von Redaktion
Bayerisches Winterpaket von 600 Millionen Euro soll Wohnbau wieder voranbringen
Freistaat plant im neuen Doppelhaushalt 3,6 Milliarden Euro für die Wohnbauförderung ein
Auf Initiative von BayWa haben sich am 12. März rund 30 Unternehmer aus Handwerk, Bauindustrie und Baustoffhandel zum runden Tisch mit dem bayerischen Bauminister Christian Bernreiter getroffen. Neben möglichen Maßnahmen für mehr Schnelligkeit bei der Genehmigung und Vollendung von Bauprojekten ging es auch um die Chancen und Grenzen der Digitalisierung im Baubereich.
Der Bauminister und die Unternehmer waren sich darin einig, dass es für einen nachhaltigen Aufschwung am Bau ein Bündel an Maßnahmen braucht. Das gilt vor allem für den Wohnungsbau. „Die Förderung von Wohnraum ist ein Schwerpunkt unserer Arbeit", sagte Bernreiter. Aktuell habe der Freistaat ein Winterpaket in Höhe von 600 Millionen Euro auf den Weg gebracht. "Im neuen Doppelhaushalt sind Rekordmittel von 3,6 Milliarden Euro vorgesehen", so der bayerische Bauminister. Gleichzeitig strebe das Land an, Bürokratie und Vorgaben abzubauen. "Es ist klar, dass der Freistaat allein nicht alle benötigten Wohnungen schaffen oder fördern kann", betonte Bernreiter: Es sei dringend nötig, dass der private Wohnungsbau wieder anspringt.
Digitalisierung bildet einen wichtigen Hebel für schnelleres Bauen
Als ein wesentlicher Hebel für mehr Tempo gilt die Digitalisierung. Bauanträge können dank ihr mit wenig Aufwand gestellt und schneller bearbeitet werden . „Auch wir haben im Zuge der Restrukturierung unsere internen, digitalen Prozesse verschlankt“, sagte Markus Hör, Geschäftsbereichsleiter Bau bei der BayWa. Dadurch können sich ihm zufolge die BayWa-Mitarbeiter im Vertrieb voll auf ihre Kernaufgabe am Kunden konzentrieren können. "So kann die BayWa ihren Beitrag bestmöglich leisten, damit es auf Deutschlands Baustellen zügig vorangeht“, so Hör weiter.
Gleichzeitig können eCommerce und digitale Services den Menschen nicht ersetzen daher auch die Form des runden Tisches. Das Unternehmen hat in fünf Regionen Kunden in den vergangenen Monaten zu solch einem Zusammenkommen eingeladen. "Überall wurde uns bestätigt, wie wichtig die fachliche Beratung ist", berichtet Markus Daik, Leiter Gesamtvertrieb BayWa Baustoffe. Ein dichtes Standortnetz, regionale Warenverfügbarkeit und eine gut funktionierende Logistik für die Planungssicherheit der Baufirmen sind laut ihm entscheidend, betont er. Das gelte erst recht bei komplexen Bauprojekten. Darum investiere die BayWa gezielt in ihre Standorte: Im fränkischen Ansbach baut das Unternehmen ein Autohaus zu einem Baustoff-Betrieb um. In Pocking, Niederbayern, soll nach einem Brand 2024 ein neuer BayWa Baustoff-Betrieb entstehen. Der Spatenstich ist für April geplant.
Lösungen des seriellen Bauens werden forciert
Mit 111 Vertriebsstandorten ist die BayWa der größte Baustoffhändler in Süddeutschland. Das Angebot umfasst das gesamte Baustoffsortiment, beginnend bei der Modernisierung, Sanierung und dem Neubau im Hochbau bis hin zu großen Infrastrukturprojekten der öffentlichen Hand. Um die Effizienz und Profitabilität am Bau zu steigern, forciert die BayWa Lösungen des seriellen Bauens und der Vorfertigung von Bauteilen. Mit ihren Eigenmarken, unter anderem für Bauelemente und wohngesunde Baustoffe, initiiert sie zudem zunehmend neue Produkte.
Foto: (von links) Christian Bernreiter, Markus Hör und Markus Daik. (Bild: BayWa)
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