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Bauwirtschaft: "IG Bau verbreitet Fakenews"

Bauwirtschaft: "IG Bau verbreitet Fakenews"

Vor Schlichtung: Arbeitgeber werfen Vorwürfe als haltlos zurück, Tarifverhandlungen zum Scheitern gebracht zu haben

Einen Tag vor Beginn der Schlichtung am 6. Oktober in Berlin  beim Tarifstreit im Bauhauptgewerbe wird der Ton zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern schärfer. Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Uwe Nostitz, der zugleich Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB)  ist, weist  Vorwürfe der IG Bau als "verbreitete Fake News" zurück, die Arbeitgeber hätten die Verhandlungen zum Scheitern gebracht.  Die Gewerkschaften hatten die Verhandlungen nach fünf Gesprächsrunden abgebrochen, weil die Arbeitgeber die Ausweitung und Erhöhung einer Wegzeitentschädigung für die Beschäftigten abgelehnt haben, die  Schlichtungsstelle angerufen und mit Streiks gedroht.  

  Nostitz:" IG Bau hatte an  Präsentation unseres verbesserten Angebots kein Interesse"

„Die von der IG BAU erhobenen Vorwürfe, die Arbeitgeber hätten die Tarifverhandlungen zum Scheitern geführt, entbehren jeder Grundlage. Das genaue Gegenteil ist der Fall: Wir haben bereits in der ersten Verhandlungsrunde ein Angebot mit einem Volumen von 3 Prozent  auf den Tisch gelegt und Vorschläge zur Ost-West-Angleichung gemacht. Wir waren auch vorletzte Woche bereit, der Gewerkschaft ein wesentlich verbessertes Angebot in den Lohn- und Gehaltstarifverhandlungen unter Einbeziehung der Ost-/West-Angleichung vorzulegen. Aber die IG BAU hatte an der Präsentation eines neuen Angebots kein Interesse. Genauso unwahr ist der Vorwurf, die Pendelzeiten zur Baustelle würden heute völlig ignoriert.

Tatsache ist, dass bereits heute jeder Arbeitnehmer als Ausgleich für Fahrten zu den Baustellen jährlich zusammen mit dem Tariflohn rund 1.000 Euro pauschal als Zuschlag für Wegezeiten erhält, zuzüglich weiterer Geldleistungen für An- und Abreise und Wochenendheimfahrten. Die von der IG BAU geforderten Neuregelungen fallen unter die Friedenspflicht der bestehenden ungekündigten Rahmentarifverträge, können also nicht Gegenstand der Lohn- und Gehaltsverhandlungen sein, , sagte Nostitz.

 

Bild: Uwe Nostitz, Verhandlungsführer der Arbeitgeber ist Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB) und selbst ein erfahrener bauunternehmer. (Foto: ZDB)

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Erschienen in Ausgabe: online

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