Systembau - . Redaktion

In der Weissacher Boschstraße, in unmittelbarer Nähe zu Wiesen und Gartengrundstücken, ist ein freundliches und abwechslungsreiches Kinderhaus entstanden. Die Gemeinde verantwortet den Neubau – gemeinsam mit der Porsche AG.   (Foto: ALHO Holding GmbH)
In der Weissacher Boschstraße, in unmittelbarer Nähe zu Wiesen und Gartengrundstücken, ist ein freundliches und abwechslungsreiches Kinderhaus entstanden. Die Gemeinde verantwortet den Neubau – gemeinsam mit der Porsche AG. (Foto: ALHO Holding GmbH)

Beim Bauen den Turbo eingelegt

Gemeinde Weissach und Porsche bauen Kita in Alho-Modulbauweise

Friesenhagen – Erfolgreich sein, genug Zeit für die Familie haben, die Kinder während der Arbeitszeit vor allem aber gut betreut wissen – das wünschen sich wohl alle Eltern.
Die Porsche AG nimmt diesen Wunsch ernst und stellt nahe ihrer Standorte rund um Stuttgart inzwischen rund 120 Kita Belegplätze für die Mitarbeitersprösslinge bereit. Eine moderne, neue Kita, welche die Gemeinde Weissach gerade realisiert hat, füllt die letzte Lücke im Porsche-Betreuungsnetz.

Mit dem in nur 13 Wochen Bauzeit vor Ort realisierten Modulbau hat Alho einen rasanten Zeitplan vorgelegt. Was passt besser zu einem Hersteller schneller Sportwagen und zu einer fortschrittlichen Gemeinde?

Nach einem Entwurf des Architekten Hartmut Bromberger trat Alho 2013 als Generalübernehmer die komplette Planung und Realisierung des Modulgebäudes an, angefangen von der Gründung bis zur energietechnischen Ausrüstung. 32 Raumzellen wurden hierfür im Alho-Werk unter idealen Bedingungen vorgefertigt, dann vor Ort montiert und ausgebaut.
Seit Juli 2014 können nun auf zwei Etagen mit jeweils rund 1000 Quadratmetern Fläche 65 Kinder im Alter zwischen einem und sechs Jahren betreut werden. 45 Plätze sind für den Nachwuchs der Porschemitarbeiter reserviert, die restlichen Plätze werden an Kinder aus Weissach vergeben. Die Möglichkeit, das Kind unweit der Arbeitsstelle bestens betreut zu wissen, wird gut angenommen und die Mischung mit den Kindern aus dem Ort begrüßt.

Beste Orientierung – auch für die Kleinsten
Die freundliche Architektur des Gebäudes macht es den Kindern leicht. Hell und offen ist die neue Kindertagesstätte gestaltet, Eingangsbereich und Flure wurden so konzipiert, dass viel Platz zum Spielen und Toben bleibt. Darum herum gruppiert sich locker das genau definierte Raumprogramm der Betreuungseinrichtung:
Jede Gruppe hat einen eigenen Bereich mit einem großen Gruppenraum, in dem die Kinder zusammen essen, spielen oder basteln sowie einen separaten Schlaf- und Waschraum. Dazu kommen die Räume des Kitateams, ein Mehrzweckraum sowie Staufläche, Technik, Treppenhaus und Aufzug. Die Gruppenräume sind auf der Südseite des Hauses angeordnet und werden über große Fensterflächen üppig mit Tageslicht versorgt. Alle haben direkten Bezug zu den Außenanlagen – auch in den Obergeschossen, von wo aus die Kinder über Laubengänge und Treppen direkt den Garten oder zwei Dachterrassen erreichen können.

Der übersichtliche Gebäudegrundriss bietet selbst den Kleinsten beste Orientierung, unterstützt durch ein Farbkonzept, das jedem Gruppenraum eine bestimmte Farbe zuordnet. Auch die Bodenflächen, mit dem pflegeleichten, hygie­nischen Naturmaterial Linoleum belegt, sind in einem freundlichen Orange gehalten. Sie kontrastieren mit den weißen Innenwänden, an denen die farbenfrohen Kunstwerke der Kinder ungestört wirken können.

Umweltfreundliche Materialien, gesundes Raumklima
Neben dem Wohlfühlfaktor für die kleinen Besucher und deren Betreuer erfüllt der Neubau aus der Alho-Raumfabrik auch hohe Anforderungen an Energieeffizienz und Ökologie. Eine Luftwärmepumpe nutzt die Sonne als Energielieferant, indem die Wärme der Umgebungsluft für Heizung und Warmwasseraufbereitung herangezogen wird. Emissionsarme Materialien tragen aktiv zum Schutz der Gesundheit und der Umwelt bei, durch die vollständige Recyclebarkeit ist eine besonders hohe Nachhaltigkeit gewährleistet. Weder außen, noch innen ist das Gebäude dabei als modulares Gebäude zu erkennen.
Die Fassade aus weißen Putzflächen und holzverkleideten Bereichen ist abwechslungsreich gestaltet und das extensiv begrünte Flachdach sorgt für ein gesundes Mikroklima. Die Fensterflächen auf der Südseite fangen im Winter solare Wärme ein, im Sommer sorgen die großen Dachüberstände und der Laubengang für eine effektive Verschattung und wirken wie Brise Soleils, die die Aussicht der Kinder nach draußen nicht behindern.
Klaus Lepelmann von der Gemeinde Weissach und Bauherrnvertreter zeigt sich insgesamt sehr zufrieden: „Die Zusammenarbeit mit Alho war gut und sehr professionell. Wir freuen uns über eine funktionelle, bezahlbare Kita in Niedrigenergiestandard mit heller, kinderfreundlicher Architektur.“

. Redaktion

Erschienen in Ausgabe: Juli 2015 | Seite 32

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