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Deutschlands beste Bauhandwerker wollen Europa erobern

Beste Bauhandwerker des Landes wollen Europa erobern

Vor den Euro Skills 2021 in Graz präsentierte sich das Baugewerbe-Nationalteam in Berlin

Sie wollen ganz vorne mitspielen bei der Europameisterschaft der Berufe: Die fünf Mitglieder des Nationalteams Deutsches Baugewerbe, die im September bei der EuroSkills 2021 im österreichischen Graz antreten. Um sich optimal vorzubereiten, trainiert das Team derzeit auf dem Gelände des Lehrbauhofs Berlin im Ortsteil Marienfelde.

Bei der EuroSkills, die nach zweimaliger coronabedingter Absage nun vom 22. bis zum 26. September in Graz stattfindet, treten bestens ausgebildete Nachwuchskräfte in handwerklichen Berufen gegeneinander an. Unter den 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sind auch die fünf Mitglieder des Nationalteams Deutsches Baugewerbe, die für Deutschland in den vier Bauberufen Maurer, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Stuckateur und Beton- und Stahlbetonbauer antreten. Sie alle wollen ihr Können unter Beweis stellen und am Ende Europameister in ihrem Fach werden.

Projekt Titelverteidigung

Im Nationalteam Deutsches Baugewerbe treten in diesem Jahr an: die Beton- und Stahlbetonbauer Julian Kiesl (22) aus Mallersdorf-Pfaffenberg in Bayern und Niklas Beroth (23) aus Sulzbach-Laufen in Baden-Württemberg, der Maurer Pierre Holze (22) aus Berlin, der Fliesen-, Platten- und Mosaikleger Yannic Schlachter (22) aus Albbrück in Baden-Württemberg und der Stuckateur Ralph Lanz (23) aus Rutesheim in Baden-Württemberg. Sie alle haben sich nach einem erstklassigen Ausbildungsabschluss bereits in Wettbewerben auf Regional- und Bundesebene oder in internen Ausscheidungswettkämpfen durchgesetzt und zählen somit zu den besten Handwerkern ihres jeweiligen Gewerks.

Der Anspruch für die EuroSkills ist hoch: Bei der letzten Europameisterschaft der Berufe, die 2018 in Budapest stattfand, erkämpfte das Team zwei Gold- und zwei Bronzemedaillen. In den Disziplinen Maurer und Stuckateur gilt es daher, den Europameister-Titel zu verteidigen. Während des Wettbewerbs müssen die Nachwuchshandwerker innerhalb einer bestimmten Zeitvorgabe, verteilt auf mehrere Tage, ein vorgegebenes Werkstück errichten. Neben Schnelligkeit und fachgerechter Ausführung ist dabei vor allem Präzision und Genauigkeit gefragt – am Ende zählt jeder Millimeter.

Fachkräftesicherung durch Nachwuchsförderung

Getragen wird das Team vom Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB), dem größten  Branchenverband der Bauwirtschaft. Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa sieht in der Teilnahme an den internationalen Berufswettbewerben ein Beleg dafür, dass die duale Ausbildung am Bau eine exzellente Grundlage für die Karriere ist: „Regelmäßig können junge Bauhandwerker im internationalen Vergleich Spitzenplätze belegen. Der Grundstein dafür liegt in dem System der beruflichen Bildung in Deutschland, das einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung leistet. Die Auszubildenden von heute sind die Fachkräfte von morgen.“

Pakleppa verweist auf das hohe Ausbildungsengagement im Mittelstand der Baubranche: „Die baugewerblichen Unternehmen schultern die Hauptlast der Ausbildungsleistung am Bau. Rund 80 Prozent der Lehrlinge werden in einem mittelständischen Betrieb ausgebildet.“

 

 

Bild:  Yannic Schlachter (22) aus Albbrück (Baden-Württemberg)

         Ralph Lanz (23) aus Rutesheim (Baden-Württemberg)

         Pierre Holze (22) aus Berlin (Bildmitte)

         Julian Kiesl (22)  aus Mallersberg-Pfaffenberg (Bayern)

          Niklas Beroth (23)  aus Sulzbach-Laufen (Baden-Württemberg)   

(Foto: ZDB/ Trenkler)

           

 

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Erschienen in Ausgabe: online

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