Berufsbekleidung - . Redaktion

Blåkläders treibende Kraft liegt in der Herausforderung, Produkte zu entwickeln, die den Arbeitsalltag sicherer, einfacher und komfortabler machen.    (Foto: Blåkläder Deutschland GmbH)
Blåkläders treibende Kraft liegt in der Herausforderung, Produkte zu entwickeln, die den Arbeitsalltag sicherer, einfacher und komfortabler machen. (Foto: Blåkläder Deutschland GmbH)

Exklusiv-Vertrag mit Bau-Giganten besiegelt

Blåkläder investiert in vollautomatisiertes Lagersystem AutoStore

Svenljunga (Schweden) – Der in Svenljunga ansässige Arbeitsbekleidungshersteller Blåkläder nimmt seit Frühjahr einen größeren Einfluss auf den skandinavischen Markt. Grund: Die drei größten Bauunternehmen in Skandinavien NCC, Skanska und PEAB wählten Blåkläder im April 2016 als exklusiven Lieferanten für Arbeitskleidung aus. Zusätzlich liefert Blåkläder Schuhe und Handschuhe an NCC und PEAB. Das Abkommen läuft drei Jahre lang und hat einen Gesamtauftragswert von etwa 48 Mio. Euro.
„Es ist entscheidend für uns bei NCC, dass Blåkläder Arbeitskleidung mit hoher Qualität, Funktionalität und guter Passform liefert. Wir schätzen es auch, dass Blåkläder über eine eigene Produktion und ein eigenes Lager verfügt sowie über einen starken Fokus auf die Umwelt“, sagt Ole Kristoffersen, Einkaufsleiter bei NCC.

„Wir sind sehr stolz, das Vertrauen dieser drei gigantischen Bauunternehmen zu erhalten. Dies beweist, dass sich unsere Investi­tionen auszahlen und dass wir uns auf die richtigen Dinge konzentrieren. Sie geben uns gleichzeitig Herausforderungen, die uns weiterentwickeln und erweitern“, sagt Peter Mönhage, Geschäftsführer Blåkläder Schweden. Blåkläder fordert das Arbeitskleidungsgeschäft kontinuierlich heraus. Die Produktentwicklung erfolgt in enger Abstimmung mit den Verbrauchern und die Kollektionen werden den Anforderungen des Marktes entsprechend entwickelt. Speziell angepasste Lösungen für bestimmte Berufe können leicht mit der flexiblen Produktion in ihren eigenen Produktionsstätten in Sri Lanka und Vietnam produziert werden.

„Es ist wichtig, den Verbrauchern zuzuhören, anstatt zu tun, was wir für richtig halten. Viele unserer Kunden tragen unsere Kleidung mindestens 40 Stunden in der Woche. Die Herausforderung besteht darin, Funktion und Qualität mit Design zu verbinden, um erfolgreich zu sein.“, sagt Peter Mönhage.

Große Abkommen erfordern mehr Kapazität. Deswegen investierte Blåkläder in das vollautomatisierte Lagersystem AutoStore, das im Mai 2016 in Betrieb ging. Gesamtinvestition: Rund 4 Mio. Euro.
Damit ist Blåkläder eines der ersten Unternehmen in Schweden, das in die hypermoderne Logistik-lösung AutoStore investierte. Neben effizienter Einteilung der Lagerfläche bietet AutoStore bessere Arbeitsbedingungen für das Lagerpersonal.
„Wir sehen viele Vorteile in diesem System. Nicht zuletzt ist es ergonomischer für unsere Mitarbeiter mit weniger schwerem Heben und weniger Risiko von Unfällen, da wir keine Gabelstapler mehr verwenden. Wir werden außerdem schneller in der Auftragsabwicklung sein und mehr Produkte am Tag versenden“, sagt Anders Carlsson.

AutoStore ist als großer Würfel mit verschiedenen Boxen aufgebaut. Jede Box hat eine Nummer, die mit einem Produkt verbunden ist. An der Spitze des Würfels unterstützen Roboter auf Befehl das Abrufen und die Lieferung von Produkten, die von den Mitarbeitern gewünscht werden.

„Der einfachste Weg, dies zu erklären, ist: Wir drehen das gesamte Lagermanagement um. Vorher fuhren wir mit Gabelstaplern herum, um Produkte zu laden und aufzunehmen. Jetzt tun wir das Gegenteil – die Mitarbeiter stehen an der Station und die Produkte kommen zu ihnen“, erklärt Anders.
Das System, das das modernste seiner Art ist, verbraucht sehr wenig Strom und ist – auf umweltfreundlichem Weg – eine gut durchdachte Lösung. Im ersten Schritt wird AutoStore 28.000 Boxen im Lager behandeln, aber Blåkläder plant schon, diese Menge zu verdoppeln.

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Erschienen in Ausgabe: Oktober 2016 | Seite 19

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