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Berliner Wirtschaftsbau boomt

Bauwirtschaft der Hauptstadt steigert Quartelsumsatz um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr

Potsdam – „Das Bauhauptgewerbe in Berlin verzeichnete sowohl was die Nachfrage nach Bauleistungen als auch die Bautätigkeit anbelangt, im ersten Quartal 2018 insgesamt deutlich bessere Ergebnisse als vor Jahresfrist, wobei die Entwicklung in den Bausparten durchaus unterschiedlich verlief“, so Dr. Robert Momberg, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Berlin-Brandenburg, nach Bekanntgabe der Märzergebnisse für Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten durch das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg.

Das Gesamtauftragsvolumen des Berliner Bauhauptgewerbes betrug im ersten Quartal 783,0 Millionen Euro, was einem Plus von 45,5 Prozent in Relation zum Vergleichszeitraum von 2017 entsprach. Alle Bausparten verzeichneten dabei Nachfragesteigerungen. Am stärksten wuchs der Auftragseingang im Wirtschaftsbau, welcher im ersten Quartal einen Wert von 337,1 Millionen Euro erreichte (plus 67,7 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2017). Von hoher Nachfragedynamik geprägt war auch der Wohnungsbau, der Aufträge im Wert von 292,4 Millionen Euro erhielt (plus 44,4 Prozent). Im Öffentlichen Bau erreichten die Bestellungen eine Höhe von 153,4 Millionen Euro (plus 13,9 Prozent). „Nachdem der Wirtschaftsbau im Januar 2018 erheblich eingebrochen ist, verhalfen ihm enorm gestiegene Bestellungen in den beiden Folgemonaten zu dem insgesamt starken Quartalsergebnis“, so Momberg.

Das Bauhauptgewerbe in Berlin erzielte im ersten Quartal 2018 Umsatzerlöse in Höhe von 666,2 Millionen Euro. Im Verhältnis zum Vorjahreszeitraum bedeutete das einen Zuwachs um 25,9 Prozent. Wesentliche Wachstumsimpulse kamen vom Wohnungsbau, der mit einem Umsatzvolumen von 327,6 Millionen Euro ein um 38,7 Prozent besseres Ergebnis als im Vorjahr einfuhr und vom Wirtschaftsbau. Hier stieg der Umsatz der Betriebe auf 245,2 Millionen Euro (plus 26,9 Prozent). Im öffentlichen Bau sanken die Umsätze der Berliner Baufirmen dagegen auf 93,4 Millionen Euro ab (minus 6,3 Prozent). „Wir stellen fest, dass der sogenannte Märzwinter gerade im Öffentlichen Bau für erhebliche Behinderungen sorgte, was sich unter anderem im März durch einen überdurchschnittlich hohen Umsatzrückgang im Strassenbau bemerkbar machte, so dass in den Folgemonaten mit besseren Ergebnissen zu rechnen ist“, merkte Momberg an.

Beschäftigungssituation: Deutlich besser als im Vorjahr
Eine insgesamt erheblich gestiegene Bautätigkeit und die momentan sehr gute Auftragslage sorgten für positive Beschäftigungseffekte. Die durchschnittliche Zahl der gewerblichen Arbeitnehmer im Bauhauptgewerbe von Berlin bewegte sich im ersten Quartal bei rund 17.500 und damit deutlich über dem Vorjahresquartal (plus 7,3 Prozent). Die Anzahl der bei der Bundesagentur für Arbeit registrierten Arbeitslosen sank im gleichen Zeitraum ab. Die durchschnittliche Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Bauleute belief sich zwischen Januar und März 2018 auf 2.600 (minus 19,1 Prozent).

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Erschienen in Ausgabe: Juni 2018 | Seite 9

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