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Erst Kampfmittel weg, dann massiver Rückbau

3.500 moderne Wohnungen auf einstigem Kasernen-Areal Krampnitz in Potsdam geplant

Ratingen – Wo einst bis zu 11.000 Soldaten mit ihren Familien stationiert waren, werden nun über 3.500 moderne und komfortable Wohneinheiten für 7.000 Menschen entstehen. Auf dem 1,2 Mio. Quadratmeter großen Areal der ehemaligen Kaserne Krampnitz in Potsdam plant die Potsdam GmbH die Sanierung von vielen, über 60 Jahre alten Wohnhäusern, sowie den Neubau von Ein- und Zweifamilien­häusern inmitten eines naturnahen Umfeldes. Die Gebäude waren während vergangener Jahrzehnte Standort der sowjetischen Armee und standen nach deren Abzug seit 1991 leer.

Um Platz für neue Gebäude zu schaffen, müssen Altbestände von 1937, aber insbesondere Plattenbauten und einstige Sozialgebäude aus den Zeiten der militärischen Nutzung abgerissen werden.
Für den Rückbau im Bauabschnitt 3, dem sog. „Bergviertel“, konnte sich die Firma SBucher Abbruch & Recycling GmbH aus Burkhardtsdorf in der Nähe von Chemnitz den Zuschlag sichern. Die bisherigen Referenzen, die Kompetenzen des jungen Unternehmens und der Zuverlässigkeit des Teams um Geschäftsführer Sebastian Bucher, haben die Auftraggeber überzeugt.

Insgesamt müssen 100.000 Kubikmeter umbauter Raum bis Ende 2018 in diesem Bauabschnitt zurückgebaut werden. Keine einfache Aufgabe, wenn man bedenkt, dass auf dem Gelände militärische Altlasten wie Munition und teils alte Waffenteile in den inzwischen stark bewachsenen Flächen lagern können. Daher hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst das Gelände ausgiebig kontrolliert, bevor die eigentlichen Rückbauarbeiten begannen. Sobald es daran geht, mit schweren Maschinen in den Boden einzugreifen, sind die Kampfmittelexperten wieder vor Ort.

Für das Projekt gibt es einen straffen Zeitplan. Um diesen einhalten zu können, setzen Sebastian Bucher und seine Mitarbeiter auf hochwertige Technik.
So kommt unter anderem ein Volvo Kettenbagger EC380EHR für den selektiven Rückbau der Plattenbauwerke zum Einsatz. Mit einer Auslegerlänge von 23 Meter scheinen sich die bis zu fünf Etagen hohen Wohnblöcke sehr leicht zerlegen zu lassen.

Entspannt, aber konzentriert sitzt Maschinist Marcus Kauz in der großzügigen, um 30 Grad gekippten Kabine und nimmt souverän die bis zu 4 Tonnen schweren Betonelemente aus den oberen Etagen.

„Mit seiner feinfühligen Hydraulik und der enormen Standsicherheit des EC380EHR werden solche Herausforderungen spielend leicht“, so Kauz, der seit vielen Jahren in Spezialbaggern „zu Hause“ ist. „Im Segment der High-Reach-Bagger war Volvo für mich immer schon erste Wahl. In Puncto Qualität, Sicherheit, Effizienz und Präzision ist diese Maschine das beste Werkzeug, um diese Aufgaben zu bewältigen“, sagt er mit einem zufriedenen Lächeln.
Das nächste Betonelement fällt. Einen Moment lang scheint die Baustelle in einer Wolke aus Staub unterzugehen. Ein kurzes Zischen, und ein feiner Wassernebel bindet die Partikel. Dank des integrierten Hochdruck-Staubbekämfungssys­tems auf dem EC380EHR hat Marcus Kauz wieder freie Sicht auf den oberen Rand des Betonklotzes. Um die einzelnen Elemente genau mit dem Sortiergreifer fassen zu können, hilft die zusätzliche Kamera am Ende des Baggerstiels.

