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Bauwirtschaft in Nordrhein-Westfalen mit ersten Dämpfern in 2014 konfrontiert

Umsätze normalisieren sich nach sehr starkem Jahresstart / Wachstumskurs geht gebremst weiter

Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) – „Der April hat den außerordentlichen Wachstumskurs der Bauwirtschaft seit Jahresbeginn erstmalig gedämpft. Die getätigten Umsätze dokumentieren mit einem Plus von über 13 Prozent allerdings die noch sehr zufriedenstellende Situation der Branche“, so berichtete Prof. Beate Wiemann als Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Zuvor wurden die aktuellen Zahlen des Bauhauptgewerbes mit mehr als 20 Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht.

Demnach liegt der geschriebene Umsatz der Branche in den ersten vier Monaten des Jahres bei plus 13,4 Prozent. Dies stellt eine leichte Dämpfung dar, lagen die Umsätze nach dem ersten Quartal 2014 noch bei einem Plus von 19,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum befindet sich die Bauwirtschaft vor allem wetterbedingt jedoch nach wie vor auf einem guten Wachstumskurs. Insgesamt konnten die in Nordrhein-Westfalen ansässigen Unternehmen einen Umsatz von 4,2 Mrd. Euro tätigen.
Für die nächsten Monate zeichnet weiterhin ein eher positives Bild ab. Der Auftragseingang konnte noch einmal zulegen und wird mit knapp 2,8 Mrd. Euro mit einem Plus von 5,7 Prozent beziffert. Der steigende Auftragsbestand wirkt damit den zahlreichen in den ersten Monaten des Jahres bereits abgear-beiteten Aufträge entgegen. Bundesweit zeichnet sich das Bild jedoch positiver als im bevölkerungsreichsten Bundesland. Das deutsche Bauhauptgewerbe liegt beim Auftragseingang mit plus 7,4 Prozent deutlich über Nord­rhein-Westfalen (+5,7 Prozent). Auch die bislang erreichten Umsätze liegen höher: 17,7 Prozent im Plus zum Vorjahreszeitraum.
Der Wohnungsbau bleibt in Nord­rhein-Westfalen auch bis Ende April der Wachstumstreiber. Der Auftragseingang liegt mit 18,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum im Plus. In den ersten vier Monaten des Jahres erhielt die Bauwirtschaft bereits Aufträge für Wohnungen im Wert von mehr als 500 Mio. Euro.
Mit einem Plus von 10,2 Prozent trägt der Auftragseingang des Straßenbaus ebenfalls zum guten Ergebnis bei. Allerdings bedeutet dies nicht zugleich, dass diese Aufträge in Nordrhein-Westfalen vergeben werden. Die Zahlen beruhen auf den Unternehmenssitzen und können demnach auch in anderen Bundesländern in Bauleistungen umgesetzt werden.
Der Wirtschaftsbau bleibt auch im April der „Hemmschuh“ der nordrhein-westfälischen Bauwirtschaft. Mit einem mageren Plus von einem Prozent stagnieren die Auftragseingänge nahezu auf Vorjahresniveau. Bei einem Volumen von 1,37 Mrd. Euro machen diese Aufträge fast 50 Prozent des gesamten Auftragsbestandes aus.

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