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Baustelle am Dortmund-Ems-Kanal. (Foto: C. Christophel GmbH)
Baustelle am Dortmund-Ems-Kanal. (Foto: C. Christophel GmbH)

Erdbewegung unter erschwerten Bedingungen

Köster Bau bewegt mit mobilen Haldenbändern riesige Erdmassen

Lübeck – Deutschland ist ein Transitland. Unendlich große Mengen von Waren verschiedenster Art und Güte werden täglich vorzugsweise per LKW über unsere Autobahnen transportiert. Die Folge daraus sind nicht selten kilometerlange Staus und eine hohe CO2-Belastung der Luft. Viele Umweltverbände fordern daher schon lange die Güter von der Straße auf die Schiene oder Binnenschiffe zu bringen. Ein modernes Binnenschiff hat heutzutage eine Nutzlast von rund 2.100 Tonnen., damit trägt ein solches Schiff in etwa so viel wie hundert LKW. Vor dem Hintergrund ist das Schiff ein sehr effizientes und kostengünstiges Transportmittel.

Der 223 Kilometer lange Dortmund-Ems-Kanal verbindet den Dortmunder Stadthafen mit Papenburg/Ems und somit das gesamte östliche Ruhrgebiet mit dem Seehafen Emden. Es handelt sich um eine wichtige und bereits stark befahrene Wasserstraße. Um den Kanal „fit für die Zukunft“ zu machen, befindet er sich in stetiger Instandhaltung. Ein großes aktuelles Bauprojekt am Dortmund-Ems-Kanal ist der Neubau der Emsbrücke in der Nähe von Greven im Münsterland. Hierbei muss die alte Kanalbrücke aus dem Jahre 1935 ersetzt werden, da sie marode und auch zu schmal geworden ist.

Da man einen solchen Kanal nicht einfach schließen kann, muss eine Umfahrung inklusive dazugehöriger Brücke gebaut werden um den Schiffsverkehr weiterhin gewährleisten zu können. Für die Kanalumfahrung waren insgesamt zirka 560.000 Kubikmeter Erdbewegung notwendig. Den Auftrag erhielt Anfang 2015 die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Umfahrung Kanalbrücke Ems (DEK) bestehend aus vier Firmen: Köster GmbH (techn. Geschäftsführung, SEH Engineering GmbH, Harald Gollwitzer GmbH und Fritz Meyer GmbH. Die Erdbewegungen waren im Leistungspaket der Köster GmbH angesiedelt.
Innerhalb des Baufeldes der Umfahrung waren sehr unterschiedliche Bodenverhältnisse anzutreffen. Es konnten nicht überall Dumper und LKW die Aushubmassen innerhalb des Baufeldes transportieren und verkippen. Wie soll der Bodenabtrag und der Transport des Aushubs in den Bereichen erfolgen wo kein Radfahrzeug mehr hinkommt?

Mit diesem Problem befasste sich das Baustellenteam sehr intensiv und entwickelte eine Idee, den Aushub mittels Förderbänder aus dem Bereich der Auskofferung auf eine höher liegende Ablagerungsfläche zu fördern. Mit dieser Aufgabenstellung wendeten sie sich an den Spezialisten für Aufbereitungstechnik C. Christophel GmbH aus Lübeck. Nach umfangreicher Analyse konnte man Köster Bau eine Lösung des Problems anbieten: ein Telestack LowFeeder LF520 wird direkt im Abtragsbereich innerhalb der Umfahrungsstrecke vom Bagger beladen. Der LF520 zeichnet sich durch seinen sieben Kubikmeter fassenden Aufgabebunker, sein 20 Meter langes Haldenband und seine starke Motorisierung aus. Der LF520 ist durch seine Kettenmobilität bestens manövrierfähig auf dem schwierigen Untergrund, und ist daher sehr flexibel einsetzbar.

. Redaktion

Erschienen in Ausgabe: September 2018 | Seite 36

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