Während er eine Etage nach der anderen abträgt, räumt sein Kollege Jens Fritsche auf. Ebenfalls mit einem Volvo. Der EC380ENL steht dem „großen Bruder“ tatkräftig zur Seite und sortiert gewissenhaft die abgetragenen Teile auf einzelne Haufen. Auch Jens Fritsche ist begeistert von den Leistungen des 40-Tonners: „Der kräftige Motor ist kaum zu hören, man glaubt gar nicht, welche Kraft die Maschine entfaltet und sich dennoch so ruhig und fein bedienen lässt.“

Insgesamt werden über 40.000 Tonnen Beton aufbereitet und wiederverwertet. Die zu früheren Zeiten verbauten Schadstoffe werden aussortiert und fachgerecht entsorgt.
Beide Maschinen sind mit vollhydraulischen Schnellwechselsystemen ausgestattet, um die Rüstkosten um ein Vielfaches zu reduzieren und für jede Arbeit das passende Werkzeug anzubauen.

„Diese Investition amortisiert sich innerhalb kürzester Zeit, da wir alle benötigten Anbauwerkzeuge vorhalten und damit effizient die notwendigen Arbeiten beim Brechen, Pulverisieren und Sortieren ausführen können. Der Verschleiß durch unsachgemäße Nutzung von den Abbruchgeräten wird damit enorm reduziert“, so Sebastian Bucher.

Effizienz, Produktivität und Leis­tungsfähigkeit stehen bei Bucher an oberster Stelle, denn nur unter diesen Bedingungen kann er die Anforderungen seiner Kunden schnell und zuverlässig erfüllen.
„Auch das war für uns ein wichtiger Entscheidungsgrund. Mit Swecon Baumaschinen als Partner können diese Erwartungen seitens der Maschinentechnik zu unserer Zufriedenheit erfüllt werden.“
Dabei spielt auch die Servicenähe des Volvo-Händlers eine große Rolle. „Wir haben in den neuen Bundesländern überregional mehrere Baustellen“, sagt Bucher. „Da ist es wichtig, auch im Umfeld der Einsätze unserer Maschinen einen Servicestandort zu wissen.“
Zudem mietet das Unternehmen auch Maschinentechnik an. Derzeit hat Bucher zu den eigenen drei Maschinen noch weitere Baumaschinen über Swecon smartrent angemietet.

Warum sich Sebastian Bucher und seine Jungs bei Swecon so gut aufgehoben fühlt? „Egal ob wir etwas mieten, eine Maschine kaufen oder eine Servicedienstleistung benötigen. Die Zusammenarbeit mit Swecon basiert auf einer fairen und zuverlässigen Partnerschaft.“
„Schon bei der Entscheidungsfindung zur Investition des Abbruchbaggers EC380EHR hat uns der Vertriebsmitarbeiter von Swecon, Daniel Knauth, kompetent und ehrlich beraten“, sagt Bucher rückblickend.

„Auch die langjährigen Kontakte zur Swecon-Niederlassung Seelingstädt-Zwirtzschen bei Gera haben unsere Meinung bestärkt, mit Swecon und Volvo für unsere Arbeiten die richtigen Partner zu haben.“ „Wenn freundliche und kompetente Servicemonteure wie Ingo Schiffmann an den Maschinen die erforderlichen Inspektionen und Arbeiten durchführen,“ hakt Marcus Kauz ein, „kann man mit gutem Gewissen an die Arbeit gehen und den Maschinen alles abverlangen, was die Baustelle erfordert.“

Mit Blick auf die Baustelle in Krampnitz und künftige Aufträge hat sich Bucher bereits die nächste Maschine gesichert: Einen Volvo EC380EL mit Spezialumbau. Ein mit 0,8 Meter erhöhter Reichweite gestreckter Ausleger und ein Zusatzkontergewicht von drei Tonnen wird ab Herbst 2018 den Maschinenpark ergänzen. „Auch bei solchen Sonderbauten steht uns Swecon und das Team mit der erforderlichen Beratung und den entsprechenden Lösungen zu Seite.“

Im Hintergrund, da wo vor wenigen Tagen noch fünfstöckige Häuser mit mehreren Eingängen den Blick in das grüne, von alten Bäumen gesäumte Kasernengelände versperrten, liegen nun nur noch ein paar Haufen Betonschutt. Man kann erahnen, welche Kraft erforderlich war, diesen Gebäuden den Garaus zu machen.
Sebastian Bucher: „Noch haben wir einige von diesen Blöcken vor uns, aber wir vertrauen auf unsere Fähigkeiten und auf unsere Volvo Baumaschinen.“

von

Erschienen in Ausgabe: August 2018 | Seite 30

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