. Christian Schönberg

Die DLL-Firmenzentrale in Eindhoven.
Foto: DLL Group

DLL steigert globales Portfolio – trotz Krise

DLL hat zweitweise in allen 30 Ländern zu 100 Prozent Homeoffice betrieben

Düsseldorf – Trotz herausfordernder Marktbedingungen hat DLL in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 ein Portfolio- und Ertragswachstum erzielt. Die Bilanz stieg im Vergleich zu den Zwischenergebnissen des Vorjahres um mehr als zwei Prozent. Sie belief sich auf insgesamt 35,4 Milliarden Euro.

Das Neugeschäftsvolumen in der ersten Jahreshälfte umfasste 12,4 Milliarden Euro. Das sind dem Unternehmen zufolge fünf Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum erzielt werden konnte.

Der Nettogewinn im ersten Halbjahr lag bei 52 Millionen Euro – ohne Berücksichtigung der Auswirkungen von Währungsschwankungen. Das war ein Rückgang um 71 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Performance des Portfolios entwickelte sich mit einem Netto-Zinsertrag von 625 Millionen Euro weiterhin positiv. Das entspricht einem Wachstum von mehr als acht Prozent gegenüber dem Vorjahr.

DLL hat in seinen 30 Ländern zu 100 Prozent Homeoffice betrieben, um die Gesundheit der Beschäftigten und der Kunden zu schützen. Laut CEO Bill Stephenson habe hat das Unternehmen auch unter solchen Bedingungen „die Fähigkeit unter Beweis gestellt, das Geschäft weiter zu betreiben“.

Um die Kunden in der Corona.-Krise zu unterstützen, bearbeitete das Unternehmen weltweit gesehen von Januar bis Juni dieses Jahres mehr als 80.000 Anfragen zur Umstrukturierung der vertraglichen Zahlungsbedingungen.

Die Wertminderungen, die das Unternehmen vornehmen musste, stiegen zur Jahresmitte um mehr als das Dreifache auf 279 Millionen Euro. Umgerechnet in Basispunkte des durchschnittlichen Portfolios liegt der Wert bei 155. Im vorigen Jahr hatte er noch bei 51 gelegen, der langjährige Durchschnitt liegt bei 56.

„Die von der Pandemie verursachten wirtschaftlichen Schwierigkeiten haben die Fähigkeit einiger Kunden eingeschränkt, ihre Schulden zu bezahlen“, sagt DLL-Chief Financial Officer Marc Dierckx. „Deshalb mussten wir vermehrte Zahlungsausfälle hinnehmen und verzeichneten eine zunehmende Anzahl von Kundenanfragen zur Umstrukturierung von Verträgen und Zahlungsbedingungen."

Laut CEO Stephenson wolle das global operierende Unternehmen „stärker aus der Pandemie hervorgehen“. Wichtig sei dafür, an den „Partnerschaftsversprechen festzuhalten und sich weiterhin für die Industriesektoren sowie für die Kunden und die Standorte, an denen wir tätig sind, zu engagieren."

. Christian Schönberg

Erschienen in Ausgabe: online

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