von Redaktion
Gerüste zusammen höher als ein Flugzeug im Himmel
Terminal 3 am Flughafen Frankfurt war das größte privat finanzierte Bauprojekt Deutschlands - und blieb voll im Zeitplan
Mit der Eröffnung des Terminals 3 des Frankfurter Flughafens ist das größte privat finanzierte Bauvorhaben Deutschlands komplett abgeschlossen worden. Für das Bauunternehmen Dechant war es ein besonderer Moment: Es hatte mit dem Bau sein bislang größtes Vorhaben der Firmengeschichte gemeistert.
In den Verantwortungsbereich von Dechant fielen etwa 20 verschiedene Gewerke. Darunter fanden sich der Stahlbetonbau, der den weitaus größten Bereich ausmachte. Auch der Stahlverbundbau, Kanalarbeiten, Erdbau, Außenanlagen sowie Blitzschutz gehörten zu den Aufgaben, für die Dechant hauptsächlich verantwortlich war.
Bis zu 150 Beschäftigte gleichzeitig auf der Baustelle
Zwischen 150 und 500 Mitarbeiter aus unterschiedlichen Ländern waren auf der Baustelle im Einsatz. Rund 270.000 Kubikmeter Beton und 50.000 Tonnen Betonstahl sind in den gigantischen Rohbau geflossen. Das entspricht in etwa der Menge Stahl von sieben Eiffeltürmen.
Daneben wurden zirka 94.000 Bewehrungsschraubanschlüsse, 16.500 Ankerschienen, 270.000 Kilogramm Einbauteile und 160.000 Meter Erdungsband verbaut. Dazu kommen gut 8.000 Quadratmeter Mauerwerk.
Für die Erstellung der Stahlbetonteile wurden über 306.000 Quadratmeter Wandschalung, 80.000 Quadratmeter Unterzugs- und 154.000 Quadratmeter Deckenschalung eingesetzt. Die Traggerüste erreichten, wenn man alle zusammennimmt, eine Höhe von 14.000 Meter – das liegt über der maximalen Flughöhe einer Boeing 747, die in der Regel zwischen 13.100 und 13.700 Metern taxiert wird.
Die Bauzeit insgesamt betrug rund zehn Jahre. Der reguläre Flugbetrieb startete bereits Ende April. In der ersten Ausbaustufe ist das Terminal auf bis zu 19 Millionen Passagiere pro Jahr ausgelegt; perspektivisch ist laut dem Betreiber Fraport eine Erweiterung auf bis zu 25 Millionen Passagiere möglich. Die Investitionen dieses größten privaten deutschen Infrastrukturvorhabens belaufen sich auf rund vier Milliarden Euro.
Mit dem Bau von Terminal 3 hat sich der Betreiber zum Ziel gesetzt, die Leistungsfähigkeit des Flughafens zu erhöhen. Mit ihm sind die Voraussetzungen dafür geschaffen worden, Frankfurt als internationales Luftverkehrsdrehkreuz langfris-tig weiter zu stärken.
Zugleich steht das neue Terminal für modernisierte Prozesse im Passagierbetrieb: Dazu gehören unter anderem eine großzügige Check-in-Halle, automatisierte Gepäckaufgabe, moderne Sicherheitskontrollen sowie ein neues Angebot aus Handel und Gastronomie.
Peter Dechant: „Deutschland kann doch noch Großprojekte“
„Der Bau von Terminal 3 ist auch für Dechant ein Meilenstein – ein Megaprojekt, auf das wir ganz besonders stolz sind“, unterstreicht Firmenlenker Peter Dechant. Ihm zufolge hat das ganze Team mit größter Einsatzfreude, Effizienz und Zuverlässigkeit an diesem Projekt gearbeitet. „Wir haben damit einmal mehr den Beweis angetreten, dass wir bei Großbauprojekten die Nase vorn haben“, so Dechant bei der Eröffnung des Terminals. Und er betont: „Durch den Einsatz unserer Mitarbeiter wurde bei diesem Projekt die Terminschiene eingehalten.“ Das hat sich laut Peter Dechant in der öffentlichen Wahrnehmung widergespiegelt: „Deutschland kann doch Großprojekte“ – so heißt es nun wieder.
Foto: Dechant
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