von Redaktion
Dortmunds BVB spielt unter weltgrößtem Solarkraftwerk auf einem Stadion
111.132 Fotovoltaik-Module mit jeweils 450 Watt in Betrieb genommen
Unter der weltweit größten Fotovoltaikanlage auf einem Stadiondach wird erfolgreich Fußball gespielt. Sie befindet sich auf dem Signal Iduna Park, der Heimspielstätte des Königsklassen-Vereins BV 09 Borussia Dortmund.
Damit steht Schwarz-Gelb im Zeichen eines der sichtbarsten Symbole für erneuerbare Energien im internationalen Sport. Die Rekordanlage auf dem Dach soll künftig mehr als 4 Gigawattstunden erneuerbaren Strom pro Jahr erzeugen. Das entspricht der Energiemenge, die die Flutlichtanlage des Stadions rund 1.000 Spieltage lang benötigt. Jährlich wird der Ausstoß von etwa 1.700 Tonnen Kohlendioxid (CO₂) vermieden.
Seit Dezember 2025 vollständig in Betrieb
Seit Dezember 2025 ist die Anlage vollständig in Betrieb. Sie ersetzt ein früheres System, das den steigenden Energieanforderungen des Vereins nicht mehr gerecht geworden ist. Die Modernisierung ist Teil der umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie des börsennotierten Fußballvereins. Sie unterfüttert das Ziel, den Stadionbetrieb langfristig durch großflächige saubere Energieerzeugung zukunftssicher aufzustellen.
Energy Manager bei Borussia Dortmund ist Florian Demnitz. Für ihn ist dieses Projekt der nächste Schritt auf dem weiten Weg zu mehr Nachhaltigkeit: „Wir hatten bereits eine Solaranlage auf dem Dach", erinnert sich. Doch genug ist nicht immer gut genug: "Es war klar, dass wir noch mehr erreichen können", so Demnitz. Der Energiebedarf wächst mit der Zeit. Deshalb muss auch die bereits eingeführte Gewinnung sauberen Stroms auf eine neue Basis gestellt werden.
Entwickelt wurde die Anlage von RWE. Der Konzern unterstützt als Sponsor bereits den Verein. Wichtig war neben der Maximierung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auch der Erhalt des unverwechselbaren Erscheinungsbildes des Stadions. Um diese wichtige Balance zwischen Leistungsfähigkeit und Design zu gewährleisten, entschieden sich Borussia Dortmund und RWE für den Hersteller JA.
Lebensdauer bis zur Saison 2055/2056
Die Anlage besteht aus insgesamt 11.132 bifazialen "n-Typ"-Modulen des Typs "JA JAM54D41/LB" mit einer Leistung von bis zu 450 Watt pro Modul. Im Vergleich zu herkömmlichen Modulen bieten sie einen höheren Wirkungsgrad. Hinzu kommt die geringe Leistungsdegradation über die gesamte Betriebsdauer. Die Doppelglas-Konstruktion erhöht überdies die Widerstandsfähigkeit. Damit trägt sie dazu bei, einen zuverlässigen Betrieb über die geplante Lebensdauer von 30 Jahren sicherzustellen. Durch das bifaziale Design wird das Sonnenlicht sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite der Module genutzt, was den Energieertrag zusätzlich steigert.
Für die Anlage wurde ein Full-Black-Design gewählt. Damit fügt sie sich harmonisch in die Dachlandschaft ein. Gleichzeitig greift sie zur Hälfte die Vereinsfarben von Borussia Dortmund auf. Die Module werden nach dem ITS Supply Chain Standard von JA gefertigt und erfüllen damit definierte Anforderungen hinsichtlich Nachhaltigkeit und vollständiger Traceability.
„Wir sind stolz darauf, als Modullieferant für ein solch wegweisendes Projekt ausgewählt worden zu sein", sagt Alastair Mounsey, Vice President Europe bei JA: "Für uns ist dies ein Beleg für die Qualität und Zuverlässigkeit unserer Technologie."
Für Mounsey ist das Beispiel Dortmund eines, das zeigt: Solartechnologie lässt sich auch in großem Maßstab in bestehende Infrastruktur integrieren. "Der Signal Iduna Park ist ein starkes Beispiel dafür, wie Sport und erneuerbare Energien auf globaler Ebene zusammenwirken können", so der Vice President.
Schwarz und Gelb sind die Vereinsfarben des Ballspielvereins Borussia 09 Dortmund.
Fotos (3): JA
von Redaktion