischen die Interessen von 11.000 Mitgliedern vertritt, benötigte dringend eine zeitgemäße und zukunftsfähige Verbandszentrale.

 

Kommunikationsmittelpunkt des VDBUM

Seit Oktober wird nun gebaut.  „Der neue Komplex wird nach seiner Fertigstellung eine hochfunktionale Einheit für Ideenfindung, Wissensvermittlung, Kommunikation und kreative Arbeit sein“, sagte VDBUM-Präsident Peter Guttenberger anlässlich der Grundsteinlegung. Die neue Zentrale, in der beispielsweise die jährlich rund 300 Veranstaltungen des VDBUM organisiert werden, “soll die Homebase für die 18 Stützpunkte im Bundesgebiet sein und den Kommunikationsmittelpunkt des Verbandes darstellen“, so Guttenberger weiter. Ein Schwerpunkt der zukünftigen Arbeit werde die Digitalisierung mit den Themen Building Information Modeling, Assistenzsysteme, Autonome Fahrzeuge und Maschinen oder Automatisierung sein.

„Wir lenken und beeinflussen die Themen. In unseren Arbeitskreisen entstehen neue Akademieangebote und Arbeitshilfen für unsere Mitglieder, damit sie die Herausforderungen der Baubranche meistern können“, erörterte der Verbandspräsident. Die Mitglieder haben dem Verband das Mandat für diese Baumaßnahme erteilt und dafür 1,5 Mio. Euro bewilligt. „Gemeinsam mit dem Bremer Architekten Frank Scherer haben wir die Anforderungen  abgefragt und von innen nach außen ein Gebäude kreiert“, beschrieb Geschäftsstellenleiter Wolfgang Lübberding. Dabei wurde auch die nachhaltige Entscheidung getroffen, die vorhandenen Schulungs- und Wirtschaftsräume zu erhalten und den Neubau daran anzuschließen. Lübberding gehörte dem Bauausschuss ebenso an wie die Vorstandsmitglieder Dirk Bennje, Roland Caillé, Dieter Schnittjer und Ehrenvorstand Udo Kiesewalter.

Gebäude mit hoher Strahlkraft

Mitte Juli sollen die Mitarbeiter den Neubau mit  freundlichen, funktionalen und lichtdurchfluteten Räumen beziehen. Darüber hinaus wird das vergrößerte Platzangebot auch den Fördernden Mitgliedern des Verbandes - Hochschulen, Behörden, Instituten - zur Verfügung stehen. Architekt Scherer ist guter Dinge, das Gebäude zum geplanten Termin zu übergeben, vielleicht sogar etwas davor, „denn das Wetter spielt uns derzeit natürlich in die Hände“. Der Architekt berichtete, dass 80 Tonnen Stahl, 200 Kubikmeter Kalksandstein und 400 Tonnen Beton in dem Neubau stecken. Dieser sei eine für die Gemeinde Stuhr prägende Immobilie mit hoher Ausstrahlungskraft, sagte Bürgermeisterin Sigrid Rother.

Wie auch der Diepholzer  Landrat Bockhop freute sie sich über das Bekenntnis des VDBUM zum Standort Stuhr. „Hier liegen die Wurzeln unseres Verbandes“, erklärte Guttenberger. 1971 wurde der VDBUM von Bauunternehmen im Großraum Bremen zunächst als der Verband der Baumaschinen-Ingenieure und Meister gegründet. „Darüber hinaus haben wir hier hoch motivierte, kompetente und freundliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die uns teils seit vielen Jahren die Treue halten und das hoffentlich noch lange tun werden. Nicht zuletzt sind wir in Stuhr geblieben, weil uns die zuständigen Behörden wohlgesonnen sind und unsere Arbeit und unser Bauvorhaben unterstützen“, so Guttenberger weiter.

Der Verband hat sich für eine spezielle Variante der Grundsteinlegung entscheiden, die einen bereits großen Baufortschritt erforderte. Der Grundstein wurde nicht im Fundament verlegt, sondern in die Konstruktion integriert und wird durch eine Glasscheibe im Eingangsbereich dauerhaft sichtbar sein. Die Rede von Peter Guttenberger und der von allen Vorständen und Beiräten unterschriebe Bauplan wurden in der Zeitkapsel versiegelt und zusammen mit der Ausgabe einer Zeitung vom Tag der Grundsteinlegung, einer Flasche Wein, die Landrat Bockhop übergeben hatte sowie der ersten und der aktuellen Ausgabe der Verbandszeitschrift VDBUM Info eingemauert. Die mehr als 80 Gäste, unter ihnen Ehrenvorsitzender Manfred Wichert und Ehrenvorstand Udo Kiesewalter, nutzten im Anschluss die Gelegenheit, den zweigeschossigen Rohbau zu besichtigen. VDBUM-Geschäftsführer Dieter Schnittjer bedankte sich bei allen am Bau Beteiligten. Ein besonderes Kompliment machte er den Mitarbeitern des VDBUM-Teams dafür, dass die Arbeit im engen Provisorium sehr gut funktioniert hat.

 

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Erschienen in Ausgabe: online

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